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Neue Deister Zeitung
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Gelbschwarzer Siegszug setzt sich fort

Diesmal triumphiert die FCE-Reserve beim Wallus-Cup / Bennigsen nur Vierter

Fußball (nie). Diesmal war es die Reserve des FC Eldagsen, die beim 4. Bennigser Wallus-Cup die begehrte Trophäe und ein Preisgeld von 120 Euro einstreichen konnte. Noch im vergangenen Jahr gewann das Bezirksligateam des FCE das Turnier in der Süllberg-Sporthalle.

Im Finale ließen die Eldagsener nichts anbrennen und bezwangen den TSV Wennigsen klar mit 5:1. Nachdem sich beide Teams in den ersten fünf Minuten abtasteten, fielen die Tore im Minutentakt. Für Eldagsen trafen Kim Joachim (5.), Nico Stempinski (6.), Rafael Bürst (7., 11.) und René Stille (8.). Für den zwischenzeitlichen Anschlusstreffer sorgte Pascal Werner (6.). Im Halbfinale setzte sich die FCE-Reserve überraschend gegen den FC Bennigsen durch, der eine souveräne Vorrunde spielte und alle vier Gruppenspiele gewann. Wennigsen gewann das zweite Halbfinalspiel gegen die SG Bernwardswiesen knapp mit 2:1. Im Neunmeterschießen um Platz drei versagten den Bennigsern gegen Bernwardswiesen erneut die Nerven und sie unterlagen mit 2:3.

Enttäuschend verlief das Turnier für den TSV Gestorf. Zwei Siege in der Gruppe A reichten nicht für den Einzug in die Endrunde. Ebenfalls Endstation war für den favorisierten Kreisligisten SV Weetzen, der lediglich fünf Punkte sammeln konnten. Die Nachwuchs-Kicker der SG Völksen/Bennigsen/Eldagsen mussten viel Lehrgeld zahlen und belegten mit einem Punkt den letzten Platz.

In der Gruppe B musste neben dem SC Elite und der SpVgg Hüpede/Oerie mit der SG Bredenbeck ebenfalls ein Kreisligist vorzeitig die Heimreise antreten. Ein Sieg reichte nur für Platz vier.

Als bester Torhüter wurde der Eldagsener Marcel Bürst und als bester Spieler Christof Fietgen von der SG Berwardswiesen ausgezeichnet. Alles in allem waren die Organisatoren mit dem Turnierablauf zufrieden und lobten besonders die Leistungen der beiden Schiedsrichter Gerhard Spier und Leon Kurcz, die nicht eine Zeitstrafe verhängen mussten.

Neue Deister Zeitung, 23.01.2012

FCE bleibt in der Halle das Maß der Dinge

Bezirksligist gewinnt auch seinen eigenen Berggarten-Cup / 3:2 im Finale gegen den FC Springe

Die Bezirksliga-Kicker des FC Eldagsen bleiben die Hallen-Könige der Region. Durch einen 3:2-Endspielerfolg gegen den FC Springe gewannen sie gestern in Bennigsen auch ihr eigenes Turnier, den Berggarten-Cup. Saisonübergreifend sind die Eldagsener in der Halle damit schon seit 42 Spielen ungeschlagen. „Das ist kaum in Worte zu fassen“, sagte FCE-Trainer Karsten Bürst. Er fand dann aber doch welche: „Wir sind Bezirksligist und so sind wir auch aufgetreten – auch gegen Mannschaften aus der Kreisklasse.“

Im Finale hatten die Gastgeber allerdings durchaus zu kämpfen. Denn die Springer traten diesmal weitaus spielfreudiger auf, als noch vor einer Woche beim NDZ-Cup. Was wohl vor allem daran lag, dass Trainer Franz Genschick unter anderem drei A-Junioren im Aufgebot hatte. Aber auch einen Oldie: Ralf Arnold, mittlerweile 48 Jahre alt. „Ein bisschen tut die Knochen weh“, sagte er grinsend nach dem Turnier. Vor allem lobte er aber den Nachwuchs: „Die Jungen haben ein geiles Turnier gespielt. Einer hat für den anderen gekämpft, alle sind ruhig geblieben auf dem Platz.“

