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Neue Deister Zeitung
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Gut zu wissen: Es geht auch ohne Gehrke

Fußball (jab). Der FC Eldagsen wird von der Konkurrenz auch gerne mal als „FC Gehrke“ tituliert. Ohne Spielmacher André Gehrke, so heißt es oft, seien die Schwarz-Gelben nur die Hälfte wert. Das dem nicht so ist, haben die Eldagsener spätestens am vorigen Wochenende bewiesen, als sie auch ohne ihren Kapitän 3:1 beim TSV Barsinghausen – einem der Konkurrenten im Kampf um den dritten Platz – gewannen. „André ist ein ganz wichtiger Faktor für uns, allein durch seine Präsenz auf dem Platz“, sagt FCE-Coach Milan Rukavina vor dem Heimspiel morgen (14 Uhr) gegen Eintracht Exten, „ich weiß aber, dass wir auch ohne ihn genug Qualität haben.“

Ob Gehrke gegen Exten wieder spielt, ist noch offen. Im Abschlusstraining vor dem Barsinghausen-Spiel war er während einer kurzen Pause ohnmächtig zusammengebrochen. „Das passiert mir öfter, wenn ich nach körperlicher Anstrengung zur Ruhe komme“, sagt Gehrke. Erste Untersuchungen von Herz und Blutwerten hätten keine Auffälligkeiten ergeben, gestern stand noch ein Belastungs-EKG an. „Wenn dabei nichts rauskommt, kann ich wohl spielen“, sagt Gehrke. Am Sonntag in Barsinghausen sei als Zuschauer die Gefahr größer gewesen, in Ohnmacht zu fallen, „so spannend war es, aber die Jungs haben es richtig gut gemacht“.

In Bestbesetzung konnte der FCE in dieser Saison fast noch nie auflaufen. Dennoch ist Eldagsen seit zehn Spielen ungeschlagen. Da klingt es fast wie eine Drohung an die Konkurrenz, wenn Rukavina sagt: „Irgendwann kommt der Zeitpunkt, dass alle an Bord sind.“ Neun Punkte Rückstand hat der FCE noch auf den zuletzt schwächelnden Spitzenreiter Bad Pyrmont, acht auf die SG Hameln 74. Rinteln liegt als Dritter nur einen Zähler vor dem FCE.

Geht noch was im Titelkampf? „Acht und neun Punkte sind ein Brett, da musst du die direkten Duelle gewinnen und die Serie fortsetzen“, sagt Rukavina. So weit mag er noch nicht vorausschauen. „Platz drei können wir in Angriff nehmen, aber erstmal will ich den Abstand nach hinten vergrößern.“

Grundvoraussetzung sei ohnehin ein Sieg morgen gegen Exten (Rukavina: „Wenn kein Wintereinbruch kommt, gehe ich davon aus, dass wir spielen.“). Eine Woche später gastiert Eldagsen bei der SG 74. Danach, so Rukavina, „können wir darüber philosophieren, was noch möglich ist in dieser Saison.“

Neue Deister Zeitung, 30.11.2012

3:1 in Barsinghausen - FCE seit zehn Spielen unbesiegt

Verdienter Erfolg / Gehrke und Geide fallen kurzfristig aus

Fußball (eb). Genau so hatte Milan Rukavina das Duell seines FC Eldagsen beim TSV Barsinghausen erwartet – mit viel Hektik und packenden Zweikämpfen am Rande des Legalen. Für beide Teams ging es indirekt um den 3. Tabellenplatz der Bezirksliga 4. „Kleinigkeiten haben letztlich den Ausschlag gegeben. Verdient für uns, wie ich meine, weil wir mehr investiert haben“, erklärte der FCE-Coach nach dem dramatischen 3:1 (0:0)-Erfolg.

Eine Stunde lang beharkten sich die Kontrahenten und neutralisierten sich weitgehend, ehe die Partie an Fahrt aufnahm. Für Unmut sorgte ein ums andere Mal Schiedsrichter Fabio Rüdiger, der auf beiden Seiten nicht immer glücklich in seinen Entscheidungen war.

Nach torloser erster Halbzeit Glück für den FCE: Unmittelbar nach Wiederbeginn versagte der Referee den Gastgebern einen Treffer wegen vermeintlicher Abseitsstellung – höchst grenzwertig. Das Derby wurde rassiger. Ein erstes Achtungszeichen setzte Alexander Schröder (72.) mit einem Pfostenschuss. Wenig später machte es Yannik Gronau besser – sein Linksschuss aus 16 Metern schlug flach im Eck ein. Dann kam der TSV und die Partie wurde ruppiger.

„Weltklasse“, rief Rukavina seinem Schlussmann Patrick Bürst in der 84. Minute zu, als der FCE-Keeper einen Freistoß der Barsinghäuser mit einer sensationellen Parade aus dem Winkel geholt hatte und kurz zuvor schon mit einer Blitzreaktion gegen Wittkohl zur Stelle gewesen war. Quasi im Gegenzug köpfte Matthias Hüsam eine Bürst-Ecke zum 2:0 ein. Dennoch kein Durchatmen für Rukavina, denn direkt nach dem Anstoß verkürzte TSV-Kapitän Brockmann auf 1:2. Fünf Minuten Nachspielzeit – während Barsinghausen alles nach vorn warf, lauerte Eldagsen auf Konter. Mit Erfolg, denn Marius Westenfeld bediente Rafael Bürst mustergültig – 3:1 und Jubel!

