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An dieser Stelle vielen Dank an den Sportbuzzer Hannover.

Der vierte Streich: TSV Barsinghausen setzt sich auch beim Berggarten-Cup durch

Mit drei Mannschaften ist der FC Eldagsen bei seinem Berggarten-Cup ins Rennen gegangen: mit der Ersten, der Zweiten und den Allstars. Und Letztere waren beim Qualifikationsturnier für das SPORTBUZZER Masters die große Überraschung. Platz eins belegte mit dem TSV Barsinghausen indes ein alter Bekannter.

Die Kicker des TSV Barsinghausen haben einen ganz besonderen Trick, wie man Hallenturniere gewinnt. Der dürfte auch anderen Teams gefallen. Beim 12. Berggarten-Cup des FC Eldagsen in der Sporthalle an der Harmsmühlenstraße behielten die „Barsinghäuser Jungs“ dank eines 3:1-Finalerfolgs gegen den FC Springe ein weiteres Mal die Oberhand. Für die Gastgeber endete das Turnier hingegen mit einem Neunmeterschießen. Gegen das Überraschungsteam der sogenannten Allstars siegte der FC Eldagsen mit einem bescheidenen 1:0 Wirklich wichtig war das Finalspiel für die Teams aus Basche und Springe hinsichtlich ihrer Qualifikation für das SPORTBUZZER Masters 2020, präsentiert von TOTO - der Fußballwette von LOTTO Niedersachsen, nicht mehr. Beide Kontrahenten waren bereits vor dem Turnier in Springe qualifiziert und werden am kommenden Sonnabend, 18. Januar, in der Swiss-Life-Hall antreten.

Der TSV legt sich Gegner zurecht

Davon war jedoch im Endspiel nichts zu merken. Die Partie begann furios, da der FCS bereits in der ersten Spielminute zwei Mal am Pfosten scheiterte. Der TSV berappelte sich, doch als Marvin Wächter kurz darauf eine Unaufmerksamkeit nutzte, führte Springe verdientermaßen mit 1:0. Die routinierten Barsinghäuser blieben cool. Eine flinke Körpertäuschung Robert Justs genügte, und es stand 1:1. Einmal Pfosten für Basche und Latte für Springe später nutzte TSV Keeper Kevin Kitsch den Raum, zog ab und erhöhte für den Seriensieger auf 2:1. Jetzt drängte der FCS um seinen trickreichen Torjäger Ferhat Arslan auf den Ausgleich und nahm den Torhüter raus, doch dezimierte einen Zeitstrafe den Kreisligisten wieder. Der TSV legte sich den Gegner nun zurecht, Patrik Müller war zur Stelle und sorgte in der letzten Spielminute mit dem 3:1 für die Entscheidung. Das Geheimnis der dauererfolgreichen Barsinghäuser? „Wir haben eigentlich immer den gleichen Ablauf“, erklärte Routinier André Brockmann: Am Abend vorher gehen wir alle gemeinsam essen, anschließend feiern wir bis in den Morgen in der Sansibar am Steintor und dann geht’s auf den Platz.“ Alle Spieler seien einfach total heiß auf Hallenfußball, die Mannschaft super eingespielt, „und wir sind eben auch privat alle miteinander befreundet“, betont Brockmann. Stimmiges Konzept. Marius Meister vom unterlegenen FCS war nicht allzu niedergeschlagen ob der Niederlage. „Wir haben uns jetzt zwei Tage lang gequält. Da bin ich ganz froh, dass es vorbei ist“, sagte der 29-Jährige. Er schob aber hinterher: „Wir hätten allerdings fünf, sechs Dinger machen müssen. Dass wir dann verlieren, liegt daran, dass wir defensiv nicht gut gearbeitet haben.“

