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An dieser Stelle vielen Dank an den Sportbuzzer Hannover.

Leine Nachrichten
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t├Ąglich in der HAZ und NP

Künne zelebriert Burgdorfer Siegtreffer nach Kompletttausch auf links

Am Ende war es für Jonas Künne eine Leichtigkeit, seine TSV Burgdorf jubeln zu lassen. Und der TSV-Angreifer schmeckte den Moment gegen den FC Eldagsen auch voll aus. Burgdorf-Coach Holger Kaiser hatte zuvor die ganze linke Seite ausgewechselt.

Als Jonas Künne 45 Sekunden vor dem Ende der regulären Spielzeit Eldagsens Torhüter Diego Otniel Marrero Pérez umkurvt hatte, hätte er den Ball lässig ins Tor schieben können. Tat er aber nicht. Burgdorfs Mann des Tages lief mit dem Spielgerät am Fuß fast bis ins Tor der Gastgeber, er genoss seinen Treffer, schließlich würde dieser ziemlich sicher drei Punkte wert sein. 300 Sekunden später war er es wirklich, nachdem André Gehrke die finale Chance ungenutzt gelassen hatte: Sein Freistoß flog weit übers Tor von Philipp Sauer.

Kaiser tauscht die linke Seite komplett

Doch zurück auf Anfang: Auf dem holprigen wie tiefen Geläuf – der morgendliche Versuch, den Rasen zu walzen, hatte nach einer Bahn abgebrochen werden müssen – waren gelungene Spielzüge Mangelware, neben dem Platz war bisweilen mehr los als darauf. Die Gäste waren zunächst die aktivere Mannschaft und hatten auch die erste Chance: Nico Eccarius legte im Strafraum zurück auf Künne, der noch einen Gegenspieler aussteigen ließ, abzog – und nicht jubeln durfte, denn Sebastian Mende klärte auf der Linie (4.). Nach einem Foul an Lauri Schwitalla zeigte Gehrke seine technischen Fertigkeiten und zirkelte den Ball aus 25 Metern zentraler Position mit links in den linken Knick (14.). Bis zur Pause waren nun die Platzherren die bessere Elf, Tilman Gust hätte erhöhen können, scheiterte jedoch zweimal am stark reagierenden Sauer (17., 34.). Burgdorfs Trainer Holger Kaiser gefiel es überhaupt nicht, dass seine Mannschaft scheinbar auf alles, aber nicht aufs Fußballspielen fokussiert war: „Quatscht nicht immer mit dem Schiedsrichter oder Gegner“, forderte er und hatte zu diesem Zeitpunkt längst auf 4-4-2 umgestellt. Kuriose Randnotiz: Noch vor der Pause hatte Kaiser seine linke Seite komplett ausgetauscht, erst ging Noel Köhler, kurz darauf musste Johannes Lübow wegen einer Zerrung im rechten Oberschenkel vom Feld.

Künne trübt FC-Bowlingabend

In Hälfte zwei musste sich dann Trainerkollege und Namensvetter Holger Gehrmann mehr ärgern. „Die ist von uns gar nichts mehr gewesen. Die Burgdorfer haben uns den Schneid abgekauft“, haderte Eldagsens Coach, dem vor allem die Entstehung des Ausgleichs aufs Gemüt geschlagen hatte, nach dem Abpfiff. „So darfst du nicht verteidigen“, sagte er mit Blick auf das 1:1 – nach einer Ecke für sein Team. Es folgte ein langer Abschlag von Sauer, Künne war frei durch, wurde von Marrero Pérez zwar im Strafraum zur Seite abgedrängt, brachte den Ball aber dennoch in die Mitte, wo Elias Engelhardt klären wollte (51.). Einigen Eldagsern ging sichtlich die Puste aus, ein wuchtiger Distanzschuss von Jan Flügge (57.) und ein tückischer Aufsetzer von Pascal Geide (85.) – das war es mehr oder minder. „Ein Punkt wäre aber auch okay gewesen“, sagte Gehrmann nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass er von der Bank kaum nachlegen konnte. Doch es sollte ja noch der Auftritt des Jonas Künne folgen, der dafür sorgte, dass die Eldagser ihren Bowlingabend in Hannover zumindest mit gedämpfter Stimmung begannen.