Der FCE ist mittlerweile seit zehn Partien ungeschlagen. Für Rukavina war es der dritte Sieg im dritten Spiel – und das, obwohl gestern André Gehrke und auch Oliver Geide kurzfristig krankheitsbedingt passen mussten. Verdienter Lohn ist Rang 4.

Eldagsen: P. Bürst – Gottschalk (58. Ibrahim), Engelhardt, Rathe, Hüsam, M. Westenfeld, Marx (70. Wendler), Gronau, Siuts, Schröder, R. Bürst (90.+4 Nold).

Tore: 0:1 Gronau (80.), 0:2 Hüsam (85.), 1:2 Brockmann (86.), 1:3 R. Bürst (90.+5).

Neue Deister Zeitung, 26.11.2012

FC Eldagsen II gewinnt zu Hause

FC Eldagsen II – SV Koldingen II 3:1 (1:1). Eldagsen tat sich in der ersten Hälfte schwer gegen das Schlusslicht und geriet in der 35. Minute sogar in Rückstand. Sascha Voges gelang noch vor der Pause das 1:1 (43.). Im zweiten Abschnitt investierte Eldagsen mehr ins Spiel und schaffte durch Tore von Marc Burmeister (60.) und Christoph Harmeier (70.) den Arbeitssieg.

Neue Deister Zeitung, 26.11.2012

Rukavina fordert mehr Effektivität im Angriff

Beim konterstarken TSV Barsinghausen muss Eldagsen seine Chancen konzentriert abschließen

Fußball (jab). Zwei klare Siege gegen Hagen und Obernkirchen – das ist die Bilanz von Milan Rukavina als Neu-Trainer des FC Eldagsen. Jetzt wartet in der Bezirksliga 4 ein anderes Kaliber auf seine Mannschaft. Die Reise geht am Sonntag (14 Uhr) zum TSV Barsinghausen, der in der Hinrunde genau wie Eldagsen 25 Punkte geholt hat. „Das ist ein Verfolgerduell um Platz 3“, sagt Rukavina. Hameln 74 und Bad Pyrmont sind an der Spitze schon etwas enteilt, Evesen als Dritter liegt aber nur drei Zähler vor Eldagsen und Barsinghausen.

„Wir wollen was mitnehmen“, sagt Rukavina. Von der offensiven Grundausrichtung seiner Elf will er nicht abweichen, er mahnt aber zu mehr Konzentration und Effektivität im Abschluss als gegen Obernkirchen und Hagen. „Da haben wir massenhaft Chancen herausgespielt, sind aber fahrlässig damit umgegangen“, sagt er, „in Barsinghausen wird das eher bestraft.“

Der TSV mauert nicht, steht aber kompakt in der Abwehr – und schaltet bei Ballgewinn blitzschnell von Defensive auf Offensive um. Der FC Springe kann ein Lied davon singen, der von Barsinghausen daheim gnadenlos ausgekontert wurde und Glück hatte, dass die Partie nur 0:2 endete. „Entscheidend wird sein, dass wir unsere Kompaktheit bewahren und das richtige Maß zwischen Offensive und Defensive finden“, sagt Rukavina.

Tim Dreyer ist nach seiner Roten Karte aus dem Derby gegen Springe zum letzten Mal gesperrt. Sebastian Westenfeld wird wegen einer Achillessehnenreizung in diesem Jahr nicht mehr spielen. Ansonsten sind alle Mann an Bord. Benjamin Rathe ist dafür wieder dabei. Ob er wieder für Oliver Geide auf die Liberoposition rückt, lässt der Trainer offen. „Das entscheide ich kurzfristig.“

Neue Deister Zeitung, 23.11.2012

Bei Sieg ist die Zweite sehr zufrieden

FC Eldagsen II (7./15) – Koldinger SV II (13./6). Nach drei Niederlagen in Folge will die FCE-Reserve endlich wieder gewinnen. Mit Schlusslicht Koldingen scheint der richtige Gegner zu kommen. Die Mannschaft um Kapitän Marc Burmeister hat sich einen Sieg fest vorgenommen: „Durch einen Heimsieg könnten wir auf einem Mittelfeldplatz in der Tabelle überwintern. Das ist das Ziel“, so Burmeister. „Wir wissen aber, dass es eine sehr schwierige und kampfbetonte Partie sein wird und wir den Kampf annehmen müssen.“ André Keller, Patrick Lehder und Kim Joachim fallen aus, dafür stehen Sven-Erik Nold, Sascha Voges und Dominik Schröder aus dem Bezirksliga-Kader des FCE zur Verfügung.

Neue Deister Zeitung, 23.11.2012

4:1 - Eldagsens Serie hält auch in Obernkirchen

Rafael Bürst trifft doppelt / FCE jetzt vor Springe

Fußball (jab). Bezirksligist FC Eldagsen ist auch auf dem seifigen Boden beim Vorletzten SV Obernkirchen nicht ausgerutscht. 4:1 (1:0) gewann die Elf des neuen Trainers Milan Rukavina und zog damit in der Tabelle am Lokalrivalen FC Springe vorbei. Es war der fünfte Sieg in Folge für die Eldagsener, die mit der fast gleichen Aufstellung begannen, wie eine Woche zuvor gegen Hagen – für den privat verhinderten Benjamin Rathe kehrte Oliver Geide zurück auf die Libero-Position.

