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Springe wehrt Eldagsens ersten Matchball ab


3:1-Sieg in einem unterhaltsamen Derby vor 500 Zuschauern / FCE-Meisterfeier wohl nur aufgeschoben

Fußball. Die Meisterfeier des FC Eldagsen in der Bezirksliga 4 ist zwar aufgeschoben, aber nicht aufgehoben, da ist sich FCE-Trainer Karsten Bürst „tausendprozentig sicher“. Den ersten Matchball hat sein Team vergeben. 1:3 (0:2) unterlag Eldagsen vor knapp 500 Zuschauern beim FC Springe, der nach dem 3:5 im Bezirkspokal und dem 0:0 im Hinspiel die Derbybilanz für diese Saison ausglich. Die Laune haben die Springer den Eldagsenern damit nicht verdorben. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey!“ und „Die Nummer 1 im Bezirk sind wir!“, skandierten die Schwarz-Gelben in der Kabine – an einem Sieg am letzten Spieltag gegen Absteiger Ronnenberg zweifelt keiner von ihnen.

„Wir müssen aber alles besser machen gegen Ronnenberg“, sagt Bürst. Das ist freilich etwas übertrieben. Denn seine Mannschaft spielte zwar nicht gut, aber Ronnenberg ist bei weitem nicht so stark, wie es die Springer am Sonnabend waren. FCS-Coach Franz Genschick konnte – abgesehen von Torjäger Sönke Wyrwoll, den ein Magen-Darm Virus erwischt hatte – endlich einmal seine Bestbesetzung aufbieten. Zudem konnten die Springer, die am Vorwochenende letzte Zweifel am Klassenerhalt ausgeräumt hatten, befreit aufspielen.

Sie erwischten einen perfekten Start: Nach einem langen Einwurf von Julian Dettmer legte Dennis Offermann für Sascha Buchholz ab, der schoss aus 16 Metern – und traf Offermann, der den Ball unhaltbar zum 1:0 abfälschte (2.). Auch der zweite Angriff saß: Wieder ging ein langer Einwurf von Dettmer voraus, diesmal vollendete A-Junior Abudi Remmov (16.), der als Wyrwoll-Vertreter vor allem im ersten Durchgang eine starke Partie machte. Zwischendurch hatte Benjamin Rathe die Chance zum Ausgleich vergeben, als er frei zum Kopfball kam, das Tor aber knapp verfehlte (13.). Kurz nach dem 2:0 trat Springes Tim Dreyer über den Ball, Sebastian Westenfeld brachte das Leder aber nicht richtig aufs Tor, Ruven Klimke rettete ohne große Mühe einen Meter vor der Linie.

Mehr Chancen hatten die Gäste vor der Pause nicht. Springe stand hinten sicher, während die Eldagsener Abwehr so wacklig war, dass Bürst schon nach einer halben Stunde Rathe für Hendrik Luczak auf die Liberoposition beorderte. Dennoch schossen die Springer noch ein Tor – der Treffer von Steve Goede nach Vorlage von Remmov wurde wegen abseits jedoch nicht gegeben.

Eldagsen mühte sich nach der Pause, blieb im Angriff aber harmlos. Auch Springe hatte nicht mehr viele Chancen. Offermann verwandelte einen Strafstoß zum 3:0, nachdem Sascha Hahnenberg ungestüm gegen Buchholz eingestiegen war (72.). Das war die Entscheidung. Marcel Wendler hatte den Anschlusstreffer auf dem Fuß, sein Schuss aus elf Metern glich aber mehr einer Rückgabe. Immerhin holte Wendler noch einen Elfmeter raus, den André Gehrke zum FCE-Ehrentreffer verwandelte (88.). Für eine Aufholjagd war es aber schon zu spät.

FC Springe: Hake – Dreyer (82. Faour), Nieber, Klimke – Müller, Buchholz, Klippstein, Dettmer, Goede (65. Agaoglou) – Offermann, Remmov (85. Hamo).

FC Eldagsen: Bürst – Hahnenberg, Luczak, Timmermann – Gottschalk (79. Wendler), Hüsam, Gehrke, Rathe, T.Engelhardt (61. M.Engelhardt) – S.Westenfeld (84. Lösch), M.Westenfeld.

Tore: 1:0 Offermann (2.), 2:0 Remmov (16.), 3:0 Offermann (72./Foulelfmeter), 3:1 Gehrke (88./Foulelfmeter).

Neue Deister Zeitung, 30.05.2011

Derby-Splitter

Sönke Wyrwoll war wegen eines Magen-Darm-Infekts beim Derby nicht dabei – war aber Thema. Denn offenbar ist unsicher, ob der Torjäger in Springe bleibt. Der 21-Jährige strebt eine Ausbildung zum Physiotherapeuten an – Kreisligist SG Hameln 74 soll angeboten haben, sie zu finanzieren. „Da gehen wir nicht mit“, so FCS-Coach Genschick.

Eine dicke Lippe hatte André Gehrke nicht riskiert – aber Eldagsens Kapitän trug eine davon. Im Luftkampf war er mit Paul Nieber zusammengerasselt. Nieber blieb kurzzeitig benommen liegen, im Fallen traf sein Fuß aber noch Gehrke im Gesicht. Gehrke konnte nach dem Spiel aber schon wieder lachen – und tauschte zum Spaß noch mit Tim Dreyer das Trikot.

