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Leine Nachrichten
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Viel zu wenig Fußball

TSV Pattensen gewinnt Nachbarschaftsduell auf überschaubarem Niveau in Eldagsen

Es ist eigentlich alles bereitet gewesen für einen herausragenden Fußballnachmittag: Nachbarschaftsduell, strahlender Sonnenschein, über 150 Zuschauer. Lediglich die Mannschaften aus Eldagsen und Pattensen wollten beim Landesliga-Derby an der Hindenburgallee nicht so recht mitspielen. Sie lieferten fußballerische Magerkost ab, konnten allerdings mildernde Umstände dafür geltend machen.

FC Eldagsen 0 TSV Pattensen1

Die Partie begann sehr vielversprechend: Darius Marotzke ließ für die Gäste in der 2. Minute den ersten Warnschuss los, doch Marcel Bürst wehrte den satten Versuch zur Ecke ab. Diese brachte Pattensens Kapitän Nico Liedtke scharf herein, und Dennis Albrecht köpfte zur frühen Führung ein (3.). André Gehrke hatte den Ausgleich auf dem Fuß, seinen fulminanten Volleyschuss aus 25 Metern konnte Pascal Schaar jedoch wegfausten (16.). Direkt im Gegenzug ließ Christian Eilers das 2:0 liegen, als er frei vor Bürst auftauchte, doch abschloss, statt Eldagens Torhüter zu umkurven (17.). Das war es für längere Zeit mit Fußball, Fouls auf dem Platz und verbale Giftpfeile zwischen den Ersatzbänken prägten fortan das Geschehen. Und auch die Stockfehler häuften sich, was dem tiefen und unebenen Geläuf geschuldet war. Der Rasen sah deutlich besser aus, als er zu bespielen war.

Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe es wieder eine Chance zu verzeichnen gab. Abermals vergab Eilers, sein Schuss wurde von Sebastian Mende auf der Linie geklärt. Der letzte Aufreger vor der Pause war wieder einer von unerfreulicher Natur: Gehrke stieg übermotiviert gegen Schaar ein, der sich mit einem angedeuteten Schubser revanchierte (43.). Rot für beide wäre aufgrund der Sinnlosigkeit dieser Aktionen vertretbar gewesen, stattdessen kamen die Übeltäter gänzlich ungeschoren davon. Nicht die einzige Situation, in denen sich die Unparteiischen den Unmut beider Seiten zuzogen.

Schaar hatte bei dieser Aktion den Ellbogen ins Gesicht bekommen und musste kurz nach dem Seitenwechsel ausgewechselt werden – ihm war schwarz vor Augen geworden (57.). Sein Vertreter Kai Paulig stand direkt im Mittelpunkt des Geschehens: Nach einem Missverständnis mit Albrecht bekam Tolga Nemnezi die große Chance für den Ausgleich serviert, doch Eldagsens Spielmacher kam zu weit nach links ab und schoss über den Querbalken (61.). Hanno Kock verzweifelte an der Seitenlinie beinahe, seine Elf agierte ihm viel zu passiv und fahrig. Doch nicht nur das ärgerte Pattensens Trainer – auch die Chancenverwertung bot Anlass zur Kritik. Wie Nico Westphal frei vor Bürst verzog, war symptomatisch (65.). Allein aufgrund dieser Fahrlässigkeit hätte sich der TSV nicht über den Ausgleich beschweren dürfen. Er hätte fallen können, zum Beispiel wenn das Foul von Paulig an Rune Flohr den fälligen Strafstoß nach sich gezogen hätte (70.). So aber blieb es beim knappen Sieg, die finale Riesenchance nach einem Konter vergab der eingewechselte Georg Schwarz (90.+2) – es war der passende Abschluss einer Partie, die dennoch den richtigen Sieger gefunden hatte.

„Wir hatten ja unsere Chancen“, sagte auch Kock. „So war es eben ein dreckiger Sieg.“ Trainerkollege Michael Wehmann sprach davon, dass „die Leistung von uns gestimmt hat, wir sind fit, das hat man wieder gesehen. Und das Erfolgserlebnis wird bald kommen.“

FC Eldagsen: Bürst – Mende, F. Reygers, J. Reygers (71. Goede), E. Engelhardt (83. Rülke) – Trotz – Flohr, Nemnezi, Gehrke, T. Engelhardt (46. Schierl) – Paraschiv.

TSV Pattensen: Schaar (57. Paulig) – Hofmann, P. Hoheisel, Albrecht, Schwedt – Liedtke, Schnack – Lieber, Marotzke, Eilers (46. Hinske) – Westphal (81. Schwarz).