Von Beginn an spielte Eldagsen auf ein Tor. Die Gäste erspielten sich eine Torchancen nach der anderen – lediglich Obernkirchens Torwart Alexander Teske war es zu verdanken, dass das Spiel nicht schon zur Pause entschieden war. So vereitelte er Großchancen von Geide, Till Engelhardt, Christian Marx, Marius Westenfeld. Nur Rafael Bürst überwand ihn vor der Pause nach einem schönen Pass von Westenfeld (34.).

Wie aus dem Nichts kam Obernkirchen zum Ausgleich durch Sandro Kampf (51.), R.Bürst sorgte jedoch kurz darauf per Freistoß für die erneute FCE-Führung (59.), die André Gehrke nur zwei Minuten später ausbaute. Es hätte noch einmal spannend werden können, hätte Eldagsens Keeper Patrick Bürst nicht mit einer Glanzparade nach einem Freistoß den Anschlusstreffer der Gastgeber verhindert (75.). Stattdessen sorgte Westenfeld nach einem Pass des eingewechselten Alexander Schröder für den auch in der Höhe verdienten Endstand (83.).

FC Eldagsen: P.Bürst – Ibrahim (75. Gottschalk), Geide, Siuts – Engelhardt, Hüsam, Gehrke, Gronau, R.Bürst (68. Schröder) – M.Westenfeld, Marx (84. Wendler).

Tore: 0:1 R.Bürst (34.), 1:1 Kampf (51.), 1:2 R.Bürst (59.), 1:3 Gehrke (61.), 1:4 Westenfeld (83.)

Neue Deister Zeitung, 19.11.2012

Eldagsen II steht gegen Velber zu tief

Bezirksliga-Reserve verliert 1:2

FC Eldagsen II – SV Velber 1:2 (0:0). In einer spielerisch armen Partie setzten sich die Gäste verdient gegen den Aufsteiger durch. Im ersten Durchgang lief bei beiden Mannschaften nicht viel zusammen. Die Eldagsener bemühten sich zwar, doch durch ihre tief stehende Abwehr kamen kaum vernünftige Angriffe zustande – meistens spielten sie den Ball lang nach vorne. Mit dem Wiederanpfiff gingen die Gäste in Führung und dominierten danach die Partie. Die Eldagsener ließen die Köpfe hängen und kassierten das 0:2 (60.) Der Anschlusstreffer durch Max Arndt kam zu spät (82.).

Neue Deister Zeitung, 19.11.2012

Ü- 32 Altherren mit neuem Mannschaftsfoto

Die Ü - 32 Altherren um Trainergespann Dietmar Warnecke und Stefan Sebaly werden durch die Betreuer Thomas Kurth und York Meier in der Saison 2012-2013 unterstützt. Der Verein wünscht der Manschaft viel Erfolg und ein verletzungsfreies Jahr.

Link zur Mannschaft.

FC Eldagsen - Intern, 17.11.2012

Eldagsen nimmt die Favoritenrolle an

Rukavina fordert einen Sieg in Obernkirchen, „sonst sind die letzten Ergebnisse Makulatur“

Fußball (jab). Zwei Erkenntnisse hat Milan Rukavina aus seinem ersten Spiel als Trainer von Bezirksligist FC Eldagsen, dem 4:2-Erfolg am vorigen Wochenende gegen Hagen, gezogen. „Erstens: Wir sind in der Lage, richtig guten Fußball zu spielen. Zweitens: Jeder muss 90 Minuten voll konzentriert sein.“ Beides will er auch am Sonntag (14 Uhr) sehen, wenn der FCE beim SV Obernkirchen antritt.

Zu was die Eldagsener fußballerisch in der Lage sind, zeigten sie gegen Hagen vor allem in der ersten Halbzeit. „Das war bärenstark“, sagt Rukavina. Durch Nachlässigkeiten brachten sie sich dann aber noch unnötig in Schwierigkeiten, als Hagen binnen 60 Sekunden aus einem 0:4 ein 2:4 machte.

Das Spiel ist mittlerweile abgehakt, jetzt gilt die Konzentration Obernkirchen. Beim Tabellen-Vorletzten, der erst eines seiner 14 Saisonspiele gewann, sind die Eldagsener klarer Favorit. „Die Rolle nehmen wir natürlich an“, sagt Rukavina, „aber zumindest ich nehme Obernkirchen genau so ernst wie jeden anderen Gegner.“

Er rechnet mit „extrem defensiv eingestellten“ Gastgebern, die sich mit aller Macht gegen eine Niederlage stemmen werden. „Meine klare Vorgabe ist, dass wir Obernkirchen unser Spiel aufzwängen. Ich will drei Punkte, sonst wären unsere letzten guten Ergebnisse Makulatur.“

Alexander Schröder und Adrian Gottschalk, die gegen Hagen fehlten, sind wieder dabei. Verzichten muss Rukavina neben dem gesperrten Tim Dreyer und dem verletzten Sebastian Westenfeld auch auf den privat verhinderten Libero Benjamin Rathe. Der wieder genesene Oliver Geide wäre eine Option als Ersatz. „Ihm fehlt es aber noch an der Fitness und es ist ja keine unwichtige Position“, sagt Rukavina, „ich habe mich noch nicht festgelegt.“

