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An dieser Stelle vielen Dank an den Sportbuzzer Hannover.

Leine Nachrichten
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t├Ąglich in der HAZ und NP

Abwehrchef Andre Gehrke muss ins Tor - und wird zum Elfmeter-Helden

Landesligist FC Eldagsen setzt sich im Bezirkspokal glücklich beim TSV Barsinghausen durch

Warum wir nach einer richtig guten ersten halben Stunde dermaßen den Faden verloren haben, darauf habe ich noch keine wirkliche Antwort“, gab Holger Gehrmann nach dem Pokal-Fight beim TSV Barsinghausen ehrlich zu. Doch zum Glück habe es ja letztlich gereicht, sagte der Coach des Fußball-Landesligisten FC Eldagsen nach dem 5:4-Erfolg nach Elfmeterschießen. Held des Spiels war Abwehrchef André Gehrke, der nach einer roten Karte von Keeper Stefan Mühlenbruch (80.) ins Tor musste und mit zwei gehaltenen Elfmetern zum Matchwinner avancierte.

Die Eldagser waren zunächst klar Chef im Ring, kontrollierten die Partie, hatten viel mehr Ballbesitz und gingen durch Sebastian Schierl verdient in Führung (26.). „Einen Treffer mehr hätten wir sogar machen müssen“, so Gehrmann. Doch dann habe sich seine Mannschaft völlig aus dem Konzept bringen lassen. „Wir haben uns von der Hektik anstecken lassen, auch von dem, was verbal so abging.“

Plötzlich fehlte der Zugriff, es habe viel zu viele Fehlpässe und Ballverluste gegeben. „Es war auf einmal ein total unruhiges Spiel, in dem wir Probleme mit der Ordnung und Struktur hatten.“ Die Hausherren kamen nun mächtig auf, hatten mehr Spielanteile und erspielten sich auch drei, vier gute Chancen. „Wir sind der Musik hinterhergelaufen“, so Gehrmann.

Alexander Wissel gelang der verdiente Ausgleich (63.). „Wir hätten sogar in Rückstand geraten können“, konstatierte der FC-Trainer freimütig. Als Keeper Mühlenbruch dann für ein Handspiel außerhalb des Strafraums Rot sah (80.), drohte das endgültige Aus. „Es war ein Kampf auf Biegen und Brechen. Aber in Unterzahl hatten plötzlich auch wir durch José Perez und Rune Flohr noch zwei dicke Chancen zum 2:1.“

Beim Elfmeterschießen hatten dann die Landesliga-Kicker das bessere Ende für sich – respektive sie konnten sich auf ihren Aushilfskeeper verlassen: Für die Eldagser machten Jan Flügge, Frederik Reygers, Gehrke und Flohr als Schützen einen erstklassigen Job – Routinier Gehrke besorgte als Torwart mit zwei parierten Penaltys den Rest.

Sportbuzzer, 30.07.2017

Schon wieder Barsinghausen

Man kennt sich nicht zuletzt von zahlreichen Duellen unter dem Hallendach. Und erst kürzlich, vor rund zwei Wochen beim Baumgarten-Cup, haben sich der FC Eldagsen und der TSV Barsinghausen zuletzt gegenübergestanden. Der Landesligist behielt mit 2:0 die Oberhand, hat aber laut Einschätzung des neuen Trainers, Holger Gehrmann, dabei nicht seine allerbeste Leistung gezeigt.

Morgen um 15 Uhr kommt es zum nächsten Aufeinandertreffen – diesmal in Barsinghausen. Elias Engelhardt und Abas Jaber, die Torschützen aus besagtem Testkick, werden diesmal nicht für Gefahr vor dem gegnerischen Kasten sorgen können. Beide befinden sich im Urlaub und können nur aus der Ferne die Daumen drücken für das „Testspiel mit Pflichtspielcharakter“, wie Gehrmann die Partie schmunzelnd bezeichnet.

Auch auf einige andere Akteure wird der Coach verzichten müssen. Dennoch: „Alle elf Spieler der Startformation haben den Anspruch, auch am 12. August anzufangen“, sagt er. Dann kämpfen die Senfstädter gegen den 1. FC Germania Egestorf/Langreder II um Punkte. Und das ist die für Gehrmann deutlich wichtigere Partie. „Aber immer, wenn wir uns irgendwo treffen, um Fußball zu spielen, dann möchte ich das Spiel natürlich auch gewinnen“, sagt er.  