Leine-Nachrichten, 27.03.2017

Drei bis vier Siege müssen noch her

FC Eldagsen empfängt in der Landesliga den TSV Pattensen zum Nachbarschaftsduell

„Nicht zu spielen, hat ja den Vorteil, dass man schauen kann, was die anderen so machen“, sagt Michael Wehmann, der Trainer des FC Eldagsen. Und in den vergangenen Wochen konnten er und seine Kollegen sich ein sehr umfassendes Bild vom Treiben der Rivalen in der Fußball-Landesliga machen. Bis auf die Begegnung in Krähenwinkel, die – zumindest wenn es nach den Vereinen gegangen wäre – auch ein Verlegekandidat gewesen ist, konnte keines der in diesem Jahr angesetzten Spiele mit Beteiligung der Senfstädter ausgetragen werden.

Sei es drum – morgen (16 Uhr) wollen die Gelb-Schwarzen gegen den TSV Pattensen mit dem Punktesammeln für den Klassenerhalt beginnen. Die letzten beiden Partien des TSV fanden unter persönlicher Beobachtung eines Eldagser Verantwortlichen statt. Wehmann hofft, auf diese Weise die richtigen Erkenntnisse gewonnen zu haben. „Die kassieren wenig Tore, schießen aber auch nicht so viele“, hat er festgestellt. Allerdings immerhin zwölf mehr als sein eigenes Team – und deshalb will der Coach den Fokus auch verstärkt auf die Offensive legen. „André Gehrke eine Position nach vorne ziehen“ – das sei eine von mehreren Möglichkeiten. Bis auf die Langzeitverletzten sind alle Spieler einsatzbereit. „Drei bis vier Siege brauchen wir noch für den Klassenerhalt“, hat Wehmann ausgerechnet und fordert sein eigenes Team damit heraus. „Doch es ist allemal besser, sich den Druck selbst zu machen, als wenn ihn die anderen Teams auf dich ausüben“, findet er.

Die Bilanz der Pattenser in diesem Jahr liest sich gut, obwohl sie noch kein einziges Heimspiel absolvieren konnten: sechs Punkte, kein Gegentor. Daher dürfte es die Mannschaft von Hanno Kock nicht sonderlich stören, zum dritten in Folge in der Fremde anzutreten. „Wir spielen zu Hause mindestens so gerne wie auswärts. Mit zwei Siegen sind wir gut aus der Winterpause gekommen. Aber wir müssen weiter punkten, die Liga ist eng beieinander“, sagt der Coach.

Bei den Erfolgen in Koldingen (2:0) und jüngst in Ramlingen (1:0), wo Kock drei Sechser im Mittelfeld aufbot, ließen die Pattenser hinten nichts anbrennen. Eine stabile Defensive soll auch in Eldagsen der Schlüssel zum Erfolg sein. „Das wird ein ganz anderes Spiel als am Dienstag. Die Vorgabe lautet, über 90 Minuten die Kontrolle zu haben, defensiv wie offensiv. Wenn wir nicht nachlassen, können wir das Spiel gewinnen“, betont Kock. Die taktische Marschroute setzte sein Team zuletzt prima um. Auswärts hat der TSV in dieser Saison ohnehin erst sechs Gegentore kassiert. „Das ist nicht selbstverständlich. Das müssen wir uns jede Woche im Training erarbeiten. Wir müssen bereit sein, die Laufwege zu machen, gut zu verschieben und gegen den Ball zu arbeiten. Wir wollen keine Konter zulassen“, sagt Kock. Das Hinspiel endete 1:1.

Wichtig: Georg Schwarz ist wieder fit. Auch Simon Hinske, Darius Marotzke und Joel Mertz stehen wieder zur Verfügung. 

Leine-Nachrichten, 24.03.2017 

Für die Koldinger wird es immer enger

Fußball-Landesligist steht gegen den FC Eldagsen unter Druck

Auch für ihn ist diese Situation neu und schwer, gibt Diego de Marco zu: „Ich bin seit 17 Jahren Trainer – und noch nie abgestiegen“, sagt der Coach des Koldinger SV. „Zum ersten Mal bin ich jetzt wirklich in der Situation, dass es richtig eng wird.“ Dennoch gibt er sich noch immer optimistisch: „Jetzt kommen Teams, gegen die wir punkten müssen“, sagt der Italiener mit Blick auf die Heimspiele gegen den FC Eldagsen und eine Woche später gegen SV BE Steimbke. „Und dann spielen wir auch noch zweimal gegen Wetschen, gegen Krähenwinkel, gegen Almstedt und Lehrte – wenn wir da auch nix holen, können wir über den Abstieg reden.“

Grundsätzlich sei er mit den Leistungen seiner Schützlinge zufrieden. Obwohl die Koldinger unter seiner Regie sechs von sieben Partien verloren haben, konstatiert der Coach vor der Partie gegen die Eldagser am Sonntag (15 Uhr) richtig: „Es gab kein Spiel, in dem wir chancenlos gewesen sind. Die Jungs spielen gut, haben ihre Chancen, aber es ist wie verhext.“ De Marco hätte nichts gegen einen „dreckigen Sieg. Wenn die Eldagser 100 Chancen haben – und wir mit 1:0 gewinnen, ist mir das egal.“ Ein Dreier wäre der Korkenzieher für seine Mannschaft. „Damit sie sehen, dass sie auch noch gewinnen können.“