Letzteres galt allerdings nur bis kurz vor Schluss. Dann forderten sie vehement einen Strafstoß nach einem Foul von FCE-Keeper Patrick Bürst an Philipp Strohecker. „Den kannst du geben“, sagte auch Karsten Bürst. Schiedsrichter Gordon Eckert sah es anders und verhinderte so das mögliche 3:3. Daniel Müller und Abudi Remmov hatten den FCS zweimal in Führung gebracht, Tim Barten und Christian Marx jeweils ausgeglichen. Danach überstanden die Springer eine Unterzahl – Strohecker hatte nach einem Foul eine Zeitstrafe kassiert – unbeschadet. Doch gerade, als sie wieder vollzählig waren, traf Till Engelhardt zum 3:2.

Etwas überraschend erreichte der FC Bennigsen als einziger Nicht-Bezirksligist das Halbfinale – dank der besseren Tordifferenz gegenüber NDZ-Cup-Finalist VfB Eimbeckhausen. Die größte Überraschung des Turniers war jedoch der SC Bison Calenberg, der den Sprung in die Endrunde schaffte. Dort gelang dem Team aus der 4. Kreisklasse zwar kein Punkt mehr, gegen Gestorf und Hiddestorf waren die Bisons aber jeweils in Führung gegangen. „Wir haben uns gut präsentiert“, so Sprecher Benny Freiberg. Nicht dafür, sondern als „Aufbauhilfe“ nach dem Brand ihrer Halle im vorigen Sommer erhielten die Bisons eine 150-Euro-Spende von den ersten Herren des FCE.

Knapp 500 Zuschauer sahen an zwei Turniertagen insgesamt 224 Tore. Alleine 20 Treffer erzielte Eldagsens André Gehrke als Torschützenkönig. Zum besten Torhüter wurde Weetzens Florian Badstieber gekürt.

Neue Deister Zeitung, 16.01.2012

4. Berggarten-Cup des FC Eldagsen steigt in Bennigsen

Zwei Tage Budenzauber im Blickpunkt

Fußball (gö). Mit dem 4. Berggarten-Cup des FC Eldagsen findet der Budenzauber unter dem Hallendach an diesem Wochenende seine Fortsetzung. Dann werden am Sonnabend und Sonntag jeweils ab 11 Uhr die heimischen Vereine in der Süllberg-Sporthalle in Bennigsen Station machen.

Zehn Mannschaften werden in zwei Gruppen um den ausgelobten Wanderpokal und die Geldpreise kämpfen. Der Gastgeber FC Eldagsen hat in diesem Jahr „besonders großen Wert daraufgelegt, befreundete Vereine aus dem Umland einzuladen“, betont FC-Coach Karsten Bürst.

Es gehe weniger darum, ein Turnier zu organisieren, das leistungsmäßig auf einem hohen Niveau steht, als vielmehr auch solche Vereine mit ihren Teams dabei zu haben, die wir besonders schätzen“, äußert der Trainer des Bezirksligisten. So sei letztlich auch die Teilnahme des SC Bison Calenberg zu verstehen – eine Mannschaft, die in der 4. Kreisklasse von Hannover-Land spielt.

Bei der vierten Auflage des Berggarten-Cups hat Gastgeber FC Eldagsen die Chance, mit dem zweimaligen Cupgewinner TV Jahn Leveste gleichzuziehen, der diesmal nicht mit von der Partie ist. Das ist die Chance für Eldag-sen, das im Vorjahr das Turnier nach einem 6:0-Finalerfolg über TSV Pattensen II gewonnen hatte.

Auch bei der bevorstehenden Durchführung gelten die Gelb-Schwarzen neben den beiden Bezirksligisten FC Springe und SV Eintracht Hiddestorf als erklärte Favoriten auf den Turniersieg.

Der VfB Eimbeckhausen, der beim NDZ-Cup am vergangenen Wochenende erst im Endspiel am FC Eldagsen scheiterte, trifft diesmal schon in der Vorrunde auf die Gastgeber. „Wir wollen wieder in die Endrunde, dann ist alles möglich, das hat man ja in Springe gesehen“, sagt VfB-Spielertrainer Michael Wehmann, der bis auf Tim Dolle mit der gleichen Truppe wie beim NDZ-Cup in Bennigsen antritt, der warnt: „Die Euphorie soll jetzt mal nicht zu groß werden.“

Beim FC Springe sieht Trainer Franz Genschick die Teilnahme weniger unter sportlichem Effekt, als vielmehr seinen gesunden Spielern erneut Wettkampfpraxis unter dem Hallendach zu geben.

