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An dieser Stelle vielen Dank an den Sportbuzzer Hannover.

Leine Nachrichten
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Mit Hand und Fuß

„The Funtastic Twelve“: Marcel Bürst hütet als Spätberufener das Tor des Landesligisten FC Eldagsen

Manchmal steckt das Leben voller Kapriolen. Als sich in einer Jugendmannschaft des FC Eldagsen vor etlichen Jahren ein Positionswechsel vollzog, war die Geschichte damit offenbar noch nicht zu Ende geschrieben. „André Gehrke stand im Tor, und ich habe im Feld gespielt“, erzählt Marcel Bürst. Als Gehrke sich verletzte, half Bürst als letzter Mann aus. Und bei dieser Konstellation blieb es lange. Auch als Kapitän Gehrke im Sommer 2019 seine aktive Karriere – im Feld – beendete, war Bürst der Eldagser Stammkeeper. Doch wie so viele altgediente Ex-Spieler blieb auch Gehrke seinem Verein erhalten – und leitet seitdem als Torwarttrainer mit Bürst unter anderem auch den Mann an, der ihn einst im Kasten ablöste. Als Mitglied des Mannschaftsrats trägt Bürst mitunter die von Gehrke abgelegte Kapitänsbinde.

Bürsts Sprung in die erste Mannschaft der Gelb-Schwarzen war mitnichten eine normale Torwartrochade. Denn er folgte auf seinen eigenen Bruder. „Ich hatte keine Lust auf den Konkurrenzkampf mit Patti“, sagt Marcel Bürst. Sein älterer Bruder Patrick Bürst war vor Jahren beim FCE die Nummer eins; Marcel Bürst flog daher seinerzeit lieber zwischen den Pfosten der Reservemannschaft hin und her. „Doch als Patrick gesagt hat, dass er aufhört, habe ich mich entschieden, den Schritt doch noch einmal zu machen“, berichtet Marcel. In vergleichsweise fortgeschrittenem Fußballeralter hüpfte der heute 33-Jährige also vor sechseinhalb Jahren noch einmal in die Bezirks- und per Aufstieg sogar in die Landesliga. Bürst im Tor – das Ganze blieb also in der Familie. Das Trikot mit der Nummer 1 übernahm er von seinem direkten Verwandten indes nicht. Aus pragmatischen Gründen. „Patti ist kräftiger und 1,96 Meter groß“, berichtet der kleine Bruder. „Ich bin ja eher der Hering – und hatte keine Lust, mit einem Schlafanzug rumzulaufen.“

Also wählte er das – kleinere – Hemd mit der Nummer 12. Das ja in vielen Klubs symbolisch für die treuen Fans reserviert ist – und daher nicht vergeben wird. Doch das Attribut „treu“ passt auch auf den Salesmanager einer Hamelner Marketingfirma. In Eldagsen aufgewachsen, sind er und seine Partnerin bis heute zwei von etwa 3300 Einwohnern des Springer Ortsteils. Die Hochzeit mit Romina ist bereits geplant, Corona sorgt jedoch für Fragezeichen. „Aber wir hoffen, dass es im Juli klappt“, sagt Bürst.

Zu zweit – damit hat er ohnehin gute Erfahrungen gemacht. Mit seinem Arbeitskollegen Christopher Wiese betreibt er als Duo „The Funtastic Two“ in den sozialen Netzwerken einen Kanal mit kuriosen Videos und Fotos. „Christopher hat einen hohen Wiedererkennungswert und ist absolut prädestiniert dafür“, sagt Bürst. Knapp 6000 Abonnenten sehen das ähnlich.

Freiwillig bei 96 aufgehört

In der Jugend zog es den Ur-Eldagser, dessen zweiter Bruder Rafael ebenfalls lange (als Feldspieler!) an der Hindenburgallee seine Fußballschuhe schnürte, kurz in die Landeshauptstadt. Trainer Stefan Mertesacker hatte ihn in die D-Jugend von Hannover 96 gelotst. Doch so ganz glücklich wurde der ambitionierte Torhüter dort nicht. „Der Junge vom Dorf unter vielen Stadtkindern …“, erinnert sich Bürst. Auch fußballerisch betrat er eine neue Welt. „Als ich das erste Mal von meinen Kollegen angespielt wurde, habe ich den Ball in die Hand genommen, weil ich dachte, es wäre eine Spielpause“, sagt Bürst lachend, der mittlerweile nach eigener Aussage ein Verfechter davon ist, auch als Keeper am Spiel teilzunehmen.

Aus freien Stücken verließ Bürst Hannover 96 als C-Junior wieder. „Heute ärgert man sich manchmal darüber, dass man sich selbst eine Möglichkeit weggenommen hat“, sagt er. „Ich wüsste schon gern, wie weit es für mich gegangen wäre.“ Doch insgesamt ist die momentane Spielklasse in Ordnung. „Für mich ist Landesliga ein richtig gutes Niveau“, sagt er. „Und dass wir als FC Eldagsen so lange dort spielen, hätte früher wohl keiner gedacht.“

Nach dem freiwilligen Rückzug in Hannover legte Bürst, der beim TV Springe auch Tennis spielt, eine Fußballpause ein. Erst ein Intermezzo beim SC Völksen („Da habe ich die ersten Spiele im Feld gespielt“), dann ging es zurück zum Heimatklub. Und über die zweite Mannschaft bis ins Tor der Erstvertretung. Mit Trainer Holger Gehrmann – seit Sommer 2017 beim FCE – war es übrigens keine Liebe auf den ersten Blick. „Wir haben uns am Anfang gar nicht verstanden“, sagt Bürst. Doch Coach und Keeper rauften sich zusammen. „Mittlerweile lachen wir darüber“, berichtet Bürst, „telefonieren häufig und reden dann nicht nur über Fußball.“ Mehr noch: „Für mich ist es sehr wichtig, dass er bleibt“, sagt Bürst.