Dass es schwer wird, sei klar: „Die Eldagser haben eine sehr kompakte, kampfstarke Truppe. Die leben von ihrer Gemeinschaft, Homogenität, Kontinuität und Leidenschaft.“ Und wenn es letztlich doch nicht reicht? Der Verein mache der Mannschaft und ihm keinen Druck. „Wir wussten, dass die Landesliga ein Abenteuer wird“, sagt de Marco. „Wir nehmen alles an Erfahrung mit, was geht.“ Und sollte es wieder runter in die Bezirksliga gehen, „steigen wir wieder auf und etablieren uns im zweiten Versuch“.

Zwei Spiele ausgefallen, eines verloren – das ist die bisherige Bilanz der Eldagser nach der Winterpause. Trainer Michael Wehmann versucht, der Situation das Positive abzugewinnen. „Nach der Niederlage in Krähenwinkel hätten wir schon gern direkt wieder gespielt“, sagt er. „Aber so war es schön, mal drei Tage frei zu machen und auch mal die Schnauze voll haben zu dürfen.“ Die Wortwahl zeigt, dass sich die Senfstädter den Start ins Freiluftjahr 2017 ein wenig anders vorgestellt hatten. Die Knieverletzung von Alexander Schröder, zugezogen in der Partie bei den Krähen, kommt noch oben drauf. Eine Diagnose steht aus, Schröder wartet weiterhin auf einen MRT-Termin. „Kaputt wird wohl auf alle Fälle irgendetwas sein – Alex war auf einem sehr guten Wege“, bedauert Wehmann. Von einem Pflichtsieg in Koldingen möchte Wehmann nicht reden. „Wir wollen uns nicht mehr Druck machen, als eh schon da ist“, sagt er. „Es werden wieder Kleinigkeiten entscheiden – das kann auf der einen Seite sein, aber natürlich auch auf der anderen.“

Leine-Nachrichten, 17.03.2017

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Krähen gewinnen erneut mit neuem Coach

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide startet in der Landesliga die Aufholjagd. Sie Elf von Trainer Ingo Trebing gewann auch das zweite Spiel nach der Winterpause - und wieder trafen die Neuzugänge.

Ein bisschen zittern müssen gehört dazu im Abstiegskampf, aber beim TSV Krähenwinkel/Kaltenweide wird viel dafür getan, dass es ein Happy End gibt. Der neue Trainer Ingo Trebing und seine Mannschaft sind in den zwei Spielen nach der Winterpause bereits so erfolgreich gewesen wie in der gesamten ersten Saisonhälfte. Nach dem 3:1 (2:1)-Heimsieg im Nachholspiel gegen den FC Eldagsen kamen in diesem Jahr bislang sechs Punkte dazu – binnen vier Tagen die Ausbeute verdoppelt.

Natürlich geht so etwas nicht im Handumdrehen, und ein wenig Glück in der einen oder anderen Szene wie im Spiel gegen die Eldagser muss auch dabei sein. Die Gäste drängten nach einer Stunde auf den Ausgleich, trafen aber immer nur viele Krähen-Beine, die das TSV-Gehäuse verbarrikadierten. So blieb es bei dem einen FC-Tor durch den viel zu frei zum Abschluss gekommenen Cezar Paraschiv bereits in der 5. Minute, als die Elf von Coach Michael Wehmann in der ersten Viertelstunde mehr vom Spiel gehabt hatte. Den Krähen merkt man indes den Willen an, unbedingt aus dem Tabellenkeller herauskommen zu wollen. Und die Neuzugänge tun ihrem Spiel gut, zumal andere wie Philipp Schmidt, auf deren Schultern bisher viel Last lag, dadurch wieder befreiter aufspielen.

Hinten wird gemeinsam gerackert, das Spiel nach vorn ist nicht mehr überwiegend auf Zufall aufgebaut: Wunderschön der Pass von Adrian Zimmermann und der Abschluss von Marcel Kunstmann zum 1:1 (22.), energisch das aus einem Eckstoß resultierende 2:1 durch René Legien (42.), der eine klasse Leistung ablieferte. Und erleichternd das 3:1 durch Kunstmanns Elfmeter nach einem Foul an Sebastian Helms in der Nachspielzeit. So kann es im Heimspiel gegen den VfL Bückeburg (Sonntag, 15 Uhr) ruhig weitergehen.

Sportbuzzer, 09.03.2017

FC Eldagsen von 1921 e.V. | info@fceldagsen.de