Nachrichtenarchiv

Aktuell befinden Sie sich im Juli 2019.

Um wieder zur Übersicht zu gelangen nutzen sie bitte diesen Link oder die Navigationsleiste am linken Bildschirmrand.


An dieser Stelle vielen Dank an den Sportbuzzer Hannover.

Leine Nachrichten
Leine Nachrichten
t├Ąglich in der HAZ und NP

4:1 gewonnen, aber: Schierl-Schock überschattet Eldagsens Sieg in Koldingen

Der FC Eldagsen hatte mit dem Koldinger SV in der 1. Runde des Bezirkspokals keine großen Probleme. Der 4:1-Sieg des Landesligisten wurde allerdings von der Verletzung von Sebastian Schierl überschattet, der mit dem Krankenwagen abgeholt wurde.

Wieder nichts zu holen gab es für den Koldinger SV gegen den FC Eldagsen. Kassierte der Bezirksligist vor zwei Wochen beim Baumgarten-Cup des FCE eine 0:3-Pleite gegen die Senfstädter, setzte es in der ersten Runde des Bezirkspokals am Sonntag erneut eine deutliche 1:4-Niederlage. Schon zur Halbzeit war die Partie quasi entschieden, nach 45 Minuten führten die Gäste schon 3:0. „Wir haben zu keiner Zeit ins Spiel gefunden, fast jeden Zweikampf verloren und große Defizite im Passspiel gehabt“, übte Spielertrainer Michael Jarzombek deutliche Kritik an seiner Mannschaft.

"So spielen wir gegen den Abstieg"

Vor der am kommenden Sonntag startenden Bezirksligaspielzeit stufte er den schwachen Auftritt als passenden Warnschuss ein. „So spielen wir diese Saison gegen den Abstieg“, mahnte Jarzombek, um aber gleich zu beschwichtigen: „Man darf auch nicht vergessen, dass wir heute in der Defensive drei junge Spieler auf dem Feld hatten. Das hat schon viel ausgemacht.“ Julen Garcia Sánchez (20), Wisam Askar (20) und Luca Erhardt (19) bildeten gemeinsam mit Jaaub Fakih die Viererkette und hatten mit der Eldagser Offensive ihre liebe Mühe.

Elfmeter sorgt für Diskussionen

Schon nach einer Viertelstunde liefen die Koldinger einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Lauri Schwitalla brachte die Gäste per Strafstoß in Führung (14. Minute). Mit der Entstehung war Jarzombek nicht einverstanden: „Das war kein Elfmeter. Jaaub Fakih hat den Schuss des Gegners ohne Körperkontakt geblockt.“ Eldagsens Coach Holger Gehrmann sah das anders: „Es gab da ein Foul an Sebastian Schierl.“

Schwitalla mit Traumtor - Schierl verletzt abtransportiert

Erneut Schwitalla legte kurz nach der Führung vom Punkt darauf das 2:0 nach – diesmal mit einem Fallrückzieher. „Das war schon ein schickes Törchen“, meinte Gehrmann. Der musste wenig später allerdings einen herben Verlust hinnehmen. Schierl verletzte sich ohne Einwirkung des Gegners schwer am Knie. Das Spiel musste für 15 Minuten unterbrochen werden, weil der Spieler mit dem Krankenwagen abgeholt wurde. „Eine genaue Diagnose haben wir aber noch nicht“, meinte Gehrmann. Mit dem Pausenpfiff traf Robin-Steffen Grodd nach einer Ecke aus 20 Metern zum 3:0 (45.). Nach Grodd (vom BSV Gleidingen) trug sich mit Niklas Dorf (vom FC Stadtoldendorf) ein weiterer Neuzugang in die Torschützenliste ein (56.). Jarzombek gelang mit einem schönen Schuss in den Winkel zwar noch der Ehrentreffer, wirklich gefährlich wurde der KSV den nachlassenden Eldagsern aber nicht mehr.