Gruppe A: FC Springe (Bezirksliga), SV Weetzen, SG Bredenbeck (beide Kreisliga), FC Bennigsen, TSV Gestorf (beide 1. Kreisklasse), FC Eldagsen II (2. Kreisklasse).

Gruppe B: FC Eldagsen, Eintracht Hiddestorf (beide Bezirksliga), VfB Eimbeckhausen (Kreisliga), SV Altenhagen (1. Kreisklasse), SC Völksen, (2. Kreisklasse), Bison Calenberg (4. Kreisklasse).

Neue Deister Zeitung, 13.01.2012

Marx schießt FCE zum erneuten Titelgewinn

Beide Tore beim 2:0-Sieg gegen Eimbeckhausen im Endspiel des 16. NDZ-Cups / Mehr Tore denn je

Fußball. 259 Tore fielen beim NDZ-Cup – so viele wie nie zuvor in der inzwischen 16-jährigen Geschichte des Hallenturniers des FC Springe. Die Vollbande, die erstmals zum Einsatz kam, ist dafür wohl der Hauptgrund. Der andere: die Spielfreude der beteiligten Teams. Allen voran des FC Eldagsen, der seinen Titel aus dem Vorjahr souverän verteidigte und von zehn Spielen neun gewann und nur einmal Unentschieden spielte. Im Finale setzte sich der Bezirksligist mit 2:0 gegen den VfB Eimbeckhausen durch, der nach einer durchwachsenen Vorrunde am zweiten Tag vollends überzeugte.

Christian Marx war beim FCE der Mann für die wichtigen Tore. Insgesamt nur drei erzielte er während der Endrunde – beide im Finale und das beim 1:0-Sieg in der Zwischenrunde gegen Gastgeber Springe. „Das reicht“, sagte der Eldagsener grinsend. Vier Minuten vor dem Ende des bis dahin ausgeglichenen Finals schnürte er seinen Doppelpack. Spannung hätte noch einmal aufkommen können, als Eimbeckhausens Dominik Trotz zweieinhalb Minute vor dem Abpfiff zum Neunmeter antrat – Eldagsens Sebastian Westenfeld hatte Kay Weddecke gefoult und dafür eine Zweiminutenstrafe kassiert – Trotz scheiterte jedoch an FCE-Keeper Patrick Bürst.

In der Zwischenrunde hatte der VfB noch einen 0:3-Rückstand gegen den FCE aufgeholt und daraus ein 3:3 gemacht. Zum Ärger des FC Springe, der damit schon vor seinem letzten Spiel ausgeschieden war. „Wir haben es uns aber selbst zuzuschreiben“, sagte FCS-Coach Franz Genschick. Seine Mannschaft, die sich zwischen den Spielen fleißig um die Bewirtung der knapp 600 zahlenden Zuschauer kümmerte, tat auf dem Feld zu wenig. „Wir haben nicht so gespielt, wie man in der Halle spielen sollte“, so Springes Stürmer Dennis Offermann.

Zum Mitfavoriten hatte sich durch eine starke Vor- und Zwischenrunde unterdessen der SV Gehrden aufgeschwungen, die torhungrigste Mannschaft des Turniers. Im Halbfinale scheiterte der Kreisligist allerdings an den Eimbeckhäusern, die geduldig auf ihre Chance warteten – und sie fünf Sekunden vor Schluss auch bekamen. Eine halbhohe Hereingabe auf den langen Pfosten verwandelte Kay Weddecke volley zum 1:0. Das erste Halbfinale war weniger spannend gewesen: Nach zuvor vier Pfostentreffern legten zweimal André Gehrke und Sebastian Westenfeld eine 3:0-Führung gegen Degersen vor, Marcel Schult gelang nur noch der Anschlusstreffer.