Leine-Nachrichten, 29.07.2017 

FC Eldagsen gewinnt den Baumgarten-Cup und hat "noch reichlich Luft nach oben"

Drei Spiele, drei Siege: Holger Gehrmann ist mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, hat aber noch einiges vor mit dem FC Eldagsen

Holger Gehrmann wirkte nach dem 4:2-Erfolg gegen den Landesliga-Neuling 1. FC Germania Egestorf/Langreder II und dem Sieg beim Baumgarten-Cup zufrieden. „Wir haben uns am Anfang ein bisschen schwer getan, sind dann bis zur Pause aber besser ins Spiel gekommen“, sagte der Coach des FC Eldagsen.„Nach der Pause waren wir dann absolut tonangebend und haben verdient gewonnen.“ Sein Fazit: „Das war noch nicht gut, aber ordentlich.“

Weg von den langen Bällen

Zunächst hatten die Gastgeber Probleme. Gehrmann glaubt auch, den Grund zu kennen: „Ich will weg davon, dass es heißt: Die Eldagser können nur lange Bälle – und die wollen auch nur lange Bälle.“ Ergo hätten seine Schützlinge derzeit den Auftrag, von Beginn an zu versuchen, Fußball zu spielen.

„Und dann ruppelt es auch schon mal, das ist völlig normal“, betont der FC-Coach. Das hätten die Germanen in der Startphase ausgenutzt. Der Führungstreffer durch einen Elfmeter von Bastian Hattendorf sei auch verdient gewesen (10.). „Die hatten schon ihre Chancen“, gab Gehrmann zu. Doch nach und nach habe sein Team besser ins Spiel gefunden. Der Ausgleichstreffer durch Abas Jaber (20.) sei da natürlich hilfreich gewesen.

Eldagsen verpasst die Vorentscheidung

Mit dem Verlauf der zweiten 45 Minuten war der neue Eldagser Trainer dann absolut einverstanden. „Wir hatten mehr Ruhe im Spiel, waren frischer und hatten die besseren Chancen.“ Tilman Gust (53.) und Timon Scharmann (72) schossen die Hausherren mit 3:1 in Führung.

Der FC wirkte cleverer und robuster, spielte zudem seine Erfahrung aus. „Zwar hatten auch die Egestorfer noch zwei, drei Möglichkeiten, aber wir hatten die klareren“, so Gehrmann. Hinten raus hätte es seine Mannschaft bei zwei Eins-gegen-Eins-Situationen früher entscheiden können. „In der Liga müssen wir solche Dinger nutzen“, so Gehrmann.

Als die Germanen in der 83. Minute ihren zweiten Elfmeter zugesprochen bekamen, und Hattendorf den Strafstoß im Nachschuss verwandelte, wurde es noch mal eng. Jan Flügge band dann in der Schlussminute mit seinem Treffer zum 4:2 den Sack endgültig zu.

Noch reichlich Luft nach oben

Nach dem 4:2 gegen den FC Springe und dem 2:0 gegen den TSV Barsinghausen bescherte der Erfolg gegen die Germanen-Reserve dem FCE den Sieg bei seinem eigenen Turnier. „Wir haben insgesamt zu recht gewonnen, hatten aber vor allem in den ersten Halbzeiten gegen Springe und Barsinghausen Schwierigkeiten“, bilanzierte der FCE-Trainer. „Es macht Riesenspaß mit den Jungs, und sie ziehen super mit“, lobte Gehrmann, „aber es ist noch reichlich Luft nach oben.“ 

Sportbuzzer, 16.07.2017

Baumgarten-Cup: Springe verschläft gegen Eldagsen die zweite Hälfte

In der Partie zwischen dem FC Eldagsen und dem FC Springe sehen die Zuschauer zwei grundverschiedene Halbzeiten

Mit einem Derbysieg ist der FC Eldagsen in den Wettbewerb auf Bezirksebene des eigenen Baumgarten-Cups gestartet – so weit, so gut. Beim 4:2 (1:2) gegen den FC Springe mussten sich die Platzherren allerdings gewaltig strecken, um die drei Punkte an der Hindenburgallee zu behalten.