Gehrmanns Fazit fiel positiv aus, mit Blick auf den Landesligaauftakt am Sonntag sagte er: „Man hat gesehen, dass wir bereit sind für die schwierige Aufgabe gegen den TSV Pattensen nächste Woche.“

Lokalteil HAZ, 29.07.2019

FC Eldagsen: Mit neuer Infrastruktur zum Klassenerhalt

Der Wiederaufstieg ist dem Team von Trainer Holger Gehrmann bekanntlich geglückt. Der FC Eldagsen bessert allerdings nicht nur den Kader nach, sondern arbeitet auch an der eigenen Infrastruktur. Was soll man in der Sommerpause eigentlich groß verändern, wenn man eine so erfolgreiche Saison hinter sich hat wie der FC Eldagsen? In der Bezirksliga 4 hatte das Team von 30 Spielen schließlich 28 gewonnen und mit nur 16 Gegentoren als souveräner Meister die Rückkehr in die Landesliga geschafft.

Die Antwort: Man arbeitet einfach an der Infrastruktur. Im Fall der Gelb-Schwarzen sind die sogenannten Nasszellen dran, derzeit werden an der Hindenburgallee neue Duschen geplant. Teammanager Sebastian Westenfeld hatte die Teilnahme an einer gemeinsamen Aktion der Lukas-Podolski-Stiftung mit der Drogeriekette dm organisiert. Die fünf Mannschaften mit den meisten Stimmen, die online abgegeben werden mussten, konnten sich auf diese Weise 12000 Euro für die Verschönerung ihrer Duschräume dazuverdienen.

Im Gegensatz zur vergangenen Spielzeit wurden die Eldagser in diesem Wettbewerb zwar nur Fünfter, was aber dennoch den Erhalt des Geldes bedeutete. „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss“, sagt Westenfeld lachend – wohl wissend, dass dem Sieger des Votings kein Cent mehr überwiesen wurde. „Dafür bekommt man natürlich kein Badeparadies“, sagt der umtriebige Organisator. Aber offenbar ist es doch zumindest ein derart erkleckliches Sümmchen, dass in den Vereinsräumlichkeiten - neben der Installation neuer Armaturen und Fliesen – sogar noch ein Entmüdungsbecken eingebaut wird.

Ackern für den Gemeinschaftspool

Zwar ist der FCE wieder in der höchsten Spielklasse des Bezirks Hannover am Start, doch ein Gemeinschaftspool für die Spieler gehört selbst in der Landesliga nicht unbedingt zum Standard. Damit es sich aber auch richtig lohnt, die strapazierten Beine ins Wasser zu tauchen, ziehen Chefcoach Holger Gehrmann und seine Kompagnons Ali Ibrahim und André Gehrke in der Vorbereitung die Zügel an. „Viermal pro Woche Training“, berichtet Gehrmann. Sie wollen schließlich bestens präpariert sein. „In den Testspielen war es in vielen Phasen gut, aber wir haben nach hinten raus auch oft zu viele Fehler gemacht“, lautet das vorsichtige Zwischenfazit des Aufstiegscoachs. „Und die dürfen wir uns nicht erlauben, wenn wir gegen Ligakonkurrenten spielen, die zwischen den Plätzen fünf und acht rumlaufen.“

„Das ist menschlich genau das, was wir haben wollten“

Bei der ersten Beurteilung seiner sieben Neuzugänge geht der Trainer dagegen schon etwas mehr in die Offensive. Die bisherigen Eindrücke von Alexander Gutsche, José Rubén Pérez, Tom Buchmann, Björn Graw, Robin-Steffen Grodd, Niklas Dorf und Felix Groth seien laut Gehrmann durch die Bank positiv. „Das ist menschlich genau das, was wir haben wollten“, sagt er, um schmunzelnd hinzuzufügen: „Und auf dem Platz machen sie uns auf alle Fälle nicht schlechter.“ Vor allem Buchmann, Graw und Pérez haben in den Testpartien schon ordentlich Spielzeit gesammelt. Natürlich kämpft Gehrmann – das hat er mit vielen seiner Kollegen gemein – derzeit mit der Urlaubszeit. „Und wenn einer acht Tage fehlt, dann macht sich das bei den vielen Einheiten natürlich schnell bemerkbar“, sagt er.