Die Verletzungspausen waren lang, die Comebacks kurz. Davon hat Stefan Meyer genug. Der Springer Kapitän, der in der gesamten Saison kaum 90 Minuten gespielt hat, teilte seiner Mannschaft vor dem Derby mit, dass er sich eine Auszeit vom Fußball nimmt: „Ich will mich erstmal um mich kümmern“, sagt Meyer, der demnächst nach Eldagsen zieht. „Mein Pass bleibt aber in Springe“, stellt er klar.

Es war alles für eine Triumphfahrt nach Eldagsen vorbereitet: Trecker und Anhänger standen bereit – geschmückt war der Festwagen aber noch nicht: „So arrogant sind wir auch nicht“, so Fahrer Rainer Siuts. Der Schmuck blieb unsichtbar im Anhänger – nach Hause gefahren ist die Mannschaft damit trotzdem.

Nicht alle Fans beim Derby interessierten sich nur für Fußball. Springes zweifacher Dennis Offermann staunte nicht schlecht, als er beim Versuch, einen Ball zu erreichen, über die Grundlinie auslief, dabei einen Zuschauer, der gerade von Getränkestand kam, leicht touchierte und von ihm gemaßregelt wurde: „Paß doch auf, mein Bier!“

A propos Bier: Das hatten sich die Springer nach dem Sieg verdient. Das fand auch HF-Manager Dennis Melching – und spendierte der FCS-Mannschaft noch neben dem Platz eine Runde.

Einen Tag nach der Niederlage in Springe nahm FCE-Coach Karsten Bürst Revanche. Er betreut in den letzten Saisonspielen die Eldagsener Reserve in der 2. Kreisklasse – und die gewann gestern gegen Springe II mit 3:2.

Neue Deister Zeitung, 30.05.2011 

Derby-Stimmen

Springes Trainer Franz Genschick: „Unser Sieg war hoch verdient. Die Ordnung stimmte, Jeder wollte und wir hatten endlich mal fast alle an Bord. Das war ein versöhnlicher Abschluss, wir haben auch ein paar schöne Chancen rausgespielt.“

FCE-Coach Karsten Bürst: „In der ersten Halbzeit haben wir Springe zu viel Raum gelassen, die standen hinten gut und haben vorne eiskalt zugeschlagen. In der zweiten Halbzeit haben wir versucht, Druck zu machen. Die Niederlage wirft uns nicht um, wir haben 29 Spieltage lang gezeigt, was für eine geile Einheit wir sind. Dann machen wir es eben nächste Woche klar, wir sind von der Qualität her klar besser als Ronnenberg.“

Eldagsens Kapitän André Gehrke: „Keiner von uns hat seine Leistung gebracht, alle wirkten etwas verunsichert, obwohl es dafür eigentlich keinen Grund gab. Ich habe aber Nullkommanull Zweifel, dass wir am nächsten Wochenende Meister werden.“

FCS-Kapitän Julian Dettmer: „Die Saison hat uns der Sieg nicht gerettet, aber den Tag. Wir brauchen anscheinend immer ein großes Publikum. Heute hat sich die Qualität der Einzelspieler gegen das Kollektiv durchgesetzt. Wir haben gezeigt, dass wir gut spielen können. Wenn wir Spaß am Fußball entwickeln, hält uns nicht viel auf.“

Neue Deister Zeitung, 30.05.2011

Gute Einzelspieler gegen starkes Kollektiv

FC Springe empfängt morgen den FC Eldagsen zum Derby / Bei Sieg sind die Gäste Meister

Fußball (jab). Die mit ziemlicher Sicherheit größte Kulisse des Jahres hatte Bezirksligist FC Springe vor eineinhalb Wochen beim Jubiläumsspiel gegen Hannover 96. Das nächste Highlight folgt am morgigen Sonnabend (16 Uhr). Dann gastiert der FC Eldagsen zum Bezirksliga-Derby an der Harmsmühlenstraße. „Da werden ein paar hundert Zuschauer da sein“, sagt FCS-Kapitän Julian Dettmer, „da muss man sich nicht groß motivieren.“ Die Gäste sind nicht nur durch die Kulisse motiviert –sie können in Springe die Meisterschaft perfekt machen. „Es könnte ein ganz netter Tag werden“, so Eldagsens Mannschaftsführer André Gehrke lakonisch.

Die Meisterschaft in Springe unter Dach und Fach zu bringen, wäre für ihn „das i-Tüpfelchen auf eine tolle Saison“, sagt Gehrke Anspannung sei da, aber kein großer Druck. Selbst bei einer Niederlage könnte der Titel schon morgen perfekt sein, sollte Tündern nicht gegen Rinteln gewinnen. Selbst wenn nicht: „Dann machen wir es nächstes Wochenende gegen Ronnenberg klar, da habe ich keine Zweifel“, sagt FCE-Trainer Karsten Bürst.