Bereits nach 25 Sekunden ließ Igor Jurcevic einen ersten Warnschuss der Gäste los, Marcel Bürst musste alles aufbieten, um den Ball über die Latte zu lenken. Dass Jan Flügge den gastgebenden Landesligisten vom Punkt aus in Führung brachte (3.), nachdem Springes Torhüter Jonathan Reuther Rune Flohr am Fünfmeterraum festgehalten hatte, entsprach in keinster Weise dem Spielverlauf in der ersten Halbzeit.

Springe dominiert die erste Hälfte

Es spielte nur eine Mannschaft – und das war der FC Springe, angetrieben vom überragenden Jurcevic. Nachdem Pedro Díaz García erst an Bürst (9.) und dann aus spitzem Winkel am linken Pfosten gescheitert war (16.), staubte Luca Köneke kurz darauf zum hochverdienten Ausgleich ab (17.). Jurcevic, freigespielt von Köneke, legte nach (28.).

„Das war wirklich gut, was Springe in der ersten Halbzeit gezeigt hat”, konstatierte Eldagens Trainer Holger Gehrmann. „Aber auch wenn du Druck kriegst, musst du Lösungen finden. Wir sind da überhaupt nicht an unsere Grenzen gegangen.”

Eldagsen dreht auf

Das änderte sich abrupt mit dem Seitenwechsel. Der quirlige Tilman Gust erzielte den Ausgleich, weil er nach seinem Heber an die Latte nachsetze, während Reuther dem Ball zunächst nur hinterhersah (51.). Kurz darauf brachte Frederik Reygers die Eldagser per Handelfmeter in Führung, nachdem Köneke einen Schuss von Tolga Nemnezi in Torwartmanier abgewehrt hatte (59.). Mit einem weiteren Heber machte Gust den Sack zu (68.), spätestens mit Gelb-Rot für Köneke war die Partie entschieden (74.).

„Da haben wir uns ein bisschen hängen lassen“, kritisierte Springes Coach Ricardo Díaz García. „Die Art und Weise hat mir gar nicht gefallen, daran müssen wir arbeiten. Wir haben aber auch durchgetauscht.“ Die erste Halbzeit habe ihm freilich sehr gut gefallen, „die zweite streichen wir mal.“ Das enorme Tempo aus dem ersten Abschnitt sei auch länger durchzuhalten, „das klappt, das haben wir ge-gen den OSV schon geschafft“, betonte Díaz García.

Trainerkollege Gehrmann zeigte sich mit der Leistungssteigerung seiner Mannschaft zufrieden. „In der zweiten Halbzeit war bei uns mehr Stimmung auf dem Platz, da haben wir es besser gemacht”, sagte Eldagsens Coach. „Letztlich war das aber ein Sieg, der uns in die Schranken weist und Aufschluss darüber gibt, was wir dringend verbessern müssen.” Am besten schon am Donnerstag um 19.15 Uhr gegen den TSV Barsinghausen, den Dauerrivalen aus der Zeit unterm Hallendach. Denn die Landesliga verzeihe einem eine solche Halbzeit nicht.

Sportbuzzer, 11.07.2017

"Deister-Derby"als perfekter Baumgarten-Cup-Einstieg für den TSV Barsinghausen

Tore satt zum Start des Baumgarten-Cups. Der TSV Barsinghausen trennte sich im "Deister-Derby" vom 1. FC Germania Egestorf/Langreder II 4:3. Egestorf-Coach Michael Jarzombek sprach davon, dass sein Team alles falsch gemacht hätte, was man falsch machen konnte. 

Mit dem Start in den Baumgarten-Cup darf man sich aufseiten des TSV Barsinghausen sehr zufrieden zeigen. Denn der Fußball-Bezirksligist gewann das Derby gegen den Landesliga-Neuling 1. FC Germania Egestorf/Langreder II mit 4:3. „Wir haben gut dagegen gehalten, taktisch clever agiert und waren auch spielerisch nicht schlechter“, resümierte TSV-Abwehrchef Marcel Dunsing. „Der Ball lief gut.“

Germanen-Coach Michael Jarzombek wirkte weniger erfreut: „Unser Defensivverhalten war schlecht und die Einstellung nicht die beste.“ Auch wenn seine Mannschaft aufgrund der Zahl an Chancen hätte gewinnen müssen, empfand er die Niederlage als gerecht: „Die Barsinghäuser waren couragierter, griffiger und haben alles abgerufen.“ Optisch hatten die Egestorfer nahezu die gesamte Zeit mehr vom Spiel. „Aber das war ja bei der Konstellation auch nicht anders zu erwarten.“ Allerdings hätten es seine Schützlinge am nötigen Biss fehlen lassen: „Wir haben die Zweikämpfe nicht angenommen, und gefühlt hat der Gegner alle wichtigen Situationen für sich entschieden.“ Dennoch habe seine Mannschaft in der ersten halben Stunde viermal allein vor dem TSV-Tor gestanden, „wir haben die Pille aber nicht ins Tor gekriegt“, ärgerte sich Jarzombek. ​