Bezirkspokal am 28. Juli

Viel Zeit bleibt allerdings nicht mehr, bereits am Sonntag, 28. Juli, geht es im Bezirkspokal zum Koldinger SV, eine Woche später steht um 15 Uhr der Ligastart beim TSV Pattensen an. Ohnehin hat es der Auftakt in die Punktrunde in sich, „in den ersten fünf Spielen haben wir direkt drei Aufstiegskandidaten dabei“, sagt Gehrmann. „Richtige Kaliber, wobei für uns in dieser Liga eigentlich alle ein Kaliber sind.“ Zum Heimspielauftakt am Samstag, 10. August, gegen den Vorjahresfünften TuS Sulingen werden die neuen Sanitäranlagen noch nicht fertig sein. Die Spieler werden sich auf andere Weise von den Strapazen erholen müssen. Einer entspannenden Dusche steht dennoch nichts im Weg. Denn unter den Personen, die bei der Aktion abgestimmt haben, wurden zusätzlich diverse Pakete mit Duschgel verlost. Und auch hier gehörten die Eldagser zu den Gewinnern. Wenn es läuft, dann läuft‘s.

Lokalteil HAZ, 26.07.2019

Pattenser Triumph in Eldagsen

Zacharias-Elf holt sich den Baumgarten-Cup / Gastgeber wird nach 3:0 gegen Koldingen Zweiter

Den Pokal durfte der FC Eldagsen diesmal nicht behalten, dennoch war der wie jedes Jahr von den Senfstädtern ausgetragene Baumgarten-Cup für Trainer Holger Gehrmann eine „rundum gelungene Sache“. Auch bei der siebten Auflage stimmten Organisation und Resonanz beim Sommerturnier. „Das ist wie immer echt gut gelaufen, weil so viele aus dem Verein anpacken“, lobte Gehrmann.

Den Titel holte diesmal allerdings der TSV Pattensen. Dass die Gastgeber nach drei Turniersiegen in Folge diesmal nur Platz zwei belegten, zeichnete sich schon nach der 1:3 (0:0)-Niederlage gegen den späteren Sieger am Freitagabend ab. „Wir waren über weite Strecken auf Augenhöhe, nach hinten heraus haben wir einfache Fehler gemacht“, haderte Gehrmann. Den Pattenser Führungstreffer durch Nico Westphal (48. Minute) glich Tom Buchmann gegen seinen Ex-Verein aus (55.). Doch Joel Mertz (67.) und erneut Westphal (89.) brachten den TSV auf die Siegerstraße.

Am Samstag gewannen die Pattenser auch ihr drittes Spiel gegen den FC Springe deutlich mit 6:0 und durften den Turniersieg feiern. „Drei Spiele, drei Siege, den Pokal geholt. Das lief insgesamt super für uns“, lobte TSV-Coach Torben Zacharias. Zum Matchwinner avancierte im letzten Spiel ein Geburtstagskind. Darius Marotzke präsentierte sich in glänzender Verfassung und schnürte ein Viererpack (35., 46., 86., 89. Minute). Zuvor hatten Nico Westphal (5.) und Til Buchmann (15.) den Landesligisten auf Kurs gebracht. Der aus der A-Jugend aufgerückte Til Buchmann kassierte wie seine Altersgenossen Oscar Geisel und Edin Beric ein Sonderlob von Zacharias: „Die Jungs haben einen guten Job gemacht und sich schon sehr gut integriert.“ Die Frühform bei den Pattensern stimmt, das freute den Coach: „Für den Zeitpunkt sind wir auf einem guten Stand. Jetzt geht’s ins Trainingslager, da geht die Arbeit weiter.“