Neue Deister Zeitung, 16.11.2012

4:2 - Hagen in Eldagsen nur fast wie Schweden

FCE gerät nach 4:0-Führung noch unter Zugzwang / Erfolgreicher Einstand für Milan Rukavina

Fußball. Die Bezirksliga-Spieler des FC Eldagsen haben ihrem neuen Trainer Milan Rukavina einen fast perfekten Einstand beschert. Mehr als 60 Minuten lang wurde Germania Hagen vom FCE am Sonnabend förmlich überrollt. Mit einer 4:0-Führung im Rücken ließen es die Gastgeber dann etwas zu locker angehen und mit zwei Toren binnen einer Minute war Hagen plötzlich zurück im Spiel. Am Ende gewann Eldagsen aber noch souverän mit 4:2 (3:0).

Beide Teams hatten am Wochenende zuvor mit Siegen Selbstvertrauen getankt und tasteten sich zunächst ab. Nach zehn Minuten nahm die Partie Fahrt auf und es reihte sich Torchance an Torchance. Hagens Keeper Niklas Frye war zunächst zweimal bei Versuchen von Till Engelhardt auf dem Posten (10., 11.), Eldagsens Schlussmann Patrick Bürst vereitelte einen Konter von Georgios Konstantinidis. Im Gegenzug war es dann soweit: Florian Siuts flankte auf den zweiten Pfosten, Matthias Hüsam war per Kopf zur Stelle – 1:0 (12.).

Jetzt spielte nur noch die Eldagsener, bei denen mit Tim Dreyer und Adrian Gottschalk beide Manndecker fehlten – dank der starken Leistungen von Siuts und Ali Ibrahim in der Abwehr fiel das aber kaum ins Gewicht. Mit einem platzierten Freistoß erhöhte Rafael Bürst auf 2:0 (28.). Nach einem Lattenkopfball von André Gehrke (31.) sorgte Marius Westenfeld nach einer Flanke von Bürst für das 3:0 (43.).

Als Bürst kurz nach Wiederbeginn aus spitzem Winkel sogar das 4:0 erzielte (48.), schien die Partie gelaufen – so dachte wohl auch Rukavina, der nach einer knappen Stunde begann, munter durchzuwechseln, um Rekonvaleszenten wie Sven-Erik Nold und Oliver Geide zu Spielpraxis zu verhelfen. Der Schuss wäre fast nach hinten losgegangen: Aus dem Nichts verkürzte Miguel Nunes auf 4:1 (75.), nicht einmal eine Minute später machte Marvin Strobl sogar das 4:2. Die Zuschauer fühlten sich an das 4:4 der deutschen Nationalelf gegen Schweden erinnert – Eldagsen brachte den Vorsprung aber über die Zeit.

„Nach den Gegentoren ging uns völlig die Ordnung verloren“, sagte Rukavina, der dennoch zufrieden war mit seinem Debüt als FCE-Coach: „65 Minuten lang war es völlig in Ordnung, Hagen war mit dem 3:0 zur Pause noch gut bedient.“

FC Eldagsen: P.Bürst – Ibrahim, Rathe, Siuts – Engelhardt (73. Wendler), Hüsam, Gehrke, Gronau, R.Bürst – M.Westenfeld (67. Geide), Marx (63. Nold).

Tore: 1:0 Hüsam (12.), 2:0 R.Bürst (28.), 3:0 Westenfeld (43.), 4:0 Bürst (48.), 4:1 Nunes (75.), 4:2 Strobl (75.).

Neue Deister Zeitung, 12.11.2012

Rukavina ändert in Eldagsen nur das Nötigste

Premiere des neuen Trainers morgen gegen Hagen / Dreyer nach Notbremse drei Wochen gesperrt

Fußball (jab). Er wollte es nicht übertreiben mit dem Kennenlernen. „Dafür haben wir in den kommenden Wochen noch genug Zeit“, sagt Milan Rukavina, der am Dienstag seine erste Trainingseinheit bei Bezirksligist FC Eldagsen leitete. Deshalb hielt er nur eine kurze Antrittsrede, dann ging es gleich raus auf den Trainingsplatz. „Es hat Spaß gemacht, trotz des Mistwetters“, sagt Rukavina – wen wundert‘s, nach 20 Monaten Pause? Am morgigen Sonnabend (14 Uhr) steht Rukavina gegen Germania Hagen erstmals an der Linie.

Als Springer, dessen letzte Engagements in Tündern und Halvestorf zudem vorzeitig endeten, dürfte er bei den eingefleischten Eldagsenern unter besonderer Beobachtung stehen, zumal die Mannschaft unter der Leitung von Interimscoach Oliver Geide zuletzt die fast perfekte Ausbeute von 13 Punkten aus fünf Spielen schaffte. Rukavina weiß das – und beschwört zunächst die bewährten FCE-Tugenden: „Wir müssen kompakt stehen, Laufbereitschaft zeigen, kämpfen – dann kommt das Spielerische von alleine“, sagt er.