4:4 "wäre auch nicht verdient gewesen"

Anders die Barsinghäuser: Nachdem sie zunächst zwei gute Möglichkeiten nicht im Ziel hatten unterbringen können, sorgten Jan-Lauritz Größ (41.) mit einem abgefälschten Schuss und André Brockmann per Kopf im Anschluss an eine Standardsituation (44.) für die 2:0-Führung. „Das kam uns natürlich entgegen“, so Dunsing. Der TSV verteidigte konsequent und lauerte auf Konter. Alexander Wissel erhöhte in der 60. Minute per Elfmeter (Lautaro Ulloa Ferreira war gefoult worden) auf 3:0. Kurz darauf verkürzte Jonas Hecking (64.), doch Dennis Mehrkens stellte mit einer schönen Einzelleistung den Drei-Tore-Abstand wieder her (77.). „Wir haben die ganze Zeit mit offenem Visier gespielt“, monierte der Egestorfer Trainer. „Und die Barsinghäuser waren brutal effizient.“

In der Schlussphase schossen Rouven Bräunig (83.) und Bastian Hattendorf (86.) die Germanen dann doch noch auf 3:4 heran. „Und fast wäre uns in der Schlussminute sogar noch der Ausgleich gelungen. Aber da wir heute alles, was man falsch machen kann, falsch gemacht haben, wäre das 4:4 auch nicht verdient gewesen“, konstatierte Jarzombek freimütig. Bei aller Freude über einen ansehnliche Leistung blieb TSV-Routinier Dunsing realistisch: „Es ist Vorbereitung, und beide Seiten haben sehr viel gewechselt und probiert. Aber natürlich ist es schön, ein Derby zu gewinnen.“ Am Donnerstag ab 19.15 Uhr wollen die Barsinghäuser beim Baumgarten-Cup mit den Gastgeber FC Eldagsen nun den nächsten Landesligisten ärgern.

Trainer droht mit Extra-Training

Und Jarzombek gewann dem Ganzen zumindest etwas Positives ab: „Alle hatten die Auflage, mindestens zehn Kilometer zu laufen. Und das haben sie auf und neben dem Platz heute auch getan.“ Für die ausstehenden zwei Partien am Freitag, 14. Juli, ab 19.15 Uhr gegen den FC Springe und danach noch gegen den FC Eldagsen fordert der Coach jetzt mindestens vier Punkte: „Sonst gibt es einen zusätzlichen Trainingstag.“ 

Sportbuzzer, 11.07.2017

Baumgarten-Cup: Routine gibt es beim FC Eldagsen nur Abseits des Platzes

Zwei Neulinge und ein großes Fragezeichen: Bei der fünften Auflage des Baumgarten-Cups setzt der neue Trainer des FC Eldagsen auf Überraschungen. "Es geht für alle wieder bei null los".

In Sachen Organisation hat die 5. Auflage des Baumgarten-Cups die handelnden Personen beim FC Eldagsen nicht vor eine Herausforderung gestellt. „Da ist wie bei unserem Hallenturnier schon eine gewisse Routine drin“, bestätigt Christian Marx, Co-Trainer beim Landesligisten. „Jeder weiß genau, was er zu tun und zu lassen hat.“

Im Frühjahr fiel die Entscheidung, das Sommerturnier abermals auszurichten, gegen Ende der Saison wurden die Teams eingeladen – und an diesem Montag geht es los. Wie gewohnt, sind es beim Baumgarten-Cup wieder zwei Turniere in einem: Vier Mannschaften kämpfen um den Sieg beim Wettbewerb auf Bezirksebene (2x45 Minuten), ebenso viele Teilnehmer messen sich im Modus jeder gegen jeden auf Kreisebene (2x30 Minuten). Pro Tag finden an der Hindenburgallee zwei Spiele statt, am Mittwoch ist Pause, am Sonnabend sind noch einmal alle Mannschaften im Einsatz.

