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Neue Deister Zeitung
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FCE konzentriert sich wieder auf Fussball

Bezirksliga-Meister akzeptiert Nicht-Zulassung zur Landesliga und verzichtet auf zivilrechtliche Schritte

Fußball (jab). Der FC Eldagsen hat den Aufstieg in die Landesliga zu den Akten gelegt. Der Meister der Bezirksliga 4 verzichtet darauf, zivilrechtliche Schritte gegen die Nicht-Zulassung zur höchsten Spielklasse des Bezirks einzulegen. Das gab der FCE gestern per Pressemitteilung bekannt.

Die Urteilsbegründung des Obersten Verbandssportgerichts (OVSG) als letzter Instanz, die dem Verein am Dienstag zugegangen war, hätte „eigentlich genug Anlass gegeben, den Schritt an die ordentliche Gerichtsbarkeit zu gehen“, heißt es in der Mitteilung. Dennoch wolle der Verein „auf eine weitere Bekämpfung der krass ungerechten und diskriminierenden Maßnahmen des Verbandes“ verzichten. FCE-Anwalt Uwe Barten hatte dem Verein geraten, weitere rechtliche Schritte zu ergreifen, „weil die Urteilsbegründung nicht überzeugend ist“. Der Strohhalm der Eldagsener war eine C-Juniorenmannschaft, die sie vor der Saison gemeldet hatten für eine vom Kreisjugendausschuss angebotene Staffel, in der allerdings nur D-Junioren spielen sollten. Die Staffel kam nie zustande, was dem FCE nicht anzulasten war. Das Bezirkssportgericht (BSG) hatte als erste Instanz argumentiert, dass eine reine D-Jugendmannschaft, die als C-Jugend gemeldet wird, nicht als C-Jugend im Sinne des Anhangs 3 der NFV-Spielordnung akzeptiert werden kann. Das Verbandssportgericht hatte es anders gesehen und war der Meinung, dass entscheidend sei, in welcher Altersklasse die Spieler gemeldet seien, nicht wie alt sie tatsächlich seien. Das OVSG bestätigte wiederum das BSG und argumentierte, der FCE hätte mit seinen neun eigenen C-Juniorenspielern, die in einer Jugendspielgemeinschaft (JSG) aktiv sind, und einigen D-Junioren, eine C-Jugend melden können, die den Regeln entspricht. „Dabei wird übersehen, dass der FCE gegenüber noch kleineren Vereinen ein Stück Entwicklungshilfe leistet“, sagt Barten. Anhang 3 der Spielordnung, der von Landesligisten mindestens eine eigene A-, B- oder C-Juniorenmannschaft fordert, solle dazu dienen, „die Jugend zu fördern. In dieser Auslegung fördert er aber die Zentralisation in der Jugendarbeit“.

Dennoch zieht der FCE nun einen Schlussstrich. „Wir wollen wieder Ruhe in den Verein bekommen und vor allem nicht den gesamten Fußballbetrieb außer Kraft setzen sowie unbeteiligte Vereine in Mitleidenschaft ziehen“, wird der FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld in der Pressemitteilung zitiert.

Neue Deister Zeitung, 30.07.2011

FC Eldagsen verzichtet auf zivilrechtliche Schritte

- FC Eldagsen entscheidet im Sinne des Sports -

Nachdem am Dienstag dem FC Eldagsen das schriftliche Urteil vom Obersten Verbandssportgericht zugestellt wurde, hat der Vorstand des FCE lange und intensiv abgewogen, zivilrechtliche Schritte gegen die Entscheidung des OVSG einzuleiten.
„Die erneute Enttäuschung über die oberflächliche schriftliche Begründung gibt eigentlich genug Anlass, den Schritt an die ordentliche Gerichtsbarkeit zu gehen“, begründet FCE-Vorsitzender Westenfeld.