Springe avanciert zum Favoriten

Die Springer hatten am ersten Turniertag eine souveräne Leistung abgeliefert und blieb als einziges Team ohne Niederlage. Die einzigen Punktverluste gab es gegen den TSV Gestorf. Das Team aus der 1. Kreisklasse trotzte dem Kreisligisten ein 2:2 ab. Dafür siegte der FCS im prestigeträchtigen Springer Derby gegen den Landesligisten FC Eldagsen I knapp, der später als Tabellenzweiter der Vorrundengruppe A die Endrunde erreichte, mit 3:2. Der SC Völksen (1. Kreisklasse) mit neun Punkten erreichte ebenso die nächste Runde wie auch der Kreisligist TSV Nettelrede mit sechs Zählern. Der TSV Gestorf (1. Kreisklasse) schied als Tabellenfünfter aus, schlug sich aber wacker – im Gegensatz zum SC Alferde. Die Mannschaft aus der 3. Kreisklasse verkam zum Kanonenfutter, unterlag Eldagsen mit 0:7, den Springern sogar mit 2:10. In der Vorrundengruppe B machte erwartungsgemäß der TSV Barsinghausen das Rennen. Auf Rang zwei landete mit den Allstars, verdienten Ü32-Kickern des FCE, die Überraschungsmannschaft des Turniers – die auch die Barsinghäuser mit 1:6 deutlich in ihre Schranken wies und lediglich gegen den TSV Kirchdorf 0:1 verlor. Auf Platz 3 und 4 folgten die Kreisligisten SV Weetzen und Kirchdorf, die ebenfalls in der Endrunde landeten. Der SV Altenhagen wie auch der FC Eldagsen II (beide 1. Kreisklasse) durften nach dem ersten Tag die Taschen packen.

Die Senioren siegen weiter

Der Siegeslauf der Allstars ging auch am zweiten Tag weiter. Die Seniorentruppe um Keeper Patrick Bürst besiegte Kirchdorf (3:2) und Völksen (1:0) und spielte gegen den FCS 2:2. Die Springer mit ebenfalls sieben Punkten erreichten das Halbfinale als Gruppenersten aufgrund des um einen Treffer besseren Torverhältnisses. In Gruppe 2 reichte Basche ein 2:2 gegen die Gastgeber, weil sie Weetzen (6:0) wie Nettelrede (7:1) deutlich schlugen, um als bestes Team ins Halbfinale einzuziehen. Der FCE leistete mit sich mit einem 3:3 gegen Weetzen ein weiteres Remis und buchte als letztes Team einen Platz in den Semifinals. Mit den Partien Springe gegen Eldagsen und Barsinghausen gegen die All Stars kam es im Halbfinale also zu Neuauflagen der Vorrundenbegegnungen. Das Springer Derby entwickelte sich zu einem flotten Hin- und Her. Lucas Brüning schoss die Eldagser in Front, Springes Bjarne Wickert glich aus. Dann sorgte Ferhat Arslan für die Springer 2:1-Führung, und Eldagsens Sebastian Mende egalisierte per Direktabnahme. Im Neunmeterschießen leisteten die Gastgeber sich zwei Fehlschüsse, Springes Arslan hatte seine Nerven im Griff – Finale. Dem TSV Barsinghausen gelang die Revanche für die 1:6-Klatsche dank der Tore von Robin Abram und Robert Just. Diesmal hatten die Barsinghäuser die technisch starken und findigen Routinier deutlich besser im Griff und ließen sich auch trotz des Anschlusstreffers von Christian Marx den Halbfinalsieg nicht mehr nehmen.

Kannich gegen Willnich

Das Spiel um Platz drei war von vornherein als Neunmeterschießen angesetzt. So etwas muss nicht zwangsläufig torreich enden. Das Eldagsen-interne Shootout zwischen dem FCE und seinen Allstars bezeichnete der Hallensprecher nach fünf von sechs Schüssen als „FC Kannnich gegen Vorwärts Willnich“. Mit Recht: Weder bei den Allstars, noch auf der Eldagser Seite war ein Treffer zu bejubeln. Also musste Jan Flügge für die Entscheidung herhalten. Der Blondschopf behielt die Nerven und verwandelte zum 1:0-Sieg. Zum besten Spieler des Turnier wurde Robert Just vom TSV Barsinghausen ernannt. Als bester Keeper ließ sich Patrick Bürst von den All Stars feiern. Bester Torschütze mit elf Treffern wurde wieder einmal Ferhat Arslan. Der Torjäger vom FC Springe hat diesen Titel in der laufenden Hallensaison nach eigenen Angaben bereits zum vierten Mal erhalten. 

Lokalteil HAZ, 14.01.2020

Feinste Standards vom Bolzplatz auf dem Dorf

Bei ruhenden Bällen schlägt die Stunde von Jan Flügge beim Landesliga-Aufsteiger FC Eldagsen, der mit stattlichen 22 Punkten überwintert