Lokalteil HAZ, 26.03.2018 

Ein absolutes Vorbild: Lion Bunge absolviert Juniorcoach-Ausbildung

Im Januar 2018 hat unser 14-jähriger C-Jugendkicker seine Zeugnisferien in Barsinghausen verbracht und die viertägige Ausbildung zum Juniorcoach durchlaufen. Lion unterstützt schon seit einem Jahr als Co-Trainer in der F-Jugend.

Der Kontakt zur Mannschaft entstand durch seinen jüngeren Bruder, den er Anfangs nur zum Training begleitete. Da war es für ihn eine Selbstverständlichkeit sich nützlich zu machen als der Co-Trainer fehlte. Der „Juniorcoach“ ist der erste Schritt auf der Karriere-Leiter als Trainer. In 40 Unterrichtseinheiten, die in der Regel an vier Tagen stattfinden, wird alles über die Grundlagen einer Coachingtätigkeit - von der Trainingsvorbereitung, einem vernünftigen Warm-Up, an das ein attraktiver und abwechslungsreicher Hauptteil anknüpft, bis hin zu Grundlagen der Mannschaftsführung oder dem richtigen Verhalten bei Verletzungen der Spieler gelehrt. Nach dem Lehrgang ist der Juniorcoach in der Lage, erste Übungsleitertätigkeiten in der Schule (z.B. in einer Fußball-AG) oder im Verein (z.B. als Co-Trainer einer Jugendmannschaft) zu übernehmen.

Wir hoffen, dass uns Lion noch lange als Co-Trainer (und Spieler) erhalten bleibt. Auf Charaktere wie ihn wird es in der Zukunft beim FC Eldagsen ankommen.

FC Eldagsen von 1921 e.V., 15.03.2018 

Eldagsen braucht gegen Pattensen keinen Wembley-Rasen sondern Perez

Die Platzverhältnisse waren sicherlich ausbaufähig, aber an der Leistung seines FC Eldagsen konnte Trainer Holger Gehrmann wenig aussetzen. Gegen den TSV Pattensen waren die Senfstädter mit einem gehaltenen Elfer von Pérez auf Siegkurs gekommen.

„Gut, es ist nicht unbedingt ein Wembley-Rasen gewesen“, sagte Holger Gehrmann lachend. „Aber wir spielen ja auch nur Landesliga.“ Und die Chancen, dass der FC Eldagsen und sein Trainer das auch in der kommenden Saison tun können, sind nach dem 3:0 (2:0)-Sieg gegen den TSV Pattensen nicht unbedingt kleiner geworden.

Pérez und Geide als Matchwinner

Spielentscheidend waren sicher die Minuten direkt vor dem Seitenwechsel, in denen die Partie beim Stand von 1:0 für die Gastgeber durch einen von Jan Flügge verwandelten Foulelfmeter (32.), den TSV-Keeper Marten Krause um ein Haar noch erhascht hätte, gut und gerne sowohl in die eine als auch die andere Richtung hätte kippen können. Dass es schließlich die Eldagser waren, die zufrieden in die Kabinen gingen, hatten sie einerseits ihrem Schlussmann Diego Otniel Marrero Pérez zu verdanken, der einen von Darius Marotzke gar nicht einmal schlecht geschossenen Handelfmeter sogar festhielt (42.). Andererseits war es Pascal Geide, der für lachende Gesichter bei den Kickern in Schwarz-Gelb sorgte, als er nur kurz nach dem gehaltenen Strafstoß nach einem langen Ball über die rechte Seite und Zuspiel von André Gehrke mit dem rechten Fuß den Ball im langen Eck des Gästetores unterbrachte (45.+2).