Die junge Eldagser Mannschaft, die den sportlichen Erfolg in der vergangenen Saison errungen hat, wird durch diesen außersportlichen Prozess um den Aufstieg in die Landesliga gebracht. Die letzten Wochen im ständigen Abwarten und mit wechselnden Entscheidungen des Verbandes haben der Mannschaft und dem gesamten näheren Umfeld die Konzentration auf die Saison-Vorbereitung genommen. Weitere Unsicherheit erscheint allen Betroffenen nicht mehr zumutbar, sodass der Vorstand schweren Herzens beschlossen hat, auf eine weitere Bekämpfung der krass ungerechten und diskriminierenden Maßnahmen des Verbandes zu verzichten.

„Wir möchten mit diesem Schlussstrich nun schnellstmöglich wieder Ruhe in den Verein bekommen und vor allem nicht den gesamten Fußballbetrieb außer Kraft setzen sowie unbeteiligte Vereine in Mitleidenschaft ziehen“, äußert Westenfeld, der aber zuversichtlich auf seine Mannschaft schaut: „Wir sind überzeugt von unserer charakterstarken Truppe, sodass wir in der kommenden Saison eine „Jetzt erst recht“-Mentalität sehen werden.

FC Eldagsen - Presse, 29.07.2011

FCS behält im Elfmeterschießen kühlen Kopf

Gastgeber Springe schlägt Eldagsen in einem giftigen Stadtmeisterschafts-Finale / Altenhagen Dritter

Fußball. Gastgeber und Titelverteidiger FC Springe hat zum insgesamt vierten Mal die Springer Stadtmeisterschaft gewonnen. Der Jubel nach dem 5:2-Finalerfolg nach Elfmeterschießen gegen Erzrivale FC Eldagsen fiel allerdings verhalten aus – zu tief saß noch der Schock über die schwere Verletzung von Kapitän Julian Dettmer. Den dritten Platz sicherte sich der SV Altenhagen, der das entscheidende Elfmeterschießen gegen den TSV Gestorf mit 4:3 für sich entschied.

Beide Bezirksligisten traten ersatzgeschwächt zum Finale an. Bei den Springern fehlten etwa Dennis Offermann, Sönke Wyrwoll, Ruven Klimke sowie Daniel Müller. Und auch Pascal Lüdtke musste passen, nachdem er sich im Halbfinale gegen Gestorf am Oberschenkel verletzt hatte. Eldagsen trat ohne seine Doppelsechs Matthias Hüsam/Benjamin Rathe an, auch Benjamin Timmermann und Sebastian Westenfeld fehlten.

So entwickelte sich kein hochklassiges, aber kampfbetontes Finale. Die erste Chance hatte Eldagsens Marius Westenfeld, der den herausstürmenden Alexander Ernst 30 Meter vor dem Tor überlupfte (2.). Der FCS-Keeper rannte Westenfeld dabei um. Schiedsrichter Jihad Zreika (FCS) entschied aber nicht auf Notbremse – denn Tim Lösch und Christian Marx waren mitgelaufen, Lösch wurde aber kurz vor dem Tor noch von Steve Goede gestört.

Die Eldagsener forderten noch ein weiteres Mal Rot, als Goede gegen André Gehrke nachtrat (11.). Zreika ließ sie Karten aber stecken – wie auch kurz danach bei einem versuchten Nachschlagen von Marx gegen Ernst. Eine frühe Karte hätte das Spiel vielleicht beruhigt, so blieb es lange hektisch. Chancen gab es aber auch – vor allem für die Springer: So traf Sascha Buchholz den Pfosten (6.), Marlon Pickert scheiterte frei an Patrick Bürst (10.), Goede traf aus vollem Lauf volley die Latte (26.).