Auch die Systemfrage stellt sich für ihn nicht. „Wenn eine Mannschaft über Jahre hinweg erfolgreich ein 3:5:2 spielt, wird da nichts geändert, schon gar nicht mitten in der Saison“, sagt Rukavina. Ganz ohne Änderungen geht es aber nicht. Denn Alexander Schröder fehlt aus privaten Gründen. Tim Dreyer ist für seine Notbremse im Derby gegen Springe überraschend hart mit einer dreiwöchigen Sperre bestraft worden, hinter dem Einsatz von Adrian Gottschalk, der arbeiten muss, steht ein dickes Fragezeichen. Fällt er aus, würden beide Manndecker fehlen. Kapitän André Gehrke nimmt‘s gelassen: Mit Ali Ibrahim und Florian Siuts stünden zwei gute Optionen bereit. Sicher ist, dass Benjamin Rathe vorerst weiter als Libero aufläuft, auch wenn Geide nach überstandener Knieverletzung nun wieder als Spieler zur Verfügung steht.

Die Hagener waren vor der Saison – vor allem dank der Neuzugänge von der SpVgg Bad Pyrmont – hoch gehandelt worden, stehen aber kurz vor dem Ende der Hinserie auf Abstiegsplatz 14. Sie waren gerade zu Saisonbeginn von Verletzungssorgen geplagt. Mit Marco Heetel und Nils Lippert sind zwei Hoffnungsträger jetzt aber wieder dabei und langsam kommen die Germanen in Fahrt, feierten gegen Niedernwöhren (3:1) und zwei Wochen zuvor gegen Exten (3:0) ihre ersten Siege. „Die werden tief stehen und uns kommen lassen“, mutmaßt Rukavina, „da ist es wichtig, dass wir vor allem von Offensive auf Defensive schnell umschalten.“

Neue Deister Zeitung, 09.11.2012

Milan Rukavina übernimmt den FC Eldagsen

Ehemaliger Springer Trainer leitet heute Abend die erste Übungseinheit bei den Schwarz-Gelben

Fußball. Oliver Geide könnte als erfolgreichster Trainer in die Geschichte des FC Eldagsen eingehen. Unter der Regie des Interims-Coaches holten die Schwarz-Gelben aus den letzten fünf Spielen dreizehn Punkte. Doch jetzt ist seine Ära bereits beendet. Gestern präsentierte der FCE-Vorsitzende Karl-Heinz Westenfeld den Nachfolger des vor fünf Wochen entlassenen Karsten Bürst: Milan Rukavina.

„Ich freue mich auf die Aufgabe und darüber, dass Eldagsen an mich gedacht hat, obwohl ich 20 Monate nicht im Trainergeschäft war“, sagt Rukavina, der heute Abend seine erste Übungseinheit an der Hindenburgallee leiten wird. „Er ist der Wunschkandidat des Vorstands und der Mannschaft gewesen“, sagt Westenfeld. Dass die letzten Engagements von Rukavina in Tündern in der Saison 2009/ 2010 und Halvestorf 2010/ 2011 jeweils vorzeitig endeten, sieht er nicht als Problem an: „Da muss man sich auch die Mühe machen und hinterfragen, warum. Beide Vereine waren damals jeweils in einer schweren Phase. Wir sind der Meinung, dass wir mit Milan den richtigen Mann verpflichtet haben. Er kommt aus der Region und kennt sich mit dem Fußball im Bezirk bestens aus.“

Rukavina, der 2007 den FC Springe als Spielertrainer zum Bezirkspokalsieg führte und danach zwei Jahre pausierte, ist aber gewillt, in Eldagsen mehr zu bewegen als in Tündern und Halvestorf. „Den größten Druck mache ich mir selber“, sagt der 42-Jährige. „Ich will als Trainer Erfolg haben.“ Der muss sich beim FCE nicht unbedingt in Platzierungen oder der Wiederholung des Meistertitels, den Bürst 2011 holte, widerspiegeln. „Solche Zielsetzungen haben wir nicht ausgegeben“, sagt Westenfeld. „Wir wollen, dass die Jungs intensiv trainiert und gefordert werden. Und wir glauben, dass Milan von dem Potenzial, das in der Mannschaft steckt, noch mehr rauskitzeln kann.“

„Ich weiß, welche Qualität in der Mannschaft steckt und will den Weg fortführen, den Oliver Geide und André Gehrke in der Zwischenzeit eingeschlagen haben“, lobt Rukavina das Interims-Trainergespann. Geide hat kein Problem damit, trotz des Erfolges als Trainer abzutreten und wieder als Spieler auf den Platz zurückzukehren: „Es war so von vornherein die wahrscheinlichste Variante und Milan war ja auch mein Wunschkandidat“, sagt er, „aber ein bisschen traurig bin ich schon, weil es Spaß gemacht hat in den letzten Wochen – und wir erfolgreich waren.“

C-Lizenz-Inhaber Rukavina hat seinen Job in Eldagsen übrigens schon am Wochenende angetreten. Weil er sich mit dem Verein schon einig war, aber noch die Erlaubnis seines Arbeitgebers einholen musste, beobachtete er am Sonntag schon Germania Hagen, den nächsten FCE-Gegner am kommenden Sonnabend (14 Uhr).