Beim FCE herrschen nach den Auftritten beim Baumgarten-Cup gemischte Gefühle. Am Samstag sicherte sich die Gehrmann-Elf mit einem 3:0-Sieg gegen den Koldinger SV Platz zwei in der Abschlusstabelle. Doch auch in dem Spiel zeigte das Team zwei Gesichter. „In der ersten Halbzeit hatten wir das Spiel total im Griff und haben ein echt gutes Spiel gemacht“, sagte Gehrmann. Rune Flohr (15.), Lauri Schwitalla (23.) und José Rubén Pérez (43.) sorgten eigentlich früh für klare Verhältnisse. „Was wir aber nach der Pause gezeigt haben, war super schlecht“, schimpfte Gehrmann, „so ein Auftritt geht gar nicht.“ Ohne Zugriff und ohne Ordnung überließ der Landesligist dem KSV das Spiel, der freilich nichts daraus machte. „Wir hatten genügend Möglichkeiten, Tore zu schießen“, meinte Koldingens Kapitän Imad Saadun, gab aber zu: „Insgesamt ist das Ergebnis absolut verdient. Wir waren in der ersten Halbzeit überhaupt nicht wach.“

Die Koldinger konnten nur den Kreisligisten aus Springe knapp mit 2:1 schlagen, gegen die klassenhöheren Gegner Eldagsen und Pattensen setzte es jeweils 0:3-Niederlagen. „Uns hat die Konstanz im Spiel gefehlt. Das ist in der Vorbereitung ein Stück weit normal, aber wir müssen zusehen, dass wir unsere Leistung über 90 Minuten abgerufen bekommen“, bilanzierte Saduun, dem vor allem die Einstellung des Teams vor dem letzten Spiel nicht gefiel: „Da hat man vorher schon gemerkt, dass die Spieler nicht auf Fußball konzentriert waren.“

Hinter dem KSV auf dem letzten Platz in der Bezirksgruppe landeten die Springer mit null Punkten. Der personell dezimiert angetretene Kreisligist war mit dem Turnierverlauf trotzdem nicht unzufrieden. „Wir haben uns gerade gegen Eldagsen und Koldingen gut verkauft und haben gezeigt, dass wir uns gegen starke Teams Chancen herausspielen können“, lobte Trainer Ricardo Díaz García. Das 0:6 gegen Turniersieger Pattensen am letzten Spieltag wollte er nicht überbewerten. „Wir hatten nur zwölf Spieler zur Verfügung, darunter wieder vier A-Jugendliche, die am Vormittag schon trainiert hatten“, erklärte der FCS-Coach, der sich lediglich einen Torerfolg gewünscht hätte: „In der ersten Halbzeit sind wir viermal alleine auf das Tor zugelaufen. Wenn du zwei, drei Dinger machst, sieht das beim Ergebnis zumindest besser aus.“ Sorgen um die Verfassung seiner Mannschaft macht sich Díaz García keine: „Intern ist das für uns kein Maßstab gewesen. Da kommen jetzt die wichtigen Wochen.“

Das sieht auch Gehrmann so, der bei seinen Eldagsern noch Luft nach oben sieht, damit die Herausforderung Landesliga gestemmt werden kann. Die anstehende Arbeit geht er aber optimistisch an: „Wenn wir es schaffen, unsere kleinen aber entscheidenden Fehler zu minimieren, dann sind wir in der Liga auf keinen Fall chancenlos. Man hat gegen Pattensen gesehen, dass wir gut mitspielen können.“ Den Einbruch in Durchgang zwei gegen Koldingen entschuldigt er zumindest zum Teil mit der Belastung. „Einige Spieler mussten innerhalb von 24 Stunden 180 Minuten gehen. Das ist schon nicht ohne“, sagte er.

Das Turnier auf Kreisebene entschied der SV Altenhagen für sich – in einem echten Endspiel gegen den SC Völksen. Beide Teams hatten ihre Partien gegen die Eldagser Reserve und den SC Alferde gewonnen. Im letzten Spiel behielten die Altenhagener mit 2:1 die Oberhand. Der FCE II verabschiedet sich mit einem 8:0 gegen die Alferder.