Nach der Pause beruhigte sich die Partie etwas. Marx brachte den FCE nach einem Fehler von Tim Dreyer in Führung (45.), doch Pickert glich fast postwendend aus (47.). Im Elfmeterschießen hatte Springe die besseren Nerven. FCS-Coach Franz Genschick war „insgesamt zufrieden. Was ich nicht verstehe, ist die Aggressivität von Eldagsen“. Sein Gegenüber Karsten Bürst interpretierte die Einstellung seiner Elf etwas anders: „Wir haben uns nicht den Schneid abkaufen lassen. Jeder hat geackert.“

Im Halbfinale hatten die Springer eine Halbzeit lang noch große Schwierigkeiten gegen den TSV Gestorf, der mit neun Spielern begann, die in der Vorsaison noch in der Kreisliga spielten. Mit etwas Glück hätte das Team aus der 1. Kreisklasse zur Pause führen können. Nach dem Seitenwechsel stellte Genschick jedoch um, beorderte etwa Paul Nieber von der Libero-Position in die Offensive – und nach dem Doppelschlag durch Lüdtke (37.) und Dreyer (42.) hatte Gestorf nicht mehr viel entgegenzusetzen. Im zweiten Halbfinale sorgte Eldagsen gegen Altenhagen durch Lösch (15.,24.) und Marx (25.) schnell für klare Verhältnisse. „Wir haben es souverän runtergespielt“, so Bürst. Altenhagen versuchte, mitzuspielen und hatte zwei gute Chancen durch Martin Ansorge, die jeweils Patrick Bürst vereitelte.

Neue Deister Zeitung, 25.07.2011

Völksen und Gestorf stehen im Halbfinale

Heute geht‘s in Springe um den Titel

Fußball (fie). Wie erwartet haben der TSV Gestorf und der SV Altenhagen die Gruppe C dominiert und verwiesen den SC Völksen und den SC Alferde bei der Springer Stadtmeisterschaft 2011 auf die letzten beiden Plätze.

Im ersten Spiel des gestrigen Abends behielten die Gestorfer allerdings nur mit viel Mühe gegen Völksen die Oberhand. Das 2:1 (1:1) sicherte den Gruppensieg. In der ausgeglichenen Partie brachte Marcel Winkler den SCV mit 1:0 in Front (24.). Doch der starke Tim Symolka egalisierte die Führung noch vor der Halbzeit (29.). In der zweiten Hälfte nutzen die Gestorfer ihre spielerische Überlegenheit und gingen durch Sven Mertens verdient in Führung. Somit feierten die Gestorfer im dritten Spiel den dritten Sieg.

Im abschließenden Vorrundenspiel bezwang der SV Altenhagen den SC Alferde mit 3:0 (1:0). Alferdes starker Keeper René Gebhardt verhinderte eine deutlichere Niederlage für das Team aus der 4. Kreisklasse. Die Altenhägener dominierten die Partie deutlich, doch Alferde hielt gut dagegen. So dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Sascha Meyer den Favoriten in Führung brachte. Als die Alferder Mitte der zweiten Hälfte auf den Ausgleich drängten, traf Johannes Baenisch mit einem Doppelschlag (44., 46.) tief ins Alferder Herz.

Am heutigen Sonnabend geht es an der Harmsmühlenstraße um den Titel. Gastgeber FC Springe trifft im ersten Halbfinale um 15 Uhr auf Gestorf. Um 16.15 Uhr spielt Altenhagen gegen den FC Eldagsen. Direkt im Anschluss tragen die Verlierer per Elfmeterschießen das kleine Finale aus. Das Endspiel wird um 18 Uhr angepfiffen.

Neue Deister Zeitung, 23.07.2011

Daniel Hake kann nicht nur Tore verhindern

Springer Stadtmeisterschaft: FCS-Keeper läuft gegen Bennigsen im Sturm auf – und trifft / Eldagsen schlägt Mittelrode 9:0

Fußball (jab). Keine Überraschung: Die Bezirksligisten FC Eldagsen und FC Springe haben bei der Springer Stadtmeisterschaft das Halbfinale erreicht. Gastgeber Springe besiegte den FC Bennigsen gestern mit 6:0 (4:0), Eldagsen feierte beim 9:0 (5:0) gegen den SV Mittelrode aus der 4. Kreisklasse ein weiteres Schützenfest.