FCE-Trainer Karsten Bürst war hoch zufrieden: „Wir haben zwei Tage lang den besten Fußball gespielt, die Jungs hatten richtig Bock auf Fußball“, sagte er. Für ihn das große Plus seiner Mannschaft: „Wir haben uns nie aus der Ruhe bringen lassen, auch nicht, wenn wir zurücklagen – genau wie Eimbeckhausen.“ Und so strahlte auch VfB-Trainer Michael Wehmann trotz der Finalniederlage: „Wir haben ein gutes Turnier gespielt – das zählt.“

Neue Deister Zeitung, 09.01.2012

Wehmann hat bislang nur einen NDZ-Cup verpasst

Turnier-Splitter: Wechsel in Altenhagen und Bennigsen / Springer Rekord-Sieg gegen Völksen / Unmut über Halvestorf

Trainerwechsel beim TSV Gestorf? Nach zwei Niederlagen seines Teams in den ersten beiden Vorrundenspielen verließ Gestorfs Trainer Peter Baron die Halle. Kevin Krzikalla übernahm das Coaching – aber nur für den Rest des Tages. Baron bleibt natürlich TSV-Trainer, er musste am Vorrundentag auf eine Familienfeier.

Winterzeit, Wechselzeit – auch in den Kadern der heimischen Teams tut sich einiges, wie sich beim NDZ-Cup herausstellte. So wechselt Matin Ansorge vom SV Altenhagen zum TuS Ricklingen. Moritz Engelhardt kehrt dafür nach eineinhalb Jahren beim FC Eldagsen zurück. Ab März ist auch A-Junior Julien Griebsch spielberechtigt. Der FC Bennigsen verliert Stephan Meyer und Henning Ziersch, die es beruflich in die Schweiz beziehungsweise nach Süddeutschland zieht. Dafür kehrt Dominik Harting vom SV Weetzen zurück. Auch der SC Völksen will noch einmal auf dem Transfermarkt tätig werden. Trainer Heinz Helbig: „Auf der Torwartposition wollen wir noch was machen. Mal sehen, was geht.“

Der Wechsel von Semih Candir von Eimbeckhausen zurück zum FC Springe sorgt indes für Zwist zwischen den Vereinen. So hatten die Trainer Franz Genschick und Michael Wehmann am Rande des Turniers eine lebhafte Diskussion über die Freigabe, die es ohne Ablösesumme wohl nicht geben wird. „Die Verhandlungen sind abgebrochen“, so Springes Vizevorsitzender Christian Krone.

Wehmann ist übrigens der Rekordspieler des NDZ-Cups. Bei der 16. Auflage war er schon zum 15. Mal dabei. Mit Halvestorf, Springe und Eimbeckhausen trat er an. Befragt zur Leistung seiner Mannschaft, sagte er lachend: „Un-fucking-fassbar. Eine hervorragende Performance.“ Wehmann ist offenbar „Voice of Germany“-Fan.

Der älteste Spieler war der 37-jährige Wehmann allerdings nicht, sondern Ugur Erbek, der in Zwischenrunde das Tor von Landesligist SSG Halvestorf hütete. Der 44-jährige fiel jedoch während des zweiten Spiels verletzt aus und wurde fortan von Feldspielern vertreten. Der Auftritt der SSG kam übrigens bei vielen Zuschauern nicht gut an. In der Vorrunde hatte Trainer Markus Schwarz noch ein starkes Team aufgeboten. Gestern traten Halvestorfs Beste jedoch zur Finalrunde des Turniers in Afferde an – zum NDZ-Cup kam, wie im Vorjahr, eine B-Auswahl, die, ebenfalls wie im Vorjahr, chancenlos war.

Ohne Trainer trat der SV Degersen an. Ricardo Diaz-Garcia hütete mit Grippe das Bett. „Bloß gut, dann muss er das hier nicht sehen“, meinte Trainer-Bruder Pedro. Er meinte die Leistungen des SVD. Doch auch einige Disziplinlosigkeiten seiner Mannschaft hätten dem Coach wohl nicht gefallen. So verabschiedete sich Farid Abdi, nachdem er im Halbfinale gegen Eldagsen eine Zwei-Minuten-Strafe kassiert hatte, mit erhobenem Mittelfinger.