Lokalteil HAZ, 15.07.2019

Im Pattenser Akku ist mehr drin 

Baumgarten-Cup in Eldagsen: Landesligist setzt sich am 1. Spieltag mit 3:0 gegen den Koldinger SV durch

Es hat eine Weile gedauert, bis sich der Klassenunterschied zwischen dem Koldinger SV und dem TSV Pattensen bemerkbar machte. Erst nach einer knappen Stunde kippte das Auftaktspiel des Baumgarten-Cups in Eldagsen in Richtung des Landesligisten, der am Ende mit 3:0 (0:0) gewann. „Die erste Halbzeit war noch relativ ausgeglichen. Da war es eher ein Abtasten von beiden Seiten, wie viel noch im Akku ist nach der letzten anstrengenden Trainingswoche“, bilanzierte Pattensens Co-Trainer Tobias Krösche.

Zwei Fehler von Koldingens Keeper Raoul Reiche brachten den Favoriten dann ins Spiel. Darius Marotzke besorgte die Führung für den TSV, der Stürmer verwandelte einen von Reiche verursachten Foulelfmeter (60. Minute). Kurz darauf spielte der Koldinger Schlussmann Pattensens Nico Westphal den Ball in den Fuß, der sich bedankte und zum 2:0 einschoss (70.). Danach war der Akku der Koldinger aufgebraucht. „Bis dahin war ich sehr zufrieden mit unserem Auftritt. Wir waren aus meiner Sicht die gefährlichere Mannschaft. Nach dem 2:0 waren alle müde und platt, das ist normal in der Vorbereitung“, sagte KSV-Spielertrainer Michael Jarzombek.

Für den Schlusspunkt zum 3:0 gegen den nachlassenden Bezirksligisten sorgte Can Schwedt nach schöner Kombination (82.). Weitere Chancen, den Sieg noch höher zu gestalten, vergab der TSV – das wäre aber auch zu viel des Guten gewesen. „Insgesamt war das ein sehr guter erster Test. Wir haben zwei Wochen intensiv gearbeitet, dafür war das echt ordentlich“, lobte Krösche, der auch aus Belastungssteuerungsgründen regelmäßig durchwechselte. „Am Ende ist der Sieg verdient, auch wenn es lange ausgeglichen war. Wir haben die Fehler der Koldinger eiskalt ausgenutzt“, sagte Krösche. Das sah auch Jarzombek so, wenngleich er sich eine Spitze gegen den klassenhöheren Gegner nicht verkneifen konnte: „Ich war ein bisschen enttäuscht von der Pattenser Leistung. Für einen Landesligisten haben sie sehr destruktiv und passiv gespielt.“

Die Pattenser haben erst einmal Pause, am Freitag (19.30 Uhr) steht das nächste Duell gegen Gastgeber und Ligarivale FC Eldagsen an. Der KSV muss bereits morgen (19.30 Uhr) wieder ran, Gegner ist der FC Springe. In der Kreisklassengruppe des Baumgarten-Cups ging es derweil ebenfalls am Montag los. Der SV Altenhagen feierte gegen den Gastgeber FC Eldagsen II einen deutlichen 4:0-Sieg.

Lokalteil HAZ, 10.07.2019

Bemüht und mit Spielwitz

SC Hemmingen-Westerfeld gewinnt den Alm-Cup in Alferde / Eldagser Zweiter vor Grasdorf

Mit zwei Siegen beim Alferder Alm-Cup hat Landesligist SC Hemmingen-Westerfeld einen ordentlichen Start in die Saison 2019/2020 hingelegt und das Blitzturnier für sich entschieden. „Wir haben beide Spiele verdient gewonnen“, resümierte Coach Semir Zan, dem allerdings nur 14 von 23 Akteuren zur Verfügung standen. „Die Jungs haben sich echt bemüht und immer wieder Spielwitz aufblitzen lassen.“

Ihre erste 45-Minuten-Partie gegen den Kreisligisten Germania Grasdorf gewannen die Hemminger mit 4:0. „Wir haben den Ball gefällig laufen lassen, den Gegner teilweise eingeschnürt und uns wirklich viele Chancen erspielt“, lobte Zan. Allerdings habe sich die Mannschaft ex­trem viel Zeit gelassen, bis sie endlich einige der Möglichkeiten genutzt habe. Emmanouil Skountridakis (34. Minute, 42.), Torben Senft (37.) und Marvin Toleikis (45.) trafen erst spät. Und zwischen der 25. und 33. Minute habe seine Elf zudem hinten drei-, viermal nicht stabil gestanden, monierte der Hemminger Trainer. „Da waren wir ein bisschen konfus, zum Glück hat uns Armin Tvrtkovic die Null gerettet. Eigentlich hätten wir zu diesem Zeitpunkt schon mit 5:0 führen müssen.“