„Wir hatten die Pattenser von Beginn an offensiver erwartet“, sagte Gehrmann. Und nach dem Wechsel wurden die Gäste nach vorne dann auch deutlich gefährlicher, doch Marrero Pérez war stets auf der Hut. Pattensens Trainer Hanno Kock hatte in Halbzeit zwei zwar gute Einschussgelegenheiten von Marotzke und Christian Eilers gesehen, aber „am Ende steht das Ergebnis“, sagte er. „Wenn man 3:0 verliert, dann wäre es zu billig, den Platz als Ausrede zu benutzen.“Für den Endstand sorgte Tilman Gust per Kopf nach einem ruhenden Ball. Gust war den entscheidenden Tick eher am Ball als der für den verletzten Krause eingewechselte Pattenser Keeper Pascal Schaar. „Der trifft ja sonst nicht so häufig, der Typ“, freute sich Gehrmann für seinen Spieler. Der Sieg ging aus seiner Sicht in Ordnung, und Kock konnte ihm nicht widersprechen. 

Lokalteil HAZ, 11.03.2018

Der Auftakt ist gemacht – aber nur aus Eldagser Sicht

Vieles habe gut geklappt beim 0:2 beim HSC, meint Trainer Gehrmann / Leichter wird es morgen nicht, wenn der TSV Pattensen zu Gast ist

Mit dem ersten Punktspielauftritt des FC Eldagsen in diesem Jahr beim HSC Hannover ist Holger Gehrmann trotz der 0:2-Niederlage durchaus zufrieden gewesen. „Dennoch wissen wir, was wir besser machen müssen“, sagt der Trainer der Senfstädter vor der Landesliga-Partie morgen (16 Uhr) zu Hause gegen den TSV Pattensen.

Und das wäre? Gehrmann lacht. „Offensiv mehr zur Geltung kommen, mutiger sein und die einfachen Fehler abstellen“, zählt der Trainer auf. Insgesamt sei der Auftakt aus seiner Sicht „ohne vorheriges kon­trolliertes Training“ aber durchaus in Ordnung gewesen. Der langzeitverletzte Lucas Brünig sowie Frederik Reygers, der sich einen Außenbandriss im Knöchel zugezogen hat, werden gegen den Nachbarn fehlen. Der Rest, immerhin 20 Mann, wartet auf das erste Heimspiel. Ein echtes Derby ist das Spiel der Gelb-Schwarzen gegen die Blau-Weißen zwar nicht, aber doch eben auch ein nicht ganz belangloses Duell im Süden der Region Hannover. Vor allem aber geht es um drei wichtige Punkte. „Mir ist es eigentlich egal, gegen wen wir spielen“, sagt Gehrmann. „Für mich geht es nur darum, die Klasse zu halten.“ Und auf das richtige Derby gegen den FC Springe könne er in absehbarer Zeit auch getrost verzichten. Was ausdrücklich keineswegs als Seitenhieb in Richtung der Springer zu verstehen ist, sondern ausschließlich dem Ziel geschuldet, auch im nächsten Jahr in der Landesliga zu spielen.

Ein Heimerfolg gegen die Pattenser käme dafür natürlich gerade recht. „Bei 0:0 geht es los, und wir haben 90 Minuten Zeit“, sagt Gehrmann, allerdings nicht, ohne selbst anzumerken, dass er für diese Fußballerweisheit nun wohl 3 Euro ins Phrasenschwein einwerfen müsse. Übrigens: Vor ungefähr einem Jahr, am 26. März 2017, bestritten die Eldagser ihr erstes Heimspiel nach der Winterpause ebenfalls gegen den TSV. Dank eines frühen Treffers von Dennis Albrecht in der 3. Minute ging es an die Gäste.