Die Eldagsener haben also nichts zu verlieren, selbst in der Derby-Bilanz: Im Bezirkspokal gewann der FCE gegen Springe, im Hinspiel gab es ein 0:0. Abgesehen vom torlosen Remis im Februar sah in den letzten Jahren im Derby der vermeintliche Favorit immer schlecht aus. „Davor habe ich ein bisschen Angst“, gesteht Gehrke.

Schließlich können auch die Springer, seit sie am vorigen Wochenende die letzten Zweifel am Klassenerhalt beseitigt haben, befreit aufspielen. Viele Spieler sind angeschlagen, „aber ich glaube nicht, dass sich jemand schont“, sagt Dettmer. Er selbst trug beim Sieg gegen Niedernwöhren einen Bluterguss am Oberschenkel davon und konnte nicht trainieren, „aber ich spiele mit, keine Frage“.

Dass die Eldagsener in Springe Meister werden können, „ist für die Mannschaft nicht so wichtig, eher für die älteren Fans“, sagt Dettmer. Ein Sieg wäre aber nicht schlecht, „dann könnten wir sagen, der Meister hat gegen uns nur einen Punkt auf einem Rübenacker geholt“. Das Hinspiel in Eldagsen war für beide Teams das erste nach der Winterpause.

FCS-Stürmer Dennis Offermann hat keine allzu guten Erinnerungen daran. Er wurde damals von FCE-Manndecker Heinrich Eicke – nicht nur mit fairen Mitteln – abgemeldet und ließ sich kurz vor Schluss zu einem Frustfoul hinreißen. Es war der einzige Aufreger beim ansonsten emotionslosen 0:0.

Gegen Eicke muss sich Offermann diesmal nicht durchsetzen – angenehmer wird sein Gegenspieler aber nicht: „Sascha Hahnenberg wird gegen Offermann spielen“, kündigt Bürst an. Um Springes bislang besten Torschützen Sönke Wyrwoll soll sich Benjamin Timmermann kümmern. Adrian Gottschalk soll auf der rechten Außenbahn für Sicherheit sorgen.

„Wir wollen nicht mauern, aber wir werden auch nicht mit Mann und Maus stürmen“, sagt Bürst. Wie er erwartet auch Gehrke ein Derby mit zwei Teams auf Augenhöhe. „Springe hat die besseren Einzelspieler“, sagt der FCE-Torjäger, „aber wir haben das stärkere Kollektiv.“

"n" Das Bezirkssportgericht hat unterdessen das Verfahren wegen des Einspruchs des FC Eldagsen gegen das Aufstiegsverbot in die Landesliga eingeleitet. Die Verhandlung wird voraussichtlich am kommenden Dienstag stattfinden. Das Hauptargument der Eldagsener, die von der Rechtsanwältin Angelika Bode aus Hannover vertreten werden: Sie hätten vor der Saison angesichts von etlichen D-Juniorenspielern sehr wohl eine eigene Elfer-C-Juniorenmannschaft gemeldet, wie sie laut Anhang der NFV-Spielordnung von potenziellen Landesligisten gefordert ist. Es sei aber keine Staffel zustande gekommen, daher hätte der FCE stattdessen zwei Siebener-D-Juniorenteams gemeldet. Ralf Serra, beim NFV für Vereins- und Verbandsrecht zuständig, geht davon aus, dass dieser Punkt im Sportgerichtsverfahren durchaus eine Rolle spielen könnte.

Neue Deister Zeitung, 27.05.2011

Zwei "Erzrivalen" unter einem Dach

Gottschalk (FCE) und Meyer (FCS) wohnen demnächst im gleichen Haus – Kabbeleien gehören dazu

Fußball (jab). Die Rivalität zwischen Springer und Eldagsener Fußballern ist legendär – aber längst nicht mehr so schlimm wie einst. Bestes Beispiel: Adrian Gottschalk und Stefan Meyer. Die beiden Defensivspieler wohnen demnächst sogar im gleichen Haus in Eldagsen, obwohl der eine – Gottschalk – ein schwarz-gelbes Trikot trägt, und der andere – Meyer – ein schwarz-weißes.

„Ich bin ganz froh, dass hier einer einzieht, mit dem ich mich gut verstehe“, sagt Gottschalk, der gerade das Haus, das seine Freundin Simone geerbt hat, renoviert. Ins Obergeschoss zieht demnächst Meyer mit seiner Freundin Laura, Simones Schwester, ein. Angst, nach Eldagsen zu ziehen, hat Meyer nicht, „aber wenn die Meister werden, werde ich ein paar Seitenhiebe kriegen beim Schützenfest“, sagt er. Schon am kommenden Sonnabend (16 Uhr) könnten die Eldagsener den Titel in der Bezirksliga 4 perfekt machen – im Derby in Springe würde schon ein Remis reichen.

Wenn Erzrivale Eldagsen ausgerechnet in Springe Meister werden würde, wäre das für Meyer, der wegen seiner Verletzung im Derby „ziemlich sicher nicht“ spielen wird, „sportlich ganz bitter“. Neidisch ist er, das gibt er ganz offen zu, „weil ich auf jeden neidisch bin, der Erster wird. Denn als Sportler will ich schließlich auch immer Erster werden“.