Insgesamt verteilten die Schiedsrichter acht Zeitstrafen – sieben davon allein in Vorrundengruppe A. Die Schiedsrichter bewiesen aber in den meisten Fällen Fingerspitzengefühl – dabei gab es etwas Verwirrung um die Unparteiischen. Ausrichter FC Springe hatte sich selbst um Referees gekümmert und wie in jedem Jahr Ali Kaya und Tugay Tasdelen engagiert. „Das haben wir dem Schiedsrichter-Ansetzer auch rechtzeitig mitgeteilt“, so Turnier-Organisator Ralf Käß. Ansetzer Dirk Bierkamp schickte trotzdem mit Moritz und Fabian Albrecht zwei Unparteiische. Kein Problem – alle vier pfiffen.

Kleiner Trost für den FC Springe für das Verpassen des Halbfinals: Das 11:0 der Gastgeber gegen den SC Völksen in der Vorrunde war der höchste Sieg der NDZ-Cup-Geschichte.

Neue Deister Zeitung, 09.01.2012

Bürst: "Endlich mal wieder Fussball"

FCE-Keeper über den Reiz des NDZ-Cups

Der Ball hat lange genug geruht. Ende November wurden die letzten Spiele im Freien angepfiffen, jetzt geht es auch in Springe unter dem Hallendach rund. Am Sonnabend und Sonntag steigt der NDZ-Cup des FC Springe. Der war im Vorjahr fest in schwarz-gelber Hand: Der FC Eldagsen gewann nicht nur das Turnier, sondern stellte mit André Gehrke und Patrick Bürst auch den besten Torjäger und den besten Keeper. Ist der totale Erfolg wiederholbar? NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram fragte nach bei Torwart Bürst.

Gewinnt der FC Eldagsen am Wochenende wieder den NDZ-Cup?

Das würden wir natürlich gerne, keine Frage. Wenn man sich ein ganzes Wochenende ans Bein bindet, will man auch Erfolg haben. Aber wir sagen nicht: Wir müssen unbedingt wieder diesen Pokal holen.

Die Freuden, endlich mal in Springe gewonnen zu haben, war Euch im vorigen Jahr aber deutlich anzumerken.

Na klar, wir hatten ja vorher noch nie gewonnen, obwohl wir immer dabei waren. Vor zwei Jahren waren wir noch Vierter, da hatten wir im Halbfinale gegen Borussia Hannover verloren.

Auf Borussia trefft Ihr dieses Jahr wieder in der Vorrunde.

Da freue ich mich schon drauf, das ist mein alter Verein...

...der auch einen guten Keeper hat. Jan-Patrick Neumann ist vor Dir zweimal zum besten Torwart des NDZ-Cups gewählt worden.

Der ist schon gut. Aber wir haben die bessere Mannschaft.

Eure Gruppe scheint die etwas schwerere zu sein.

Das sehe ich auch so. Mit Halvestorf, Borussia, Degersen, Bennigsen...

...und Gestorf.

Die sind auch nicht zu unterschätzen mit ihren jungen Leuten. Es wird nicht leicht, aber unter die ersten Vier in der Gruppe zu kommen, ist auf jeden Fall Pflicht.

Was macht für Dich den Reiz des NDZ-Cups aus?

Es macht Spaß, weil natürlich immer viele Zuschauer da sind. Und man kann nach der Pause sehen, wo man steht – endlich mal wieder Fußball.

In Springe wird erstmals mit Vollbande gespielt. Welchen Unterschied macht das für den Torwart?

Es macht es schwieriger. Wenn der Ball ins Aus geht, kannst du auch mal verschnaufen – mit Vollbande musst du die ganze Zeit auf der Hut sein. Aber unser eigenes Turnier mit Vollbande haben wir letztes Jahr auch gewonnen – warum sollten wir in Springe nicht auch wieder gewinnen?

Neue Deister Zeitung, 05.01.2012

Spielerisch besteht noch Verbesserungsbedarf

Halbzeitbilanz: Eldagsen als Bezirksliga-Fünfter im Soll / Heim- und Kampfstärke die großen Trümpfe

Winterpause – Zeit, die Hinrunde Revue passieren zu lassen und einen Blick voraus auf den Rest der Saison zu wagen. Den Anfang macht der FC Eldagsen, Vorjahresmeister der Bezirksliga 4 und als aktuell Fünfter bester heimischer Klub.