Die Bennigser traten zur Hälfte mit Spielern aus der zweiten Mannschaft an. Die Gastgeber waren zwar ebenfalls ersatzgeschwächt, hatten aber keine Mühe mit dem Team aus der 1. Kreisklasse. Pascal Lüdtke (3.), Sascha Buchholz (15., 18.) und Julian Dettmer (25.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. Angesichts der Personalnot wechselte FCS-Trainer Franz Genschick nach dem Seitenwechsel Keeper Daniel Hake als Stürmer ein – und Hake machte prompt das 6:0 (46.). Zuvor hatte Philipp Strohecker das 5:0 erzielt (39.). Hake traf zudem noch den Pfosten (51.).

Auf Schadensbegrenzung war im anschließenden Spiel Mittelrode aus und baute sich mit neun Feldspielern am eigenen Strafraum auf. Die Eldagsener versuchten es allzu oft durch die Mitte und taten sich gegen den Abwehrriegel nicht leicht. Für den am Ende aber standesgemäßen Sieg sorgten Yasin Sahin (3., 55.), Christian Marx (23., 28., 30.), Sascha Hahnenberg (30.+1), Sebastian Westenfeld (38.) Tim Lösch (56.) und Matthias Hüsam (57.)

Am letzten Vorrundenspieltag stehen morgen folgende Partien auf dem Programm: Völksen – Gestorf (18 Uhr), Alferde – Altenhagen (19.15 Uhr).

Neue Deister Zeitung, 21.07.2011

"Fehler nicht durch einen anderen ausgleichen"

Fall FC Eldagsen: Winsmann verteidigt Revision / FCE-Vorstand wartet auf Urteilsbegründung

Fußball (jab). Für die Sportgerichtsbarkeit ist der Fall FC Eldagsen abgeschlossen. Das Oberste Verbandssportgericht des NFV hatte am Sonnabend in letzter Instanz verfügt, dass der Meister der Bezirksliga 4 wegen einer fehlenden eigenen A-, B- oder C-Jugend nicht aufsteigen darf (NDZ berichtete). Aber so wie sich die Mannschaft während der vergangenen Saison nach Rückschlägen immer wieder aufgerappelt hat, scheinen sich auch die Verantwortlichen durch das Urteil nicht endgültig geschlagen zu geben.

Der Vorstand um Karl-Heinz Westenfeld prüft nach wie vor die Möglichkeit, den Aufstieg auf zivilrechtlichem Weg zu erzwingen. Gestern berieten sich die Eldagsener erneut, diesmal mit Rechtsanwalt Uwe Barten. Eine Entscheidung wurde allerdings noch nicht getroffen. „Wir wollen erst die Urteilsbegründung abwarten“, sagt Westenfeld.

Als „Hauptschuldigen“ für das Aufstiegsverbot scheinen sich die Eldagsener auf August-Wilhelm Winsmann, den Vorsitzenden des NFV-Bezirks Hannover, eingeschossen zu haben. Der hatte nach dem Urteil des Verbandssportgerichts (VG), nach dem der FCE hätte aufsteigen dürfen, gegenüber der NDZ gesagt: „Ich gönne dem FC Eldagsen sportlich den Aufstieg in die Landesliga. Es wurde ein Fehler vom Kreisfußballverband Hannover-Land gemacht, der sehr bedauerlich ist.“ Dass der Bezirksvorstand danach dennoch gegen das VG-Urteil in Revision ging, schockte die Eldagsener, sie hatten Winsmann nach seiner Aussage offenbar auf ihrer Seite gewähnt.