Von Platz eins ist der FC Springe in dieser Saison weit entfernt, erst am vorigen Wochenende machten die Schwarz-Weißen den Klassenerhalt endgültig perfekt – Grund genug für kleine Sticheleien aus Eldagsen. „Wir kabbeln uns immer mal ein bisschen“, sagt Gottschalk, „bei 17 Punkten Vorsprung auf Springe ist das recht angenehm.“ Natürlich hat Meyer aber eine passende Antwort parat. „Meister der Herzen ist ja schön und gut...“, sagt er.

Denn aufsteigen darf der FCE bekanntermaßen nicht. „Wir necken sie damit“, sagt Meyer, „so wie sie uns damit necken, dass es bei uns sportlich nicht läuft.“ Schadenfroh sei beim FCS aber niemand, versichert er: „Wir würden Eldagsen alle den Aufstieg gönnen. Wer sportlich Erster wird, hat es verdient, eine Liga höher zu spielen.“

Dass daraus wohl nichts wird, ist für Gottschalk „ganz bitter. Die letzten Wochen waren nicht einfach für uns. Dass trotzdem keiner den Kopf hängen gelassen hat, ist sagenhaft“. Gottschalk ist wegen des Hausumbaus derzeit im Stress und hat gerade eine kleine Formkrise bewältigt. Gesetzt ist er im Team trotzdem, „wir haben ja auch keinen allzu großen Kader“, sagt er. Verstärkung könnten sie in Eldagsen gut gebrauchen. Einen wie Meyer? „Ich habe die Fühler mal ausgestreckt“, sagt Gottschalk grinsend – ganz so weit geht die Freundschaft wohl aber doch nicht.

Neue Deister Zeitung, 26.05.2011

FCE erhebt Einspruch - ohne große Hoffnungen

Bezirks-Sportgericht muss nun entscheiden, ob Eldagsen in die Landesliga aufsteigen darf

Fußball (jab). Vor etwas mehr als einer Woche erhielt Bezirksligist FC Eldagsen Post vom Bezirksspielausschuss. Darin wurde dem designierten Meister der Staffel 4 offiziell mitgeteilt, dass er nicht die Bedingungen erfüllt, um am Spielbetrieb in der Landesliga teilzunehmen, und deshalb nicht aufsteigen darf. Gegen diesen Verwaltungsbeschluss haben die Eldagsener nun wie angekündigt Einspruch eingelegt. „Große Hoffnungen mache ich mir allerdings nicht“, sagt der FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld.

Ihm ist nach wie vor „unverständlich, dass man im Verband so wenig nach unten schaut und sieht, was in den Vereinen passiert“. Nach den Statuten des Niedersächsischen Fußballverbandes (NFV) darf der FCE nicht aufsteigen, weil er über keine eigenständige A-, B- oder C-Juniorenmannschaft verfügt. Der Eldagsener Nachwuchs kickt in Jugendspielgemeinschaften (JSG), die laut NFV-Spielordnung nicht ausreichen, um nachhaltige Jugendarbeit nachzuweisen, die für den Start von Herrenteams in den höheren Ligen verlangt wird. Gefordert werden, wenn schon keine eigenen Teams, Jugendfördervereine (JFV), bei denen vertraglich geregelt ist, welcher Stammverein welche Spieler einbringt. So soll Mogeleien, wie sie sie offenbar in JSG gegeben hat, vorgebeugt werden. „Wenn ich will, kann ich aber auch so schummeln“, sagt Westenfeld, der überzeugt ist, dass die NFV-Statuten bald wieder geändert werden. „Sachsen-Anhalt hatte die gleiche Regelung, dort wurde sie schon wieder zurückgenommen“, sagt er.

Dass dem FCE das in der aktuellen Situation weiterhilft, kann sich allerdings auch Westenfeld kaum vorstellen. „Wir hoffen, dass das Sportgericht Gnade vor Recht ergehen lässt, wir leisten schließlich seit Jahren gute Jugendarbeit.“ Wie kulant das Gericht ist, dürfte sich vorher im Fall des STK Eilvese zeigen: Auch der seit langem feststehende Meister der Staffel 1 darf wegen fehlender Jugendteams nicht aufsteigen – gestern Abend wurde der Einspruch verhandelt.

 Neue Deister Zeitung, 25.05.2011

"Was Besonderes, überhaupt Meister zu werden"

FCE-Coach Karsten Bürst muss den Titel nicht unbedingt in Springe holen / Luczak verlässt Eldagsen

Fußball. Der FC Eldagsen lässt sich trotz Aufstiegsverbots im Titelrennen der Bezirksliga 4 nicht aufhalten. Nach dem 8:2-Erfolg am Sonntag in Klein Berkel fehlt den Schwarz-Gelben nur noch ein Punkt, um Meister zu werden. Holen könnten sie ihn am kommenden Sonnabend – beim FC Springe. Über das Derby, das nun zusätzliche Brisanz gewinnt, und Veränderungen im Kader sprach NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram mit FCE-Coach Karsten Bürst.

Ist es etwas Besonderes für Sie, dass Sie ausgerechnet in Springe Meister werden können?