Anspruch und Wirklichkeit sind beim FCE in dieser Saison fast deckungsgleich. Vom erneuten Titelgewinn wurde weder vor der Saison noch nach dem Start mit zwei Kantersiegen geredet. Ein Platz unter den ersten Fünf war und bleibt das Ziel – als derzeit Fünfter sind die Eldagsener also im Soll.

Gut läuft‘s vor allem im heimischen Heinrich-Mundt-Stadion. Der FCE ist zu Hause noch ungeschlagen, hat sieben von neun Spielen gewonnen. Heimstärker sind nur der FC Stadthagen (neun Siege) und der SV Holzminden (acht Siege, eine Niederlage). Der Kampf ist traditionell die große Stärke der Eldagsener, „da hat uns keine Mannschaft etwas entgegenzusetzen“, so Trainer Karsten Bürst zufrieden.

Verbesserungsbedarf sieht Bürst „definitiv im spielerischen Bereich. Wir müssen viel mehr über die Außen kommen und die Außenpositionen besetzt halten“. Dem Trainer ist das Spiel seiner Mannschaft noch zu sehr von André Gehrke abhängig, „da müssen mehr Leute das Heft in die Hand nehmen“. Und: „Wir müssen uns manchmal mehr zutrauen.“

Bewegung im Kader gibt es in der Winterpause so gut wie keine. Trainer-Sohn Christopher Bürst kommt vom TSV Gestorf, wird es aber schwer haben, sich im Bezirksliga-Team zu etablieren: „Er hat lange nichts gemacht“, so Bürst, „er muss an sich arbeiten.“ Yannick Gronau wird, wie es aussieht, in der Rückrunde nicht zu Verfügung stehen, er geht wohl im Februar für fünf Wochen nach England.

Die Neuzugänge haben sich mittlerweile etabliert: Christian Marx (VfL Nordstemmen) wurde durch einen Bänderriss in der Vorbereitung zurückgeworfen, ist mittlerweile aber mit sechs Treffern drittbester Torschütze des Teams. Yannick Gronau (TSV Gestorf A-Junioren) war durch eine Augen-OP zu Saisonbeginn ebenfalls gehandicapt, bekam danach aber regelmäßig seine Einsätze: „Er hat abgerufen, was ich von ihm verlangt habe“, so Bürst, „mit seinen jungen Jahren ist er manchmal nur zu nervös.“ Sven-Erik Nold (VfB Eimbeckhausen) wollte eigentlich in der Zweiten spielen, ist nun aber aus dem defensiven Mittelfeld kaum wegzudenken. „Zum Glück konnte ich ihn überreden“, so Bürst. Dominic Schröder (eigene A-Junioren) kam wegen eines Bänderrisses kaum zum Einsatz. Yasin Sahin (FC Springe II) wurde in den ersten beiden Spielen eingewechselt. Wegen eines Knorpelschadens im Knie hat er seine Karriere aber vorerst beendet.

Gute Erinnerungen hat Bürst vor allem an die Partie in Bad Pyrmont, „obwohl wir verloren haben. Aber wir haben Pyrmont spielerisch in die Enge getrieben“. Zufrieden war er auch mit dem 3:1 gegen Nienstädt, „weil wir kämpferisch alles in die Waagschale geworfen habe“.

Mit Grausen erinnert er sich an das 2:2 gegen Evesen, „das war kaum anzugucken“. Schlimmer war für ihn nur das 0:5 in Rinteln.

Das Lazarett ist nicht überfüllt, aber schon länger mit zwei wichtigen Spielern belegt. Benjamin Rathe ist fast die gesamte Hinrunde wegen einer Knöchelverletzung ausgefallen. Gegen Barsinghausen und FC Stadthagen spielte er – und ist nun wieder verletzt. Florian Siuts fällt mit einem Mittelfußbruch seit Anfang Oktober aus – und hat immer noch Schmerzen.

Gewinner der Hinrunde ist für Bürst Marius Westenfeld: „Er leistet spielerisch und kämpferisch enorm viel“, so der Coach, „und ist endlich mal fast verletzungsfrei.“

Prognose: Stadthagen und Holzminden sind vorne enteilt. Zwischen Rang drei und sieben ist für den FCE alles drin – es wird Platz sechs.

Neue Deister Zeitung, 03.01.2012

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