Weil für D-Juniorenteams keine 11er-Mannschaften mehr vorgesehen sind, hatte der Kreis hatte den Vereinen vor der Saison eine Behelfs-C-Junioren-Staffel in Aussicht gestellt, in der aber ausschließlich D-Junioren des älteren Jahrgangs hätten spielen sollen. Dafür hatte Eldagsen gemeldet, die Staffel war aber nicht zustande gekommen.

Winsmann bekräftigt zwar noch einmal: „Ohne den Fehler des Kreises wäre das ganze Theater nicht entstanden.“ Für ihn wäre aber das Angebot der Behelfsstaffel „ein rechtswidriges Unterlaufen der Bestimmungen gewesen“. Deshalb hätte also der FCE die Bedingungen für die Landesliga-Zulassung nicht erfüllt. Die Schwarz-Gelben aufsteigen zu lassen wäre ein weiterer Fehler gewesen, „aber wir wollen einen Fehler nicht durch einen anderen Fehler ausgleichen“, so Winsmann.

„Solange die Bestimmungen so sind, wie sie sind, versuche ich, sie auch einzuhalten“, sagt Winsmann. Er gibt aber auch zu, dass er Zweifel hat, ob der umstrittene Anhang 3 zu Paragraf 18 der NFV-Spielordnung „bei der demografischen Entwicklung noch Sinn macht“. Er werde sich dafür einsetzen, „eine Änderung herbeizuführen“. Für den FCE käme diese Änderung allerdings zu spät.

Neue Deister Zeitung, 19.07.2011

Überraschung perfekt: Bison schlägt Bennigsen

Springer Stadtmeisterschaft: Außenseiter mit 4:1-Erfolg / Eldagsen feiert Schützenfest gegen überforderte Alvesroder

Fußball (nie/fie). Die Springer Stadtmeisterschaften haben ihre erste große Überraschung: Der SC Bison Calenberg fertigte gestern den drei Klassen höher angesiedelten FC Bennigsen mit 4:1 vom Platz. Tags zuvor hatte Eldagsen beim 15:0 gegen Alvesrode ein wahres Schützenfest gefeiert.

FC Eldagsen – Concordia Alvesrode 15:0 (9:0). Der Bezirksligist ließ den Concorden nicht den Hauch einer Chance. Vor der Pause sorgten Tim Lösch (3 Tore), Christian Marx (3), Sebastian Westenfeld (2) und Florian Siuts bereits für eine deutliche Führung. Bis auf wenige, eher verzweifelte Vorstöße über die Mittellinie gelang Alvesrode nichts Nennenswertes. Im zweiten Abschnitt sah es nicht anders aus. Für den deprimierten VfV-Keeper Veit Roschow stand nun Stürmer Björn Hengst zwischen den Pfosten – auch er konnte nicht verhindern, dass Lösch (3), Marcel Wendler, Westenfeld und Marx noch sechs Treffer nachlegten.

Neue Deister Zeitung, 18.07.2011

FCE der große Verlierer im "Possenspiel"

Eldagsens Aufstieg in letzter Instanz nun doch abgelehnt / Vorstand prüft zivilrechtliche Schritte

Fußball (jab). „Die Berufung vom 22. Juni gegen das Urteil des Bezirkssportgerichts wird unter Aufhebung des Urteils des Verbandssportgerichts zurückgewiesen.“ Was das Oberste Verbandssportgericht (OVG) des NFV in seinem Urteil vom Sonnabend in kompliziertem Juristendeutsch bekannt gab, hat für den FC Eldagsen eine ganz einfache, aber bittere Konsequenz: Der Meister der Bezirksliga 4 darf nun doch nicht aufsteigen, den Platz des FCE in der Landesliga nimmt Vizemeister HSC BW Tündern ein. Das Urteil ist endgültig, zumindest auf dem Weg der Sportgerichtsbarkeit gibt es keine weiteren Rechtsmittel mehr.