Neue Deister Zeitung, 06.11.2012

0:3 - Springe ergibt sich Eldagsen im Derby

Schwarz-Gelb ist Schwarz-Weiß in allen Belangen überlegen / Rote Karte trübt FCE-Siegesfeier

Fußball. Es mag am Wetter gelegen haben, am Heimspiel von Hannover 96 oder an der tatsächlich kaum noch vorhandenen Rivalität. Das Bezirksliga-Derby zwischen dem FC Springe und dem FC Eldagsen war am Sonnabend jedenfalls alles andere als ein Zuschauermagnet. Kaum mehr als 200 Zuschauer wollten die Partie an der Harmsmühlenstraße sehen. Zumindest die Springer Anhänger, die zu Hause geblieben waren, verpassten nichts. Die Gastgeber boten eine leblose Vorstellung und verloren völlig zu Recht mit 0:3 (0:2) gegen in allen Belangen überlegene Eldagsener, die ihre Serie ausbauten und aus den vergangenen fünf Partien 13 Punkte holten. Springes Coach Markus Wienecke war entsprechend angefressen: „So was emotionsloses habe ich überhaupt noch nicht gesehen in einem Derby“, sagte er.

Er hatte seine Elf wie angekündigt defensiver aufgestellt als sonst, mit einer Dreier-Abwehrkette und davor zwei defensiven Mittelfeldspielern. In der Anfangsphase waren die Platzherren auch leicht überlegen und hatten durch Ruven Klimke die erste Chance: seinen abgefälschten 16-Meter-Schuss, der auch noch kurz vor dem Tor aufsetzte, parierte Patrick Bürst im FCE-Tor mit Mühe. Es sollte seine einzige Parade im ganzen Spiel bleiben, denn im Angriff fand Springe nicht mehr statt – denn die FCS-Abwehrspieler fanden im Mittelfeld keine Anspielstationen, die die Stürmer hätten in Szene setzen können. Also versuchten sie es meist mit langen Bällen.

Den Beweis, dass sie die spielerisch bessere Mannschaft sind – so hatte es Wienecke vor der Partie eingeschätzt – blieben die Springer schuldig. Immerhin lieferte der FCS-Coach den Gästen mit der Aussage aber die nötige Motivation. Auch die Eldagsener, unterstützt von knapp 60 lautstarken Fans, wurden nur selten zwingend – aber sie nutzten ihre Chancen eiskalt.

Das 0:1 erzielte Christian Marx bereits in der siebten Minute. Vorangegangen war ein Eckball – von Springe. Bürst fing die Flanke ab, rollte den Ball sofort in den Lauf von André Gehrke, der den Ball erst vorantrieb und dann zu Marx passte. Timo Bergold verschätzte sich und rutschte ins Leere – so hatte Marx freie Bahn und traf aus 16 Metern in den Giebel. „Die Vorgabe war, beim Ballverlust sofort wieder in die Grundformation umzuschalten – daran hat sich in der Situation keiner gehalten“, so Wienecke.

Wie so oft in dieser Saison kam von den Springern nach dem frühen Rückstand kein Aufbäumen mehr. Eldagsen attackierte früh und kaufte den Gastgebern den Schneid ab. Einen Aufsetzer von Gehrke aus 18 Metern parierte FCS-Torwart Daniel Hake noch glücklich mit dem Gesicht (25.), zwei Minuten später schoss Till Engelhardt aus 14 Metern knapp vorbei. Erst kurz vor dem Pausenpfiff war Hake zum zweiten Mal geschlagen, als Engelhardt den Ball nach einer Ecke über die Linie stocherte.

Die Gäste hatten nach der Pause keine große Mühe, den Vorsprung zu verwalten, auch wenn Wienecke versuchte, mit den Einwechselungen von Dennis Klippstein und Steve Goede für mehr Schwung nach vorne zu sorgen. Doch ein erneuter Springer Fehler tief in der Eldagsener Hälfte sorgte für die Entscheidung. Daniel Müller vertändelte den Ball, statt aus vollem Lauf zu flanken, an der Eckfahne – den Konter vollendete Alexander Schröder, der noch Hake umkurvte und denn Ball dann einschob, zum 0:3 (72.).

Eine Chance hätten die Platzherren fast noch gehabt, doch kurz vor Schluss riss Tim Dreyer, der in der vorigen Saison noch das Springer Trikot trug, Goede um. Für die Notbremse gab es zu Recht die Rote Karte. Die hätte zuvor auch Bergold sehen müssen, der, nachdem er sich den Ball zu weit vorgelegt hatte, mit gestrecktem Bein gegen Adrian Gottschalk einstieg (64.). Er hatte Glück und sah nur Gelb – ein schwacher Trost für eine enttäuschende Springer Mannschaft.

Neue Deister Zeitung, 05.11.2012

Derby-Stimmen

Springes Trainer Markus Wienecke: „Ich hatte davor gewarnt: Eldagsen hat uns den Schneid abgekauft. Nicht unfair, aber mit hartem Pressing. Die Umstellung in der Abwehr hat nicht gefruchtet, wir haben es nicht geschafft, im Mittelfeld die Kontrolle zu kriegen. Unsere Standards waren schwach, bei dem rutschigen Platz musst du bei Freistößen mal ein Brett auspacken und nicht schibbeln.“

FCE-Interimscoach Oliver Geide: „Es läuft von Woche zu Woche besser. Wir sind taktisch hervorragend aufgetreten, die Mannschaft hat alle Vorgaben umgesetzt. Bei der Roten Karte kann man sich cleverer anstellen, da standen wir hinten zu offen.“

Eldagsens Rotsünder Tim Dreyer, der vor dieser Saison von Springe zum FCE gewechselt war: „Ich wollte endlich mal zu Null spielen. Es war schön, mal wieder in Springe zu spielen. Ich hätte gedacht, die Zuschauer sticheln ein bisschen, aber es war alles super.“