Für den einen oder anderen vielleicht schon. Für mich ist es aber vor allem etwas Besonderes, überhaupt Meister werden zu können. In Springe wäre es schön, weil es vor einer großen Kulisse wäre. Aber wir fahren da ohne Stress hin, denn die fehlenden Punkte holen wir spätestens zu Hause gegen Ronnenberg, davon bin ich überzeugt.

Springe ist seit Sonntag gerettet und hat auch keinen Stress mehr. Beste Voraussetzungen also.

Ich freu mich auch drauf. Wir sind uns in den letzten Jahren auf Augenhöhe begegnet, es waren immer tolle Spiele, mit Ausnahme des 0:0 im Februar. Springe kann mit dem einen Spiel die ganze Saison retten. Wir wissen, dass es ein Derby mit großer Brisanz ist, dass sich der Stadionsprecher beim Spiel gegen 96 aber hinstellt und sagt, sie wollen dem Erzfeind aus Eldagsen die Meisterschaft versauen – darüber bin ich richtig sauer. Rivalität muss sein, aber das gehört sich nicht.

Hat der Verein schon Einspruch gegen das Aufstiegsverbot eingelegt?  

Dazu kann ich gar nichts sagen, ich weiß nur, dass der Vorstand einen Anwalt eingeschaltet hat. Die Mannschaft nimmt es, wie es kommt. Wir müssen, egal in welcher Liga, die Euphorie nach dieser Riesensaison in die nächste Serie mitnehmen.

Tim Lösch verlässt den Verein – wer noch?

Hendrik Luczak hat vor dem Klein-Berkel-Spiel gesagt, dass er bei uns aufhört. Er hat einen Job in Braunschweig und wohnt in Hannover – auf Dauer wird ihm das zu stressig. Er merkt ja auch selber, dass ihm das Balltraining fehlt.

Holen Sie Ersatz?

Yannik Gronau, Christian Marx und Dominik Schröder stehen ja schon länger als Zugänge fest. Mit einem Spieler sind wir im Gespräch, aber fest ist noch nichts. Auf die Suche gehen wir nicht mehr, in der Zweiten sind ja auch noch ein paar Leute, die einspringen können.

Neue Deister Zeitung, 24.05.2011

Gehrke-Gala bei Eldagsens 8:2

Nach Tünderns Patzer winkt FCE der Titel schon in Springe

Fußball (jab). Matchball für den FC Eldagsen: Der Spitzenreiter der Bezirksliga 4 gewann gestern 8:2 (4:1) bei Absteiger TSV Klein Berkel. Weil Verfolger Tündern am Freitag in Stadthagen verloren hatte, reicht den Eldagsenern im Derby am kommenden Sonnabend beim FC Springe schon ein Punkt, um die Meisterschaft perfekt zu machen. „Das wird ein Hammerspiel“, freut sich Eldagsens Coach Karsten Bürst schon jetzt.

Der verlebte an der Seitenlinie einen ruhigen Nachmittag. Seine Mannschaft nahm das Spiel ernst, setzte die Gastgeber von Beginn an unter Druck und holte sich mit zwei frühen Toren schnell die nötige Sicherheit: Nach Treffern von Marius Westenfeld und dem überragenden André Gehrke, der an sieben der acht FCE-Tore beteiligt war, stand es schon nach zehn Minuten 0:2. „Wir haben auch spielerisch überzeugt“, so Bürst, der aber auch zugab: „Der Gegner hat uns gelassen.“

Neben Gehrke glänzte beim FCE vor allem Matthias Hüsam, der im defensiven Mittelfeld viele Zweikämpfe gewann und ebenfalls drei Tore erzielte. Einziger Wermutstropfen aus Eldagsener Sicht: Benjamin Rathe musste schon vor der Pause verletzt ausgewechselt werden. „Es sieht nicht gut aus für nächste Woche“, sagt Bürst.

FC Eldagsen: P.Bürst – Hahnenberg, Luczak, Gottschalk – Wendler, Hüsam, Gehrke, Rathe (39. M.Engelhardt), Timmermann (71. Eicke) – S.Westenfeld, M.Westenfeld.

Tore: 0:1 M.Westenfeld (4.), 0:2, 0:3 Gehrke (10./ Foulelfmeter, 30.), 0:4 Hüsam (35.), 1:4 Schmidt (39.), 1:5 Gehrke (60.), 2:5 Schmidt (66.), 2:6, 2:7 Hüsam (70., 83.), 2:8 Lösch (84.).

Neue Deister Zeitung, 23.05.2011

Bürst reicht auch ein knapper Sieg

Bezirksliga-Primus FC Eldagsen gastiert bei Absteiger Klein Berkel

Fußball (jab). Mittlerweile hat der FC Eldagsen es schriftlich: Der Spielausschuss informierte den Spitzenreiter der Bezirksliga jetzt offiziell, dass er auch im Falle des Titelgewinns wegen fehlender eigener Jugendmannschaften nicht in die Landesliga aufsteigen dürfte. „Ich hoffe, die Jungs verkrampfen deswegen nicht“, sagt FCE-Coach Karsten Bürst. Der will als Belohnung für eine starke Saison wenigstens die Meisterschaft holen, „das könnte uns keiner mehr nehmen“. Auf dem Weg dahin ist ein Sieg am Sonntag (15 Uhr) beim bereits feststehenden Absteiger TSV Klein Berkel Pflicht.