Es ist nicht der erste Kringel in Marcel Bürsts Fußballerlaufbahn. 

Lokalteil HAZ, 26.01.2021

Corona: Absage der Jahreshauptversammlung

im Rahmen der jüngsten Entwicklungen rund um die Corona-Pandemie und wegen der dadurch neu beschlossenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung hat das Vorstandsteam des FC Eldagsen von 1921 e.V. beschlossen, die für Februar 2021 geplante Jahreshauptversammlung abzusagen und auf einen bislang noch nicht bekannten Zeitpunkt zu verschieben.

Durch die sich in den vergangenen Wochen verschärfende Situation und die durch Bundes- und Landesregierung beschlossenen Maßnahmen ist eine Jahreshauptversammlung im geplanten Rahmen und trotz angedachter Schutzmaßnahmen aus unserer Sicht per Februar nicht möglich bzw. erlaubt.

Das Vorstandsteam hat bewusst auf die Möglichkeit einer Abhaltung der Jahreshauptversammlung in digitaler Form verzichtet, da hierdurch ggf. Mitglieder, welche nicht über die notwendigen technischen Maßnahmen verfügen, benachteiligt würden. Die Entscheidung zur Verschiebung erfolgt im Einklang mit dem Gesetz zur Abmilderung der Folgen der COVID-19-Pandemie. Zu einem Ersatztermin wird zu gegebenem Zeitpunkt fristgerecht gemäß Satzung über die bekannten Medien erneut eingeladen - aktuell gehen wir hier vom dritten Quartal 2021 aus.

Wir haben es uns im Vorstand nicht leichtgemacht – aber das Wohl unserer Mitgliederinnen und Mitglieder ist uns sehr wichtig.

Bleiben Sie gesund und zuversichtlich. Wir wünschen Ihnen alles Gute.

FC Eldagsen Intern, 20.01.2021

Erst einmal nur fürs Training: Stürmer Steve Goede kehrt zum FC Eldagsen zurück

Vor dreieinhalb Jahren hat Steve Goede den FC Eldagsen in Richtung TSV Pattensen verlassen, wechselte später nach Bavenstedt. Jetzt bahnt sich die Rückkehr des Stürmers an. "Wir haben vereinbart, dass er bei uns ins Training einsteigt", berichtet Teammanager Sebastian Westenfeld.

Mancherorts wurde der Transfer bereits als fix vermeldet. Ganz so weit sind sie beim FC Eldagsen zwar noch nicht, aber es sieht gut aus, dass Steve Goede sich dreieinhalb Jahre nach seinem Weggang künftig wieder häufiger an der Hindenburgallee wird blicken lassen. Wobei – so ganz fort war der Offensivakteur eigentlich ohnehin nie, auch wenn er, 2014 vom Lokalrivalen FC Springe gekommen, ab 2017 zunächst zwei Jahre lang für den TSV Pattensen kickte und seit 2019 beim SV Bavenstedt unter Vertrag stand.

„Steve war ja bei uns noch regelmäßiger Heimspielgast“, sagt FCE-Team­manager Sebastian Westenfeld. Und eines der Pläuschchen am Spielfeldrand hat der umtriebige Kaderplaner dann auch mal zu mehr genutzt als für die bloße Nachfrage nach dem werten Befinden. Denn nun kehrt Goede zu den Gelb-Schwarzen zurück. Zwar noch nicht so ganz, aber irgendwie doch für mehr als nur für ein paar schnöde Übungseinheiten. „Wir haben vereinbart, dass er bei uns ins Training einsteigt“, erklärt Westenfeld, „sofern es verletzungsbedingt wieder geht, und wir dann schauen, ob ein Transfer für beide Seiten Sinn macht.“

In der laufenden Saison – der SV Bavenstedt kickt wie die Eldagser in der Landesliga Süd – kam Goede noch nicht zum Einsatz. In der vergangenen Spielzeit hatte das bei neun Einsätzen mit vier Toren schon etwas anders ausgesehen. „Steve hat auf jeden Fall Bock und traut sich noch zu, auf Landesligalevel zu spielen“, sagt Westenfeld. „Es ist zwar kein Transfer für sofort, aber im Hinblick auf Corona ist das ja wahrscheinlich sowieso irrelevant. Und wir sind nicht so vermessen, ihn wegzuschicken.“

Also eher ein halber Transfer? Oder doch schon mehr als 50 Prozent? Westenfeld lacht – und antwortet vielsagend: „Er würde gern ein paar Buden zum Klassenerhalt beisteuern.“

Unvergessener Fünferpack

Der Name Steve Goede ruft im Verein eine Menge schöner Erinnerungen hervor. An legendäre Spiele, vor allem aber an viele Tore. Unvergessen beispielsweise sein Fünferpack im finalen Auftritt der Bezirksligaspielzeit 2014/2015 beim 6:3 gegen den TSV Eintracht Exten, durch den sich der mittlerweile 28-Jährige mit 33 Toren die Torjägerkanone sicherte. Kurz darauf folgte der Landesligaaufstieg über die Relegation.

In Lauri Schwitalla haben die Eldagser bereits einen Ausnahmeangreifer in ihren Reihen. Egal, ob Trainer Holger Gehrmann von seiner angestammten Einstürmertaktik abweicht und beide Goalgetter auf die Gegner loslässt oder aber fast ohne Qualitätsverlust wechseln kann: Schlechter wird Goede den FCE sicher nicht machen. Das zu behaupten, wäre in der Tat vermessen.

Lokalteil HAZ, 03.01.2021

FC Eldagsen von 1921 e.V. | info@fceldagsen.de