Die „haben intensiv trainiert und wären froh, wenn es endlich wieder losgeht“, sagt Trainer Hanno Kock. „Aber es wird sicherlich keine leichte Aufgabe.“ Auf die die Pattenser allerdings gut vorbereitet sind. Alle vier Testspiele entschieden sie für sich, zuletzt das gegen den Bezirksligisten SC Harsum. Beim 3:0 ließen die Pattenser Ball und Gegner gefällig laufen. Gute Voraussetzungen, um in Eldagsen zu punkten. „Wir haben uns gut bewegt. Aber ein Test auf Kunstrasen ist nicht mit einem Punktspiel auf Rasen vergleichbar. Konditionell wird es bei uns keine Probleme geben. Aber uns fehlt natürlich der Rhythmus“, betont Kock.

Im Hinspiel behielt seine Mannschaft mit 3:0 die Oberhand, hatte in der torlosen ersten Hälfte aber ihre liebe Mühe. Ausgerechnet Steve Goede, der im Sommer aus Eldag­sen an die Schützenallee gekommen war, brach den Bann. Die weiteren Tore gingen auf das Konto von Christian Eilers und Joel Mertz. Ob und welcher der Torschützen morgen in der Startelf steht, bleibt indes offen. Denn personell hat der Coach die Qual der Wahl. Alle Pattenser sind über den Winter von größeren Verletzungen verschont geblieben.

Lokalteil HAZ, 09.03.2018

Vor Breitenreiters Augen: HSC Hannover feiert Sieg und Schnee-Held Mader

Der HSC Hannover ist mit einem Sieg ins neue Jahr gestartet. Der Landesliga-Spitzenreiter hat den FC Eldagsen mit 2:0 bezwungen - trat allerdings etwas pomadig auf.

Der HSC hat den ersten Sieg im neuen Jahr in der Tasche. Gegen den Vorletzten aus Eldagsen hat sich der Spitzenreiter allerdings lange schwergetan. „Es war sicherlich kein Leckerbissen. Aber das interessiert am nächsten Tag schon keinen mehr. Wir haben die drei Punkte“, sagte Trainer Martin Polomka.

Die Anfangszeit gehörte vor den Augen des früheren Nationalspielers David Odonkor (trainiert den Ligakonkurrenten Bad Pyrmont) und 96-Trainer André Breitenreiter eindeutig den Gastgebern. Doch die besten Chancen ließen Jonas Jürgens mit einem Schuss, den Torwart Diego Marrero klasse parierte, und Maurice Kleinert mit einem unplatzierten Kopfball liegen. Doch schließlich verflachte die Partie, es war nicht mehr das hohe Tempo im Spiel des Tabellenführers.

„Das war etwas pomadig von uns“, so Polomka. Allerdings waren die Eldagser offensiv zu harmlos, um die Situation auszunutzen und die HSC-Hintermannschaft vor große Probleme zu stellen. Mehr als ein paar ungefährliche Distanzschüsse sprangen nicht heraus.

In der Pause appellierte Polomka, wieder druckvoller zu agieren. Und das setzte seine Mannschaft schließlich auch um. Nach einem Querpass schoss Jürgens aus 15 Metern zur Führung ein (55.). Danach wurde Eldagsen etwas mutiger und es ergaben sich weitere Freiräume für den HSC. Doch die Konter spielte der Favorit auf den Aufstieg mangelhaft aus. „Das war Harakiri“, schimpfte Polomka. „Wenn wir nur die Hälfte der erstklassigen Möglichkeiten genutzt hätten, hätten wir mit fünf Toren Vorsprung gewonnen.“ ​