Die Höhe des Sieges ist Bürst egal. „Wenn wir 1:0 oder 2:1 gewinnen, reicht mir das“, sagt der Trainer, „im Vorbeigehen gewinnt man solche Spiele nicht, das hat man ja gegen Niedernwöhren gesehen.“ Gegen das Schlusslicht gelang den Eldagsenern am vorigen Wochenende erst in der Nachspielzeit der entscheidende Treffer zum 2:1-Sieg.

Bürst hat den TSV beim 0:4 zuletzt gegen Rinteln beobachtet. „Nach vorne spielen die gar nicht so schlecht, da müssen wir einige entscheidende Leute abmelden“, sagt er, „aber in der Abwehr haben sie ihre Probleme.“ Das belegt auch die Tabelle. 45 Gegentreffer kassierte Klein Berkel in der Rückrunde – mehr als jedes andere Team.

Verzichten muss Bürst in Klein Berkel neben Florian Siuts auch auf Till Engelhardt, der sich beim Schulsport am Knie verletzte. Tim Lösch ist dafür wieder dabei, auch Moritz Engelhardt ist wieder fit. Im Formtief steckt Adrian Gottschalk. Bürst äußert aber Verständnis: „Er hat mit seinem Hausumbau wahnsinnig viel zu tun. Das schlaucht“, sagt er. „Aber Adi spielt von Anfang an, er wird seine Aufgabe erfüllen.

Neue Deister Zeitung, 20.05.2011

2:1 - der FC Eldagsen erzwingt das Glück

Nach Sieg gegen Niedernwöhren weiter Spitzenreiter / Marius Westenfeld trifft in der Nachspielzeit

Fußball. So wird man Meister – der FC Eldagsen hat zwar im Heimspiel gegen den TuS Niedernwöhren keinen spielerischen Glanz verbreitet, gegen das sieglose Bezirksliga-Schlusslicht mit großer Moral aber das Glück erzwungen. Mit der letzten Aktion des Spiels erzielte Marius Westenfeld den Treffer zum 2:1 (0:1)-Sieg, mit dem der FCE die Tabellenführung vor Tündern, das gegen Gehrden mit 3:1 gewann, verteidigten.

„Man merkt, dass wir uns zu viele Gedanken machen über die Geschichte“, sagte Eldagsens Trainer Karsten Bürst in Anspielung darauf, dass den Schwarz-Gelben wegen fehlender eigener Jugendmannschaften der Aufstieg verweigert werden soll.

Eine Halbzeit lang sah es allerdings so aus, als würde sich das Thema Aufstieg schon sportlich erledigen. Die Gastgeber hatten zwar gefühlte 75 Prozent Ballbesitz, ließen aber Ideen im Angriff vermissen. „Die rechte Seite war tot“, so Bürst. Benjamin Timmermann vertrat auf der Außenbahn den verletzten Florian Siuts, setzte aber offensiv keine Akzente. So hatten die Gäste, die in der Abwehr sicher standen, vor dem Seitenwechsel die besseren Chancen. FCE-Keeper Patrick Bürst verhinderte im direkten Duell gegen Arne Wittenberg zunächst die Niedernwöhrener Führung (37.). Beim Lupfer von TuS-Kapitän Markus Mensching war er allerdings machtlos (42.).

Karsten Bürst brachte nach der Pause Marcel Wendler auf der rechten Seite, Timmermann rückte für den enttäuschenden Adrian Gottschalk in die Innenverteidigung. Jetzt entwickelten die Gastgeber mehr Druck über Außen – und kamen zu klaren Chancen. Schon drei Minuten nach Wiederbeginn köpfte Matthias Hüsam den starken TuS-Keeper Veit Ehlerding an, im Nachsetzen stocherte er den Ball über die Linie – Schiedsrichter Boris Schreiber entschied auf abseits. Wenige Minuten später war es dann soweit: Mit einem Schlenzer vom Strafraumeck machte André Gehrke den Ausgleich (54.).

Die Eldagsener hatten genügend Gelegenheiten, alles klar zu machen. Die größte vergab Benjamin Rathe, dessen Schuss Ehlerding an den Innenpfosten lenkte. So war es auch in der Nachspielzeit. Eine Flanke von Sebastian Westenfeld verlängerte Gehrke per Hinterkopf zu dessen Bruder Marius, der mit dem Rücken zum Tor im Fallen abzog. Wieder war Ehlerding dran, wieder ging der Ball an den Pfosten. Diesmal sprang er aber nicht vor, sondern hinter der Linie auf – und Sekunden später war Westenfeld unter seinen Mitspielern begraben.

FC Eldagsen: P.Bürst – Hahnenberg, Luczak, Gottschalk (46. Wendler) – Timmermann, Hüsam, Gehrke, Rathe, T.Engelhardt – S.Westenfeld, M.Westenfeld.

Tore: 0:1 Mensching (42.), 1:1 Gehrke (54.), 2:1 M.Westenfeld (90.+1).

