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Im Interview: Karsten Bürst
(NDZ, 26.02.2010)


Fußball (jab). Am morgigen Sonnabend, 14 Uhr, empfängt der FC Eldagsen in der Bezirksliga 3 den VfL Nordstemmen. So sagt es zumindest der Spielplan. Die Realität sieht anders aus: „Das Spiel findet nicht statt“, sagt FCE-Coach Karsten Bürst. Der Platz lasse eine Partie noch nicht zu. Die Eldagsener, die als Tabellenzehnter noch in Abstiegsgefahr schweben, wollen stattdessen morgen bei Kreisligist Hemmingen auf Asche und am Sonntag beim TSV Barsinghausen, Spitzenreiter der Bezirksliga 4, auf Kunstrasen testen, „um uns wieder an die Ausmaße des Platzes zu gewöhnen“, so Bürst. Vor den Tests zieht er für die NDZ eine Bilanz der Hinrunde. Karsten Bürst über...

...das Highlight der Hinrunde: „Der 2:1-Sieg gegen den damaligen Tabellendritten SC Harsum. Eine spielerisch und kämpferisch so gute Leistung von beiden Seiten habe ich lange nicht gesehen, wenn wir immer so fighten würden, würden wir in ganz anderen Tabellenregionen stehen. Ein weiterer Höhepunkt, allerdings vor meiner Zeit als FCE-Trainer, war das Spiel gegen Hannover 96. Das war eine Klasse-Veranstaltung, von der man als Mannschaft zehren kann.“

...die Enttäuschung der Hinrunde: „Eigentlich nur das 1:4 gegen Alfeld – das muss ich auf meine Kappe nehmen. Das Spiel hätte ich wegen der Platzverhältnisse absagen müssen, aber ich wollte unbedingt spielen. Der Schuss ging nach hinten los. Das meiste bewerte ich aber positiv, enttäuschend ist nur, dass wir uns in manchen Spielen nicht belohnt haben, zum Beispiel bei den Unentschieden gegen Neuhof und Almstedt. Auch beim 1:3 in Schliekum hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Aber die Mannschaft ist einfach jung aufgestellt, wenn sie so weiter macht, wird sie sich in der Bezirksliga bald etablieren.“

...die Gewinner der Hinrunde: „Da gibt es im Prinzip keinen. Jeder hat begriffen, um was es geht, alle ziehen im Training voll mit. Marius Westenfeld könnte man vielleicht als Gewinner bezeichnen. Dadurch, dass er jetzt weiter vorne spielt, lebt er sich voll aus. Zum Klassenerhalt wird uns aber die mannschaftliche Geschlossenheit führen.“

...die Verlierer der Hinrunde: „Die gibt es auch nicht, wenn man von unseren Verletzten absieht. Kamill Krause ist mit großen Erwartungen zu uns gekommen, er wollte richtig was reißen. Er muss jetzt aber an der Bandscheibe operiert werden, die Physiotherapie hat nicht das gebracht, was wir gehofft hatten. Till Engelhardt hat sich mit seinen 18 Jahren auch schon zum Leistungsträger gemausert, wann er nach seiner Schulterverletzung wieder spielen kann, ist aber noch fraglich.“

...seine Rückrunden-Prognose: „Mit dem direkten Abstieg rechne ich ohnehin nicht. Aber ich bin fest davon überzeugt, dass wir auch nicht in die Relegation müssen. Aber es wird nicht so einfach, wie es sich der eine oder andere vielleicht vorstellt. Wir müssen immer 100 Prozent geben, besser 120 Prozent. Der Abstiegskampf erzeugt natürlich auch einen gewissen Druck, aber gerade die jungen Spieler wollen beweisen, dass sie in die Bezirksliga gehören. Die Mannschaft ist beim Training mit voller Moral dabei. Besonders bei André Gehrke merkt man wieder die Geilheit aufs Tore schießen. Wenn er so weiter macht, bin ich überzeugt, dass er bald wieder der Gehrke wird, den wir aus der Kreisliga kennen."

© Neue Deister Zeitung, 26.02.2010

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