Im zweiten Duell des Tages setzten sich die Hemminger mit 1:0 gegen den Ligarivalen FC Eldagsen durch. „Da waren wir nicht so dominant, haben aber zumindest die ersten 29 Minuten ganz klar im Griff gehabt“, sagte Zan. Durch ein Eigentor von Sebastian Mende (9.) ging der Landesligazweite der Vorsaison schnell in Führung. „Wir hatten auch noch zwei weitere hochkarätige Chancen, um das Resultat auszubauen“, sagte der SCH-Coach. Aber auch die Eldagser seien durch Luca Köneke und Björn Graw zu zwei gefährlichen Abschlüssen gekommen. Ein Sonderlob gab es für die Neuzugänge Yannick Kranz und Keeper Tvrtkovic sowie für Toleikis. „Yannick und Marvin waren sehr agil und quirlig. Armin hat nicht nur ein paar Mal erstklassig reagiert, er hat vor allem super mitgespielt und mit starkem Stellungsspiel geglänzt“, sagte Zan, der sich auf einen weiteren starken Neuling in seinem Kader freuen darf. Vom Regionalliga-Absteiger 1. FC Germania Egestorf/Langreder wechselt Sebastian Baar an die Hohe Bünte. Der 24-Jährige ist ein offensiver Flügelstürmer, der über beide Seiten kommen kann und stark im Dribbling ist.

Eldagsens Co-Trainer Ali Ibrahim zeigte sich ebenfalls nicht unzufrieden: „Anfangs war es ein bisschen holprig. Wir müssen schließlich viele Neue integrieren, da ist es normal, dass die Abläufe noch nicht zu 100 Prozent stimmen.“ Aber von der Bewegung und vom Engagement her sei es in Ordnung gewesen: „Wir haben ja auch gegen gute Gegner gespielt, die uns einiges abverlangt haben.“

Vor allem beim 3:0 gegen die Grasdorfer seien jedoch auch einige gute Angriffe zu sehen gewesen. „Obwohl uns die Germanen früh angelaufen haben, hat die Mannschaft das gut gelöst“, sagte Ibrahim. Nennenswerte Chancen des Kreisligisten habe er nicht notieren müssen, „wir selbst hatten einige“. Lucas Brünig (21.) und Lauri Schwitalla (40., 41.) sorgten für den Endstand.

„Gegen Hemmingen haben wir dann eher reagiert als agiert. Der Gegner war vor allem über die Flügel stark und hat uns gezeigt, worauf es in der Landesliga ankommt“, sagte der FCE-Assistenz­coach ehrlich. „Aber die Jungs haben zumindest gut und kompakt gestanden und nicht viel zugelassen.“

Der Grasdorfer Coach Klaus Komning attestierte seiner Mannschaft ebenfalls einen vielversprechenden Auftritt beim Alm-Cup: „Wir wollen in diesem Jahr von 4-4-2 auf 4-3-3 umstellen, und für das erste Mal bin ich grundsätzlich zufrieden.“ Spielerisch sei es gut gewesen, und auch die Verteidigungsarbeit empfand er trotz der sieben Gegentreffer insgesamt als okay. „Auch wenn wir mit Andreas Kallinich unseren Torjäger verloren haben, haben wir auch in diesem Jahr den Anspruch, in der Kreisliga oben dabei zu sein“, sagte Komning.