Neue Deister Zeitung, 16.05.2011

"Eigene Regeln würden mit Füßen getreten"

FC Eldagsen will Aufstiegsverbot nicht akzeptieren / Morgen Heimspiel gegen Absteiger Niedernwöhren

Fußball (jab). Es ist schon verrückt. Jahrelang hat André Gehrke Angebote von höherklassigen Vereinen ausgeschlagen, um weiter mit seinen Kumpels beim FC Eldagsen spielen zu können. Jetzt ist die Chance zum Greifen nah, dass der FCE Meister der Bezirksliga 4 wird und Gehrke mit seinen Kumpels in der Landesliga spielen könnte – wäre da nicht die NFV-Spielordnung, die wahrscheinlich Eldagsens Aufstieg verhindert, weil die Schwarz-Gelben keine eigene A-, B- oder C-Jugend zum Spielbetrieb gemeldet haben. „Seit ich davon erfahren habe, hatte ich immer, wenn ich über Fußball nachgedacht habe, eine Hasskappe“, sagt Gehrke, „aber es geht ja nicht nur um mich. Mir tut es auch für die Jungs leid, die haben sich ja auch alle den Arsch aufgerissen.“

Der entsprechende Anhang der NFV-Spielordnung zielt auf Nachhaltigkeit in der Jugendarbeit bei potenziellen Landes- und Oberligisten ab. Die betreibt der FC Eldagsen eigentlich schon seit Jahren, die aktuelle Mannschaft sei dafür das beste Beispiel, findet Trainer Karsten Bürst. „90 Prozent meiner Spieler kommen aus der eigenen Jugend“, sagt er. Würde dieser Mannschaft der Aufstieg verweigert, wäre das „ein Schlag in die Fresse“.

Gehrke drückt es nicht ganz so drastisch aus: „Der Verband würde die Regeln, die er selber aufgestellt hat, mit Füßen treten“, sagt er. Denn der FC Eldagsen hat sehr wohl genügend Jugendspieler. Die sind allerdings allesamt in Jugendspielgemeinschaften (JSG) aktiv, die laut NFV-Spielordnung nicht akzeptiert werden – anders als Jugendfördervereine (JFV). Aber wo ist eigentlich der Unterschied? „JFV sind von vornherein auf Dauerhaftigkeit ausgelegt“, sagt der Spielausschussvorsitzende des NFV-Bezirks Hannover, Thorsten Schuschel. Unter anderem könne vertraglich festgelegt werden, welcher Stammverein wie viele Spieler einzubringen hat. JSG dagegen dienten als Überbrückung, falls ein Klub für eine Saison keine eigene Jugendmannschaft zusammenbekommt.

Auf den entsprechenden neuen Passus der Spielordnung sei beim Staffeltag vor der Saison explizit hingewiesen worden, sagt Schuschel. Dass ein Verein wie Eldagsen nicht mit dem Aufstieg gerechnet hatte und deshalb die entsprechenden Schritte nicht in die Wege geleitet hat, sei für den Spielausschuss kein Argument. Er werde den Bescheid, dass der FCE nicht aufsteigen darf, bald verschicken, „obwohl sie noch nicht Meister sind. Wir wollen ihnen aber Gelegenheit geben, rechtzeitig Rechtsmittel einzulegen“, sagt Schuschel. Dann würde das Bezirkssportgericht entscheiden, ob es für Eldagsen eine Sonderfallregelung gibt. „Für mich spricht wenig dagegen“, sagt Gehrke.

Zuerst müssen die Eldagsener allerdings Meister werden. Vier Spieltage vor Schluss liegen sie zwei Punkte vor Tündern, am Sonnabend (16 Uhr) kommt das bereits abgestiegene und noch sieglose Schlusslicht Niedernwöhren. „Die Einstellung wird ganz wichtig sein“, sagt Gehrke, der warnt: „Niedernwöhren hat in der Rückrunde oft nur knapp verloren, wir müssen schnell klare Verhältnisse schaffen.“ Niedergeschlagenheit sei in der Mannschaft nicht zu spüren, „eher eine Trotzstimmung. Alle sagen: jetzt erst recht.“

Neue Deister Zeitung, 13.05.2011

FC Eldagsen nimmt mit 2:0-Sieg Hürde in Rinteln

 Bürst-Team baut Führung gegenüber Tündern aus / Mannschaft zeigt Charakter trotz Hiobsbotschaft

Fußball (gö). Der FC-Express rollt, rollt und rollt und gerät auch nicht durch die zwei Tage zuvor bekannt gewordene Hiobsbotschaft vom Fußballbezirk in Sachen Landesliga-Aufstieg. Beim SC Rinteln, der sechs Spiele in Folge nicht verloren hatte, feierte die Mannschaft von Trainer Karsten Bürst einen 2:0 (1:0)-Sieg.

„Meine Mannschaft hat einen Riesencharakter gezeigt. Sie will einfach nur Fußball spielen. Der Titel ist für uns ganz wichtig. Alles andere steht in den Sternen“, so Bürst nach dem Erfolg, mit dem sein Team die Führung gegenüber HSC BW Tündern ausbauen konnte, da der Tabellenzweite über ein 2:2-Remis gegen xy nicht hinaus gekommen war.

Was kam vom Bezirk? Eldagsen erfüllt nicht die Voraussetzungen zum Aufstieg in die Landesliga. Der Verein verfügt zwar über eine 2. Herren aber nicht die geforderte A-, B- oder C-Jugend.