FCE-Kapitän André Gehrke: „Die Null ist mir egal. Die Rote Karte ist ärgerlich, denn jetzt fehlt Tim zwei Wochen. Es war ein hoch verdienter Sieg. Einer hat für den anderen gearbeitet, wie in den letzten Spielen auch schon.“

Springes Stürmer Dennis Offermann, der trotz des schwachen Auftritts ungewohnt ruhig blieb: „Was soll man rumbrüllen? Man sieht ja, das wir spielerisch nicht überzeugen. Unsere Körpersprache auf dem Platz ist eine Katastrophe.“

Neue Deister Zeitung, 05.11.2012

Derby-Splitter

Springe spielte im Derby in schwarzen Trikots, Eldagsen im gewohnten Gelb – das wäre fast zum Problem geworden, denn Schiedsrichter Aleksandar Lukic (HSC Hannover) waren die Vereinsfarben der Springer Klubs offenbar nicht bekannt. Er und seine Assistenten hatten nämlich ebenfalls nur gelbe und schwarze Hemden dabei. Weil das zu Verwirrung hätte führen können, bat er vor dem Spiel die Springer tatsächlich darum, Leibchen überzuziehen. Das Angebot von FCS-Coach Markus Wienecke, noch den schwarz-weiß gestreiften Trikotsatz zu besorgen, lehnte er ab und ließ sich dann doch darauf ein, geliehene blaue Trikots anzuziehen – obwohl das Muster seines Leibchens nicht mit denen der Assistenten übereinstimmte.

Auf die‘ Leistung des Unparteiischen färbte das Outfit-Wirrwarr nicht ab. Er leitete das Derby souverän, auch wenn natürlich nicht alle Beteiligten mit jeder seiner Entscheidungen einverstanden waren. Als schlagfertig erwies er sich auch. Als Eldagsens Tim Dreyer mit einem zünftigen Schrei über den am Boden liegenden Springer Dennis Klippstein stolperte und einen Freistoß forderte, blieb der Pfiff zu Recht aus. Lukic kommentierte nur trocken: „Sagen wir, Sie sind spektakulär ausgerutscht.“

Mit einem Riss in der Hose lief Eldagsens Till Engelhardt auf. Was war passiert? An der Kabinentür hängengeblieben? beim Aufwärmen übermotiviert eingestiegen? Nichts von alledem: „Die ist schon seit acht Wochen kaputt. Ich habe auch schon eine neue, ich habe nur die falsche Hose eingepackt“, so Engelhardts einfache Erklärung.

Neue Deister Zeitung, 05.11.2012

 

Morgens steigt endlich wieder das Derby Springe empfängt Eldagsen zum Bezirksliga-Duell / Trainer spielen die Brisanz herunter

Wenn nicht gerade ein Profiklub zum Freundschaftsspiel kommt, ist das Derby zwischen dem FC Springe und dem FC Eldagsen der Zuschauermagnet in der heimischen Fußballszene. Morgen (14 Uhr) ist es wieder soweit. NDZ-Redakteur Jan-Erik Bertram sprach vorab mit den Trainern Markus Wienecke (FCS) und Oliver Geide (FCE).

Wienecke: „Wir sind spielerisch stärker“

Herr Wienecke, wer ist Favorit am Sonnabend?

Wir, wenn man sich die Tabelle anguckt. Wir sind im Soll, der Druck liegt bei Eldagsen, denn der Abstand nach unten ist nicht sehr groß. Ich glaube auch, dass wir spielerisch besser sind, obwohl Eldagsen starke Einzelspieler hat. Wir dürfen uns nicht den Schneid abkaufen lassen.

Es ist Ihr erstes Pflichtspielderby als Springer Coach – ein besonderes Spiel?

Die ganz große Rivalität sehe ich nicht. Wir wollen natürlich die Schmach von der Stadtmeisterschaft wettmachen, besonders André Buchholz ist heiß, der hat sich damals mit ein, zwei Gegenspielern gekabbelt. Es freuen sich natürlich alle drauf. Für mich ist es indirekt eine persönliche Geschichte: Ich bin kein Freund von Trainerentlassungen und hätte gerne neben Kasi Bürst an der Linie gestanden.

Ihr Kader war zuletzt schmal besetzt, wie sieht es Sonnabend aus?

Gut. Müller, Klippstein und Nieber sind wieder mit von der Partie, Pickert trainiert wieder. Flaspöhler und Wolfgram sind noch verletzt.

Was kann Ihre Mannschaft sich von Eldagsen abgucken?

Den letzten Tick Kameradschaft. Im Training ist das manchmal besser als im Spiel, da sind wir noch recht schüchtern, etwa beim Jubeln. Ich würde mir wünschen, dass wir uns nach einem Sieg auch mal herzhaft freuen.

Vielleicht tun die Spieler das nicht, weil sie trotz der Siege, gerade daheim, spielerisch nicht wirklich überzeugen.

Mag sein, aber gegen SG 74 und in der zweiten Halbzeit in Niedernwöhren haben wir ordentlich gespielt. Wir erarbeiten uns wieder Chancen. Wir sind auf dem richtigen Weg. 

Geide: „Einen Favoriten gibt es nie“

Herr Geide, wer ist Favorit?