Lokalteil HAZ, 08.07.2019

Hochklassige Duelle beim Baumgarten-Cup

Bis zum Wochenende treten beim A-Turnier des FC Eldagsen der TSV Pattensen, der Koldinger SV und der FC Springe gegeneinander an

Beim FC Eldagsen hat sich der Baumgarten-Cup etabliert, der diese Woche zum siebten Mal ausgetragen wird. Von heute bis Samstag wird täglich gespielt, nur am Mittwoch gibt es eine PaFC Eldagsen: Mit neuer Infrastruktur zum Klassenerhaltuse. Wie gewohnt finden zwei Turniere in einem statt. Vier Teams kämpfen im Modus jeder gegen jeden um den Titel auf Bezirks- und Kreisligaebene, vier weitere Formationen messen sich auf Kreisklassenebene. Mit dabei sind dieses Jahr neben den zwei Männerteams des FC Eldagsen noch TSV Pattensen, Koldinger SV und FC Springe (A-Turnier) sowie SC Völksen, SV Altenhagen und SC Alferde (B-Turnier).

Insbesondere das A-Turnier verspricht hochklassige Duelle. Neben den Landesligisten aus Eldagsen und Pattensen mischen mit dem KSV der Bezirksligadritte der Vorsaison und dem FCS ein ambitionierter Kreisligist mit. „In erster Linie ist das Turnier natürlich für den Verein eine gute Gelegenheit, sich zu präsentieren“, sagt FCE-Coach Holger Gehrmann. „Und bei dem Teilnehmerfeld ist es auch für die Mannschaft eine gute Vorbereitung.“ Dass sich der Bezirksligaaufsteiger gleich mit einem neuen Ligakonkurrenten messen kann, freut Gehrmann: „Gegen Pattensen spielen zu können ist natürlich eine spannende Sache.“ Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass eine Standortbestimmung in der Frühphase der Vorbereitung noch schwierig ist. „Alle Teams haben noch ihre Urlauber. Es wird auch darum gehen, viel auszuprobieren.“

Das sieht Pattensens Trainer Torben Zacharias ähnlich: „Vorbereitungsturniere darf man nicht überbewerten. Natürlich wollen wir als Mitfavorit eine gute Rolle spielen, aber uns fehlen noch einige Spieler.“ Dennoch war es für Zacharias keine Frage, die Einladung zum Baumgarten-Cup anzunehmen. „Das Niveau dort kann sich eigentlich immer sehen lassen. Deshalb wollten wir gern in Eldagsen spielen“, betont er.

Auch beim Kreisligisten FC Springe war die Lust eigentlich groß, sich mit höherklassigen Teams zu messen. Doch eine Vielzahl von urlaubs- und berufsbedingten Absagen schmälert die Vorfreude von Trainer Ricardo Díaz García spürbar: „Das ärgert mich ein bisschen, dass wir bei so einem stark besetzten Turnier mit so wenig Manpower antreten. Dann brauchen wir solche Anfragen nicht anzunehmen.“ Trotz der schlechten Voraussetzungen wollen die Springer das Beste draus machen, wie Díaz García betont: „Für uns werden das ein paar gute Trainingseinheiten.“

Der vierte Teilnehmer, der Koldinger SV, sieht das Turnier als ersten Härtetest – und als gute Möglichkeit, schon früh in der Vorbereitung auf Betriebstemperatur zu kommen. „Es wird natürlich schwierig, in vier Tagen drei Spiele zu bestreiten und auch noch direkt am Montag auf einen höherklassigen Gegner zu treffen. Aber wir wollen uns gut verkaufen, uns gut bewegen und weiter einspielen“, sagt Spielertrainer Michael Jarzombek.

Bleibt die Frage: Bleibt der Pokal wie in den letzten drei Jahren in Eldagsen? Für FCE-Coach Gehrmann spielt das nur eine untergeordnete Rolle. „Wir wollen gute Spiele abliefern und uns Fitness holen. Wenn wir das Turnier am Ende gewinnen, freuen wir uns natürlich.“ Spannend dürfte es allemal werden.

Der Startschuss fällt heute Abend, wenn der Koldinger SV an der Hindenburgallee den TSV Pattensen empfängt (19.30 Uhr). Zuvor bestreitet der FC Eldagsen II gegen den SV Altenhagen das Auftaktspiel (18.15 Uhr).

Lokalteil HAZ, 08.07.2019

FC Eldagsen von 1921 e.V. | info@fceldagsen.de