Mit 28 Toren gehörte der FC Eldagsen im abgelaufenen Halbjahr nicht unbedingt zu den Torfabriken der Landesliga. Nur die Mannschaften auf den letzten drei Plätzen der Tabelle jubelten seltener als der Aufsteiger. Angreifer Lauri Schwitalla war mit sechs Treffern am zielsichersten für die Mannschaft von Trainer Holger Gehrmann. Auf Platz zwei des teaminternen Rankings befindet sich mit fünf Toren Jan Flügge, der Rechtsverteidiger des FCE. Verwunderlich? Nur auf den ersten Blick, denn der 23-Jährige ist an der Hindenburgallee der Mann für die ruhenden Bälle. Eckbälle, Freistöße, Elfmeter – Flügge trabt heran, versenkt die Bälle gleich selbst (wie bei jedem seiner fünf Tore: zwei Elfmeter, drei direkt verwandelte Freistöße) oder bringt sie zumindest gefährlich vor des Gegners Tor. So gefährlich, dass Hemmingens Ex-Trainer Semir Zan seine Spieler vor der Partie gegen die Eldagser sogar warnte, man solle bloß Freistöße am eigenen Sechzehnmeterraum vermeiden. Was nicht viel brachte, denn Flügge bereitete beim 3:1-Heimsieg zwei Tore von Sebastian Mende per Freistoß vor. „Aber man sollte das nicht nur auf Standards reduzieren“, sagt Flügge. „Gerade die erste Halbzeit gegen Hemmingen war eine der besten, die wir in dieser Saison gespielt haben.“

Gegen die Großen läuft es prächtig für die Gelb-Schwarzen

Überhaupt gelang es dem Aufsteiger gerade gegen die vermeintlichen Schwergewichte, wichtige Punkte für den Klassenerhalt einzuheimsen. Remis beim SV Bavenstedt, 1:0-Sieg beim designierten Aufsteiger SV Ramlingen/Ehlershausen – gegen die Großen läuft es prächtig für die Senfstädter. „Man geht da vielleicht anders in die Spiele, weil man nichts zu verlieren hat“, sagt Flügge. Dafür ließ das Team – wie bei den Niederlagen gegen die SpVgg Bad Pyrmont oder die TSV Burgdorf, die mit 0:6 besonders deftig ausfiel,– an anderer Stelle Punkte liegen, die der eine oder andere möglicherweise vorher schon insgeheim mit eingerechnet hatte.

„Wenn man uns vor der Saison gesagt hätte, dass wir im Winter 22 Punkte haben, dann hätten wir das sofort unterschrieben“, sagt der Fan des FC Schalke 04, der in Alvesrode aufwuchs und bis heute einer der gut 500 Einwohner des Örtchens östlich der Springer Kernstadt ist. „Doch die Liga ist sehr eng in diesem Jahr – es ist schwer zu sagen, wie viele Punkte man für den Klassenerhalt braucht.“ Als Zehnter gehören die Eldagser jedoch zumindest nicht zu den ersten Anwärtern auf den Gang in die Bezirksliga, was möglicherweise auch eine Folge des Abstiegs im Sommer 2018 ist. „Wir haben einige Erfahrung aus dem Jahr in der Bezirksliga gesammelt“, sagt Flügge, der im Vertriebsinnendienst sein Geld verdient. „Es ist nicht selbstverständlich, direkt so souverän wieder hochzugehen. Daraus haben wir definitiv einen Schub mitgenommen.“

Aber wie ist das denn jetzt eigentlich mit seiner Standardaffinität. Talent? Trainingsfleiß? „Ich komme vom Dorf“, sagt Flügge. „Da haben wir das schon auf dem Bolzplatz geübt.“ Außerdem würde er sich nach den Übungseinheiten auch heute noch gern mit Lucas Brünig und Sebastian Schierl, der mit ihm 2016 gemeinsam vom FC Springe nach Eldagsen wechselte, duellieren. „Jeder vier, fünf Bälle – und drauf“, sagt der Gelb-Schwarze. „Außerdem habe ich mir einiges von der Schusstechnik unseres Ex-Kapitäns André Gehrke abgeschaut.“

Die zweite sportliche Liebe heißt Tischtennis in Alvesrode

Wenn Flügge nicht auf dem Fußballplatz steht, zieht er mit seiner Tischtennismannschaft vom VfV Concordia Alvesrode in der 1. Bezirksklasse 6 durch die Lande. Sein Vater Helge ist Mannschaftsführer, Jan spielt an Position fünf. „Ich bin ein offensiver Tischtennisspieler“, sagt Jan Flügge. „Defensiv macht keinen Spaß.“ Eine amüsante Aussage für einen Rechtsverteidiger, auch wenn sie natürlich nur auf seinen Stil beim Tischtennis gemünzt ist. Und so defensiv ist Flügge ja selbst als Abwehrspieler auf dem Fußballfeld nicht. Spätestens beim nächsten Standard wird er auch wieder vor dem gegnerischen Tor auftauchen.

Lokalteil HAZ, 03.01.2020

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