Den gibt es nie, wenn Springe gegen Eldagsen spielt. Da spielt die Tabelle keine Rolle, das ist tagesformabhängig. In den letzten Jahren hat meistens die Mannschaft gewonnen, die eher Außenseiter war.

Sie haben als Spieler schon für beide Teams das Derby bestritten. Ist es was Besonderes, jetzt als Trainer nach Springe zurückzukehren?

Nein, die Spiele sind zwar immer was Besonderes, aber man hat sich in den letzten Jahren daran gewöhnt. Mittlerweile sind es ja auch Spiele auf Augenhöhe. Weder Springe noch wir wird auf- oder absteigen. Wenn es um Platz vier bis acht geht, fehlt die Brisanz etwas.

Ihre Mannschaft ist also nicht heißer als sonst?

Es fiebern alle dem Spiel entgegen. Aber auch aufgrund unserer guten Ergebnisse in den letzten Spielen.

Wie sieht es personell aus?

Die Offensive macht mir noch Sorgen. Engelhardt, beide Westenfelds und Schröder sind angeschlagen. Es entscheidet sich erst kurz vor dem Spiel, wer aufläuft. Ich möchte niemanden auf den Platz schicken, der nur zu 60 Prozent fit ist, denn gegen Springe geht es ja doch immer etwas hitziger zu.

Wie gehen Sie das Spiel an?

Wir wollen gewinnen, also gehen wir es entsprechend offensiv an.

Was kann sich der FCE vom FCS abgucken?

Das Defensivverhalten bei Springe ist sehr ordentlich, das war in den letzten Spielen, die ich gesehen habe, auffällig.

 

Neue Deister Zeitung, 02.11.2012

 

Vereins-Chefs vorm Derby ganz entspannt FC Springe liegt in der Bezirksliga auf Kurs, Eldagsen kommt nach dem Trainerwechsel ins Rollen

Fußball (jab). Am Sonnabend ist es wieder so weit. Um 14 Uhr empfängt der FC Springe den FC Eldagsen zum Derby der Bezirksliga 4. So ruppig wie im Endspiel der Stadtmeisterschaften in Alferde Ende Juli – damals gewann der FCE 3:2 – soll es nicht wieder zugehen, wünscht sich Springes Vorsitzender Hans-Joachim Meier. So emotionslos wie beim 3:1-Sieg der Springer im letzten Bezirksliga-Duell der Stadtrivalen im März in Springe aber auch nicht, hofft FCE-Chef Karl-Heinz Westenfeld.

Eine Prognose über den Ausgang fällt schwer – wie fast immer, wenn Schwarz-Weiß auf Schwarz-Gelb trifft. Die Tabelle spricht klar für Springe, das seit Saisonbeginn in der Spitzengruppe mitmischt. Doch die Eldagsener haben einen Lauf und aus den letzten vier Spielen seit der Trennung von Trainer Karsten Bürst zehn Punkte geholt. Oliver Geide macht einen guten Job als Interimscoach des FCE – wie lange noch, ist indes offen. Dass der 32-Jährige Trainer in Eldagsen bleibt, sei „noch nicht vom Tisch“, sagt Westenfeld. Aber auch mit anderen Übungsleitern sei der FCE-Vorstand „in intensiven Gesprächen“. Inklusive Geide gebe es vier Kandidaten. „Alles interessante Leute, die die Mannschaft kennen und unsere Spiele verfolgt haben“, sagt Westenfeld. „Sie sehen alle, dass es eine reizvolle Aufgabe bei uns ist, mit einer jungen Mannschaft, die Potenzial hat, einer schönen Anlage und vielen Zuschauern.“

Die Zuschauer sind in Springe nicht annähernd so zahlreich wie in Eldagsen. Dafür hat der FCS in Sachen Trainer vor der Saison einen Glücksgriff getan: Markus Wienecke hat als Nachfolger von Franz Genschick voll eingeschlagen. Daran hatten einige Szenekenner vor der Saison gezweifelt, denn auf Bezirksebene ist Wienecke bislang ein unbeschriebenes Blatt gewesen – zumindest im Herrenbereich. „Wir wollten mal was Neues, frisches Blut von Außen“, sagt Meier. Der Erfolg gibt dem Springer Vorstand recht. „Wir wollten unter die ersten Fünf – jetzt sind wir Vierter“, sagt Meier, „der Trainer kommt gut mit den Spielern klar, auch mit den Jugendlichen – es ist das eingetreten, was wir uns erhofft hatten.“

Noch offen ist, ob Manuel Kumbu-Konde künftig für Springe spielt. Wie berichtet, hatte der Stürmer des TSV Barsinghausen im Internet seinen Wechsel zum FCS nach der Winterpause angekündigt. Beim TSV ist er inzwischen aus dem Kader geflogen. Ob es zur Einigung mit den Springern kommt, hängt wohl auch am Geld. „Uns drängt niemand“, sagt Meier.

So können sich die beiden Vorsitzenden vor dem Derby entspannt zurücklehnen. „Wir können nichts verlieren. Springe ist Favorit, Wienecke hat da eine sehr starke Truppe geformt“, sagt Westenfeld. „Der Bessere soll gewinnen“, sagt Meier nur scheinbar diplomatisch, denn er fügt an: „Ich denke, im Moment ist das Springe.“

Neue Deister Zeitung, 01.11.2012

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