In Rinteln ließen sich die Gelb-schwarzen in den 90 Minuten von dieser Schockmeldung nichts anmerken und hatten durch Benjamin Rathe (6.) die Chance zur frühen Führung. Die erste und einzige Möglichkeit in der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber in der 13. Minute, doch der Ball ging gegen die Querlatte und darüber hinweg ins Aus. Einen Distanzschuss von Marius Westenfeld konnte der Rintelner Torwart gerade noch aus dem Dreieck holen.

Dann aber die Eldagsener Führung: Nach Vorarbeit von Sebastian Westenfeld und André Gehrke vollendete Marius Westenfeld zum 1:0. Zwei weitere Chancen hatte Gehrke (30., 45.), doch sein Freistoß und ein Distanzschuss verfehlten nur knapp das SC-Gehäuse.

Nach der Pause dominierte Eldagsen Spiel und Gegner. Gehrke (48.), S. Westenfeld (61.) und Matthias Hüsam (74.) hatten mit ihren Chancen für die vorzeitige Entscheidung sorgen können. Die gelang Gehrke (76.) mit einem an Hüsam verursachten Foulelfmeter. Das 2:0 war die Entscheidung, denn in den verbleibenden 14 Minuten verwaltete Eldagsen das Ergebnis.

FC Eldagsen: P. Bürst – Hahnenberg, Gottschalk (72. Eicke), Engelhardt, Gehrke, Rathe, Hüsam, M. Westenfeld (82. Wendler), Timmermann, Luczak, S. Westenfeld.

Tore: 0:1 M. Westenfeld (27.), 0:2 Gehrke 76. FE).

Neue Deister Zeitung, 09.05.2011

FC Eldagsen konzentriert sich wieder aufs Wesentliche

Eldagsen will sich gegen Kellerkinder auch weiter keine Ausrutscher erlauben / Sonntag nach Rinteln

Fußball (jab). Zehn Spiele hat der FC Eldagsen in dieser Saison nicht gewonnen – abgesehen vom 0:0 gegen Springe ließen die Schwarz-Gelben alle Punkte gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte liegen. Gegen die Teams von unten hat sich der Bezirksliga-Spitzenreiter bislang keine Ausrutscher erlaubt. Das soll auch so bleiben. Im Endspurt muss der FCE noch gegen die letzten Vier der Tabelle und beim FC Springe antreten. Die wohl schwerste Aufgabe abgesehen vom Derby wartet am Sonntag (15 Uhr) beim SC Rinteln, der derzeit Relegationsplatz 13 belegt und die letzten sechs Spiele nicht verloren hat.

„Dass die so weit unten stehen, verstehe ich nicht“, sagt Eldagsens Trainer Karsten Bürst. Er hat Respekt vor der dribbelstarken Offensive des SCR, der seit der Winterpause von Duran Gök, der zuvor bei Union Stadthagen an der Linie stand, betreut wird. „Der hat eine Menge draus gemacht in den letzten Monaten“, so Bürst. Seine Elf war am vergangenen Wochenende spielfrei, kniete sich statt auf dem Platz bei der Organisation des Tanz in den Mai rein. „Jetzt konzentrieren wir uns wieder auf das Wesentliche“, sagt Bürst, der auch gegen die Kellerkinder die richtige Einstellung fordert. „Wir haben eine riesige Chance“, sagt er. „Wenn wir aufsteigen wollen, müssen wir in Rinteln gewinnen. Ein Punkt reicht da nicht.“ Bis auf Florian Siuts, der sich beim 1:2 zuletzt gegen Barsinghausen einen Bänderriss zuzog, und Tim Lösch, der arbeiten muss, hat Bürst alle Mann an Bord. Alle seien griffig im Training, „ich muss niemanden groß motivieren“. Die einzige Befürchtung, die der FCE-Coach hat: dass sein Team sich jetzt unter Druck setzt. Gegen Barsinghausen hatte er das beobachtet. „Wir müssen wieder so befreit aufspielen, wie bei den acht Siegen zuvor“, sagt Bürst.

Neue Deister Zeitung, 06.05.2011

Eldagsen Gewinner des Wochenendes

Eldagsen (jab). Weil sie ihr Spiel gegen Exten vorgezogen hatten, waren die Bezirksliga-Kicker des FC Eldagsen gestern nicht im Einsatz – sie dürfen sich aber trotzdem als Gewinner des Wochenendes fühlen. Denn HSC BW Tündern kam gegen den VfR Evesen über ein 1:1 nicht hinaus und liegt wegen der schlechteren Tordifferenz in der nun begradigten Tabelle weiter hinter dem FCE. Und auch der dritte noch ernstzunehmende Titelkandidat SpVgg Bad Pyrmont unterlag gegen Barsinghausen und liegt nun schon fünf Zähler hinter Eldagsen.

Einen kuriosen 11:0-Sieg feierte der SV Nienstädt bei der SG Ronnenberg. Ylli Syla traf dabei siebenmal. Und auch Torwart Björn Schütte, der in der 69. Minute ins Feld gewechselt war, steuerte zwei Treffer bei.

Neue Deister Zeitung, 02.05.2011

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