Teammanager räumt Platz frei

Doch so blieb es bis zuletzt spannend. Einmal hatte der HSC Glück, als die Querlatte den Ausgleich durch André Gehrke nach einem Freistoß aus 20 Metern verhinderte (85.). Mit einem weiteren Konter glückte den Gastgebern schließlich das erlösende 2:0 durch Ferhat Bikmaz (90.+2). „Mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, mit der Spielweise aber schon“, sagte FC-Trainer Holger Gehrmann. „Wir haben den HSC lange Zeit vor Probleme gestellt. Ein Punkt wäre die Belohnung für eine engagierte Leistung gewesen.“

Den Sieg hat die HSC-Elf am Ende Teammanager Martin Mader gewidmet. Dieser war in den vergangenen Tagen mit einigen Helfern intensiv damit beschäftigt, den Platz vom Schnee zu räumen und das Spiel überhaupt erst möglich zu machen. „Die Leistung ist schon hoch anzurechnen“, sagte auch Polomka.

Lokalteil HAZ, 05.03.2018 

„So heftig habe ich es noch nicht erlebt“

Hannovers Fußballer bibbern weiter – und selbst für Kunstrasenplätze gibt es keine Garantie

Es ist ja nicht so, als ob die bescheidene Wetterlage nicht auch etwas Gutes hätte. Für Fußballer und Verband dürfte dieser Winter noch lange in Erinnerung bleiben. Zumindest so lange, bis auf den nächsten Staffeltagen im Sommer über Alternativen diskutiert wird. Beide Seiten erleben in diesen Tagen gewissermaßen einen Hallo-wach-Effekt. Nach dem Motto „Für die nächste kalte Jahreszeit müssen wir uns etwas ausdenken – unabhängig davon, wie die dann am Ende wirklich ausfällt“. 20 Spiele oder sogar mehr in zwölf oder noch weniger Wochen, und für viele geht es dabei um den Aufstieg oder Klassenerhalt – so hart wie in dieser Saison hat es die Vereine schon lange nicht mehr getroffen.

Bereits im August Spielausfälle

Interessiert sich Thorsten Schuschel eigentlich für den Wetterbericht? „Nee, den habe ich mir noch nie groß angeschaut. Ich habe mir immer die tatsächlichen Verhältnisse angeschaut“, sagt der Mann, der als Vorsitzender des Spielausschusses im Bezirk sowie im Kreis in diesen Tagen alle Hände voll zu tun hat. „So heftig wie in dieser Saison habe ich es noch nicht erlebt“, sagt der 53-Jährige. „Die Besonderheit war, dass schon im August Spiele ausgefallen sind.“ Und auch an diesem Wochenende rechnet der Vorsitzende stark damit, dass nicht wirklich viel stattfinden kann. „Round about eine Woche wird es mindestens noch dauern, bis die Plätze einigermaßen bespielbar sind“, sagt er. Den Frust der Vereine bekam Schuschel nicht zuletzt bei den Staffeltagen der Landes- und Bezirksligisten Mitte Februar zu spüren, er betont allerdings: „Wir sitzen alle in einem Boot und arbeiten da mit Sicherheit nicht gegeneinander. Natürlich ist eine Unzufriedenheit da, aber die ist bei allen da. Es gilt jetzt zu schauen, wie geht es weiter und welche Möglichkeiten haben wir.“ Viele Termine sind nicht mehr frei. Ostern (30. März bis 2. April), der 1.-Mai-Feiertag, Christi Himmelfahrt (10. Mai), Pfingsten (19. bis 21. Mai) sowie englische Wochen – nicht nur der VfL Bückeburg II aus der Bezirksliga 2, der bislang erst neun Spiele absolviert hat, dürfte an allen genannten Terminen im Einsatz sein. „Die Bückeburger sind der Ausreißer“, sagt Schuschel. Für den SV Ramlingen/Ehlershausen II, SV Newroz Hildesheim, TSV Luthe, MTSV Aerzen, TuS Germania Hagen, VfL Borsum, SuS Sehnde, FC Lehrte II, TuS Mecklenheide, TSV Kolenfeld, TSV Goltern, FC Eldagsen II und den SV Wilkenburg sieht es aber nicht viel besser aus: Sie haben erst zehn Duelle absolviert.