Wie schon der Bezirksspielausschuss und das Bezirkssportgericht sah das OVG um den Vorsitzenden Heinz Meyer (Osterholz-Scharmbeck) als dritte Instanz die Vorgaben des Anhangs 3, Paragraf 18, der Spielordnung des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) als nicht erfüllt an, weil der FCE in der vergangenen Saison mit keiner eigenen 11er-Mannschaft bei den A-, B- oder C-Junioren am Spielbetrieb teilnahm. „Für mich ist das ein Possenspiel –und zwar ein ganz schlechtes“, sagt der FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld, der gestern mit seinen Vorstandskollegen zusammensaß und über eventuelle weitere rechtliche Schritte vor einem Zivilgericht beriet.

„Ich bin ein bisschen irritiert“, sagt Westenfeld. „Die Begründung des Verbandssportgerichts-Urteils fiel deutlich für Eldagsen aus. Und Herr Winsmann hat ja auch zum Ausdruck gebracht, dass der Kreis Hannover-Land einen Fehler gemacht hat und nicht der FCE.“

Die Eldagsener hatten vor der Saison eine eigene C-Jugend gemeldet – für eine Behelfsstaffel, die der Kreis angeboten hatte und in der nur D-Junioren des älteren Jahrgangs spielen sollten. Die Staffel kam nicht zustande. Das Verbandssportgericht hatte durch die Meldung der Mannschaft die Bedingungen des Anhangs 3 aber als erfüllt angesehen, doch dagegen hatte der Vorstand des NFV-Bezirk Hannover um den Vorsitzenden August-Wilhelm Winsmann Revision eingelegt – mit Erfolg. Wie Westenfeld berichtet, habe Meyer ihm erklärt, dass das OVG den Fehler beim FCE und nicht beim Verband sehe. Die genaue Urteilsbegründung hat das Gericht noch nicht verschickt.

„Es ist doch ein Witz. Das eine Gericht sagt ja, das andere nein“, sagt Eldagsens Trainer Karsten Bürst, der nicht verstehen kann, „dass man sich im Verband nicht einig ist“. Auf Bürst kommt jetzt einiges an psychologischer Aufbauarbeit zu. „Die Jungs waren ganz schön deprimiert, als sie von dem Urteil erfahren haben“, sagt er. „Sie hatten sich auf die Landesliga gefreut.“ Darauf muss der FCE nun noch eine Weile warten. „Wir wissen, dass es eine ganz schwere Saison in der Bezirksliga wird“, sagt Bürst. „Wir wollen zeigen, dass es keine Eintagsfliege war.“ Die erneute Meisterschaft ruft er nicht als Saisonziel auf: „Wir wollen uns weiter in der Spitzengruppe etablieren – dazu zähle ich die Plätze eins bis sieben.“

Neue Deister Zeitung, 18.07.2011

FCE macht's wie Braunschweig

Meister Eldagsen in der Bezirksliga 4 auch Fairness-Sieger

Fußball (jab). Was haben Eintracht Braunschweig und der FC Eldagsen gemeinsam? Beide Teams waren in ihrer jeweiligen Liga nicht nur sportlich top, sondern lagen auch in der Fairnesstabelle an der Spitze. Das geht aus der Fairnesswertung hervor, die der NFV jetzt veröffentlicht hat.

Um das Ranking der 1066 niedersächsischen Teams von der Bundesliga bis zu den Kreisligen zu erstellen, haben die Staffelleiter 15998 Spiele ausgewertet. Insgesamt zählten sie 67928 gelbe, 3779 gelb-rote und 2121 rote Karten sowie 203 Unsportlichkeiten beziehungsweise Nichtantreten von Mannschaften.

Für eine gelbe Karte gab es einen Strafpunkt, für Gelb-Rot drei und für Rot fünf Zähler. Zudem schlugen Sportgerichtsurteile und das Nichtantreten mit zehn Punkten zu Buche. Die Summe der Strafpunkte geteilt durch die Anzahl der Saisonspiele weist den jeweiligen Quotienten eines Teams aus.