Neustart unter Trainer Gehrmann

Mit dem SV Northen-Lenthe und dem TSV Schulenburg gibt es beim Turnier auf Kreisebene gleich zwei neue Teilnehmer. Los geht es allerdings mit der Partie zwischen dem FC Eldagsen II und dem SC Völksen, die beide via Relegation den Sprung in die höhere Klasse geschafft haben und deshalb im sportlichen Alltag nicht aufeinandertreffen.

Am Montag um 18 Uhr messen sich die Aufsteiger. Spannender als die Organisation dürfte die jeweilige Aufstellung der Landesliga-Vertretung des FC sein. Der neue Trainer Holger Gehrmann „guckt mit völlig neutralen Augen auf die Spieler, für alle geht es wieder bei null los“, verrät Marx. Dass einer mal auf einer ungewohnten Position aufläuft, käme nicht überraschend. „Niemand kann sich seiner Sache sicher sein“, sagt der Co-Trainer. „Die neuen Jungs machen aber alle einen guten Eindruck.“

Der Spielplan beim 5. Baumgarten-Cup

Montag, 18:00  Uhr: FC Eldagsen II – SC Völksen; 19:15  Uhr: TSV Barsinghausen – 1. FC Germ. Egestorf/Langreder II

Dienstag, 18:00  Uhr: TSV Schulenburg – SV Nor­then-Lenthe; 19:15 Uhr: FC Eldagsen – FC Springe

Donnerstag, 18:00  Uhr: SV Northen-Lenthe – SC Völksen; 19:15 Uhr: FC Eldagsen – TSV Barsinghausen

Freitag, 18:00  Uhr: FC Eldagsen II – TSV Schulenburg; 19:15 Uhr: 1. FC Germ. Egestorf/Langreder II – FC Springe

Sonnabend, 14:00 Uhr: SV Northen-Lenthe – FC Eldagsen II; 15:30  Uhr: SC Völksen – TSV Schulenburg; 17:00  Uhr: FC Springe – TSV Barsinghausen; 19:00  Uhr: 1. FC Germ. Egestorf/Langreder II – FC Eldagsen 

Leine-Nachrichten, 10.07.2017

Fleißig wie die Bienen

FC Eldagsen leistet bei Blitzturnier Schwerstarbeit in der Defensive / Bemerkenswerte Resultate

Rund 350 Zuschauer, 260 verkaufte Lose bei der kleinen, aber feinen Trikottombola, nur 0:2 gegen Drittligist Werder Bremen II verloren und ein 1:1 gegen den Oberligisten 1. FC Wunstorf erkämpft – die nackten Zahlen haben für den FC Eldagsen beim eigenen Blitzturnier (Spielzeit 1x45 Minuten) gestimmt, daran besteht kein Zweifel. „Das war eine absolut gelungene Veranstaltung. Beide Mannschaften haben gesagt, dass sie wieder zu uns kommen würden”, freute sich Organisator Sebastian Westenfeld.

Für Eldagsens neuen Trainer Holger Gehrmann stand bei seiner Premiere an der Seitenlinie freilich der sportliche Aspekt im Vordergrund – und die Leistung der Gelb-Schwarzen hatte gleichsam gestimmt. „Die Jungs haben ein gutes Bild abgegeben, sie sind fleißig gewesen, haben die Räume eng gemacht”, lobte der neue Coach, übrigens ein Werder- Fan. Dass seine Mannschaft zumeist vor allem defensiv beschäftigt gewesen ist, war nicht anders zu erwarten. Der Druck der höherklassigen Gegner sei groß gewesen, aber man habe ihnen das Leben – sehr tief stehend – schwergemacht. „Da konnte ich viele Erkenntnisse gewinnen”, resümierte Gehrmann, ohne dabei das Gesehene nach gerade einmal zwei Einheiten in der Vorbereitung zu hoch hängen zu wollen. Eine definierte Menge an Gegentoren als Zielvorgabe, die „hat es nicht gegeben”, ergänzte Eldagsens Co-Trainer Christian Marx.