Schuschel kann keinen zwingen

Und langfristig? In der Theorie könnten einzig die vier Kreisligastaffeln auf 14 Mannschaften reduziert werden. Das hätte vier Spieltage weniger und damit weniger Ausfälle zur Folge, wird aber wohl kaum umsetzbar sein. Bleibt die Lösung, in den ersten drei Monaten der Saison drei Partien unter der Woche über die Bühne zu bringen, sodass die Winterpause bereits Mitte November beginnen könnte. Schuschel hat diesen Vorschlag bereits vor sechs Jahren das erste Mal auf den Tisch gelegt, allerdings hätten sich in jeder Staffel einzelne Vereine dagegen ausgesprochen. „Wochenspieltage sind für die Landesliga beispielsweise nur schwer machbar. Fakt ist: Zwingen können wir keinen“, sagt Schuschel. So oder so werde dieses Thema bei den nächsten Staffeltagen erneut auf der Tagesordnung stehen. Dem Vorsitzenden schweben drei zusätzliche Spiele unter der Woche vor, und zwar Mitte oder Ende August, Anfang September und am 3. Oktober. Mittlerweile sei er sogar dazu bereit, Ausnahmen für einzelne Staffeln zu machen. „Wenn beispielsweise die Bezirksliga 2 sagt, wir sind dafür, würden wir diesen Vorschlag nur für diese Staffel umsetzen“, sagt der 53-Jährige und fügt hinzu: „Es gibt immer die Möglichkeit, sich auszutauschen, aber bisher ist noch keiner auf mich zugekommen und hat mir die goldene Lösung auf den Tisch gelegt.“

Sechs Spiele auf Kunstrasen

Die goldene Lösung wären Kunstrasenplätze, wie es sie demnächst bei 13 Vereinen im Stadtgebiet geben soll. Am Wochenende kommen allerdings lediglich der MTV Ilten (beim FC Preußen Hameln 07), FC Eldag­sen (beim HSC Hannover, siehe nebenstehender Kasten), TSV Luthe (beim SV Türkay Spor Garbsen), TSV Kirchdorf (beim TSV Barsinghausen) sowie Niedersachsen Döhren (beim SV Gehrden) und Wacker Neustadt (beim Mellendorfer TV) in den Genuss der Plastikwiese. Wenn der Schnee denn bis Sonntag geschmolzen ist. Die übrigen Begegnungen dürften erneut ausfallen.

Lokalteil HAZ, 02.03.2018

Darf (oder muss) der FC Eldagsen ran? Gehrmann würde sich unwohl fühlen

Das Gute an der derzeitigen Situation ist zumindest, dass sich außer Lucas Brünig niemand zusätzlich verletzen kann, weil an Training ja sowieso nicht zu denken ist. Holger Gehrmann lacht laut, als er mit dieser, zugegeben, nicht ganz ernst gemeinten These konfrontiert wird. Dabei kann es sich jedoch höchstens um Galgenhumor handeln, denn so richtig zum Lachen ist dem Trainer des Landesligisten FC Eldagsen derzeit eher nicht zumute. „Sollten wir am Sonntag wirklich spielen müssen, dann würde ich mich dabei sehr unwohl fühlen“, sagt Gehrmann. Vorbereitung auf die Auswärtspartie um 15 Uhr? Nicht möglich. Reguläre Platzverhältnisse? Wohl kaum.

Selbst auf Kunstrasen, wie ihn der gastgebende HSC Hannover sein Eigen nennt, ist ein fußballerischer Leckerbissen momentan eher nicht zu erwarten. „Es kann sein, dass es uns trifft und wir spielen müssen. Ob dabei dann allerdings ein vernünftiges Fußballspiel herauskommen wird, wage ich stark zu bezweifeln“, betont Gehrmann.

Lokalteil HAZ, 02.03.2018

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