Eldagsen kam als fairstes Team der Region mit 46 gelben und einer roten Karte in 30 Spielen auf einen Quotienten von 1,7 und damit landesweit auf Platz 54. Zum Vergleich: Sieger SV Heiligenfelde (Kreisliga Diepholz) kam mit 29 gelben Karten auf einen Wert von 0,97. Genclerbirligi Achim (Kreisliga Verden) dagegen kassierte in 26 Spielen 63-mal Gelb, 8-mal Gelb-Rot, 14-mal Rot und drei Sportgerichtsurteile – und ist mit einem Wert von 7,19 abgeschlagenes Schlusslicht.

Der Durchschnittsquotient der bewerteten Teams liegt bei 2,9. Von den heimischen Teams liegt außer Eldagsen nur der VfB Eimbeckhausen (57-mal Gelb, 7-mal Gelb-Rot, 2,6) als 403. darunter. Der FC Springe landete mit 3,37 (79-mal Gelb, 4-mal Gelb-Rot, 2-mal Rot) auf Rang 792, der TSV Nettelrede mit 3,97 (80-mal Gelb, 8-mal Gelb-Rot, 3-mal Rot) auf Platz 956.

Neue Deister Zeitung, 14.07.2011

Verheißungsvolle erste Tests von FCS und FCE

Springe und Eldagsen mit hohen Siegen gegen Kreisligisten / Marx trifft doppelt bei Debüt in Schwarz-Gelb

Fußball (jab). Standesgemäße Siege gegen Kreisligisten gab es für den FC Springe und den FC Eldagsen in den ersten Testspielen zur Vorbereitung auf die neue Saison: Bezirksligist FCS schlug WTW Wallensen daheim mit 7:0 (1:0). Landesligist Eldagsen gewann 5:1 (2:1) bei den SF Landringhausen.

Bei den Eldagsenern schlugen die Neuen gut ein. Christian Marx (Nordstemmen) erzielte in Landringhausen gleich zwei Tore, Yannick Gronau (A-Junioren Gestorf) überzeugte auf verschiedenen Positionen im Mittelfeld. „Nach vorne ist der Ball richtig gut gelaufen“, so FCE-Coach Karsten Bürst zufrieden. In der Abwehr waren die Eldagsener zunächst anfällig, dreimal liefen Landringhausener Stürmer in den ersten zehn Minuten alleine auf das Tor von Patrick Bürst zu –ohne Erfolg. Das 0:1 durch Marx glichen die Gastgeber postwendend aus, doch erneut Marx sowie Marius (2) und Sebastian Westenfeld sorgten für einen klaren Sieg der Eldagsener, bei denen mit André Gehrke, Benjamin Rathe, Adrian Gottschalk und Marcel Wendler vier Stammkräfte fehlten. Der Rest der Mannschaft hatte am Abend zuvor den Sieg beim vereinsinternen „Hatschi-Cup“ gefeiert. „Aber das haben sie schön rausgelaufen“, so Bürst. „Alle haben sich voll reingehängt.“

Neue Deister Zeitung, 11.07.2011

EILMELDUNG: FC Eldagsen darf aufsteigen

Eldagsen (ric). Der FC Eldagsen hat sich den Weg in die Landesliga erkämpft - und zwar nach der erfolgreichen Saison auf dem Platz heute beim Gericht des Niedersächsischen Fußball-Verbands. Der Meister der Staffel 4 in der Bezirksliga war in erster Instanz mit seiner Klage gescheitert. Die Eldagser hatten Einspruch eingelegt. Gestritten wurde über Bedingungen zur Nachwuchsarbeit. Vorsitzender Karl-Heinz Westenfeld zeigte sich erleichtert: „Es wurde im Sinne des Sports entschieden.“

Neue Deister Zeitung, 01.07.2011

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