Dank Einsatz, Bürst und etwas Glück steht lange Zeit die Null

In der ersten Partie des Abends hielten die Eldagser gegen Werders U 23 überraschend lange die Null. Die Grün-Weißen um Levent Aycicek, Marc Pfitzner und Rafael Kazior, die bereits in der 1. oder 2. Bundesliga ihre Einsätze hatten, dominierten, ließen es mitunter jedoch an Zielstrebigkeit missen. Der auffällige Idrissa Touré etwa legte noch einmal quer, nachdem er Marcel Bürst bereits umkurvt hatte, doch einen Nebenmann fand er nicht (5.). Die Eldagser stellten der spielerischen Klasse der Werderaner unermüdlichen Einsatz entgegen – beispielhaft, wie André Gehrke den Schuss von Aycicek aus der Gefahrenzone grätschte (12.). Sie hatten aber auch das Glück der Tüchtigen, als Leon Jensen eine Hereingabe von Kazior nur an den rechten Außenpfosten setzte (18.). Und darüber hinaus Bürst zwischen den Pfosten, der sich die Bestnote verdiente, indem er Paraden wie beim Versuch von Ole Käuper hinlegte (27.). Allerdings musste sich in der 34. Minute auch Eldagsens Torhüter geschlagen geben: Aycicek spielte von Höhe der Grundlinie den zentral postierten Jensen an, der weiter nach rechts zu Käuper passte, der vollstreckte. Kurz darauf hatten die Gelb-Schwarzen ihre größte Chance: Nach einer tollen Kombination über Tilman Gust und Lucas Brünig zog Sebastian Mende vom rechten Strafraumeck ab – doch sein satter Schuss verfehlte den linken Giebel knapp (37.). Für die Entscheidung sorgte Pfitzner mit einem humorlosen Versuch aus 16 Metern unter die Latte (44.).

FC Eldagsen: Bürst – Mende, F. Reygers, J. Reygers, Flohr – Gehrke, Trotz – Brünig, Scharmann (27. Gust), Schierl – Flügge

Ebenfalls mit 2:0 bezwangen die Bremer im Anschluss dank zweier Treffer von Aycicek den 1. FC Wunstorf. Damit waren sie ihrer Favoritenrolle gerecht geworden, ohne dabei im Übermaß geglänzt zu haben. Werders Zweitvertretung hatte allerdings auch schon zwei Einheiten in den Knochen – eine am Vormittag in Bremen und eine unmittelbar vor dem Turnier auf dem B-Platz an der Hindenburgallee. Mit Lennart Thy, Thanos Petsos und Kevin Schindler kamen in der zweiten Begegnung übrigens weitere bekannte Akteure zum Einsatz.

Ein früher Rückstand und eine ganz späte Riesenchance

Sie saßen derweil längst im Bus Richtung Norden, als die Gastgeber den klassenhöheren Wunstorfern ein Unentschieden abtrotzten. Dabei waren diese nach einem der wenigen Blackouts in der Eldagser Defensive durch Tugrancan Singin früh in Führung gegangen (3.). „Von der Spielanlage her waren auch sie uns überlegen”, konstatierte Gehrmann. Aber sein Team trat diszipliniert auf, blieb in Schlagdistanz – und meldete sich nach einer langen eher ereignisarmen Phase so gnadenlos wie sehenswert zurück: Eine feine Flanke von Tolga Nemnezi köpfte Neuzugang Abas Jaber über Wunstorfs Torhüter Tobias Schiller hinweg ins lange Eck (33.). Youngster Pascal Geide hätte nachlegen können, verzog jedoch freistehend vor Schiller (34.). Unmittelbar im Anschluss erzielte Wunstorfs Niklas Ens ein Tor aus vermeintlicher Abseitsposition (35.), sein Mitspieler Maurice Kirsch traf nur den Pfosten (36.). Und als sich offenkundig alle mit dem Unentschieden arrangiert hatten, tauchte plötzlich Nemnezi frei vor Schiller auf, umkurvte ihn auch, schoss jedoch rechts am leeren Gehäuse vorbei. Geide hatte auf ein Abspiel gehofft und war ihm in die Quere gekommen (45.). Der Siegtreffer – er wäre an diesem Abend dann womöglich einfach doch des Guten zu viel gewesen.

FC Eldagsen: Bürst – Berger, Wintjes, F. Reygers, E. Engelhardt – Scharmann, Gehrke – Jaber, Nemnezi, Flohr (17. Hirt) – Gust (21. Geide)

Kleine Anekdote: Für gut befanden die Profis in spe von Werder offenbar das Geläuf in Eldagsen. Westenfeld hatte jedenfalls folgenden nicht ganz ausformulierten O-Ton aufgeschnappt: „Für Dorf voll gut der Platz.“ Ein kleiner Ritterschlag.

Leine-Nachrichten, 06.07.2017

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