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Neue Deister Zeitung
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Effizient bloß am Anfang

Erleichterung pur – so ist der Gemütszustand von Milan Rukavina nach dem Spiel des FC Eldagsen gegen den TSV Schloß Ricklingen am ehesten zu umschreiben gewesen. Mit 3:2 (3:2) hatte seine Riege das Schlusslicht bezwungen, und der Trainer der Deisterstädter wunderte sich auch weit nach Abpfiff noch über das zuvor Gesehene. „Normal müssen wir 8:2 gewinnen. Es ist brutal, was wir für Chancen ausgelassen haben“, sagte Rukavina. Dabei hatten sich seine Spieler in der Frühphase der Partie noch als Meister der Effizienz erwiesen: Nach Balleroberung schloss Marius Westenfeld ab, der später zeitweise unüberwindbare wirkende Gästekeeper Hendric Kolms konnte den Versuch nur nach vorn abwehren, Elias Engelhardt staubte ab – 1:0 (4.). Kurz darauf legte Marius Westenfeld quer auf seinen Bruder Sebastian, der überlegt einschob – 2:0 (7.). Vielleicht wäre es ein Schützenfest geworden, wenn Till Engelhardt per Kopf (13.) oder Matthias Hüsam per Volley aus Nahdistanz (15.) erhöht hätten – doch erstgenannter scheiterte an Kolms, letzterer verzog knapp.

Und plötzlich stand es nur noch 2:1, nachdem die Gäste über links durchgebrochen waren und Sascha Groß eingenetzt hatte (16.). Überhaupt: Wenn die Garbsener gefährlich wurden, dann über die linke Seite. „Ohnehin haben sie gefällig gekontert. Zum Glück haben wir meist den finalen Pass unterbinden können“, lobte Rukavina, der ein wenig aufatmen konnte, als Till Engelhardt nach einem Eckball von André Gehrke das 3:1 köpfte (35.). Zuvor hatten Marius Westenfeld (18., 20.) und Rafael Bürst per Freistoß (34.) weitere Riesenchancen nicht in Zählbares umgemünzt. Den Schlusspunkt in Halbzeit eins setzten die Schloß Ricklinger, als Dennis Brinkmann aus 25 Metern verkürzte (42.). Im zweiten Abschnitt nahmen die Eldagser den Fuß keineswegs vom Gaspedal,einzig: Treffer wollten keine mehr fallen, gleichwohl es noch reichlich Gelegenheiten dazu gegeben hatte. Die besten ließen Rafael Bürst, der allein vor Kolms diesem in die Arme lupfte, anstatt ihn zu umkurven (80.), und der eifrige Marius Westenfeld aus, als er selbst abschloss, anstatt auf Marcel Wendler querzulegen (90.).

Leine-Nachrichten, 21.10.2013

Weg mit der Pike geebnet

Eldagser bezwingen FC Springe im Derby mit 2:0

Es bleibt dabei: In Pflichtspielen ist für Markus Wienecke als Trainer des FC Springe beim FC Eldagsen nichts zu holen. Im vierten Deisterderby unter seiner Regie verließen die Seinen nach dem 0:2 (0:1) zum vierten Mal den Platz als Verlierer – und schossen dabei erneut nicht einmal ein Tor. Vor circa 300 Zuschauern gewannen die Gelb-Schwarzen verdientermaßen, ohne vollauf zu überzeugen. Doch das war ihrem Coach Milan Rukavina einerlei, er verließ das Feld mit den Worten: „Wichtig. Das war wichtig!“ Grund zur Freude gab es bei den Gastgebern nicht nur nach dem Abpfiff: Benjamin Rathe hatte sich einsatzbereit gemeldet – und der wichtige Führungsspieler stand direkt in der Startformation, agierte in der Abwehrzentrale gewohnt umsichtig. Bester Akteur der Eldagser war in der ersten Hälfte indes Christian Marx, der als Spielmacher an allen Offensivaktionen beteiligt war und – wann immer möglich – den Abschluss suchte (20., 25., 31). Die erste Chance hatten allerdings die Gäste, doch der agile Kumbu-Konde Manuel verzog (7.). Ohnehin hatten die Springer in dieser Phase die Partie unter Kontrolle, Rukavina monierte, dass „wir da rumlaufen, wo wir nicht rumlaufen sollen“. Doch es sollte noch vor der Pause Grund zur Freude für ihn geben, als Sebastian Westenfeld der Ball beim Flankenversuch auf die Pike des rechten Fußes rutschte und der Ball sich über Robin Bartels ins Tor senkte (33.). In Hälfte zwei waren die Gäste eine halbe Stunde lang die bessere Elf, doch zumeist misslang das finale Zuspiel. Zu Recht forderte Rukavina wieder mehr Engagement – und seine Spieler gehorchten: Nachdem Elias Engelhardt noch an Bartels gescheitert war (80.), bugsierte Till Engelhardt das Leder auf Vorlage von Gehrke im Grätschen an Springes Keeper vorbei ins Gehäuse (82.).

Die Partie war entschieden, doch einen Aufreger gab es noch: Nach gelbwürdigem Foul von Till Engelhardt an Ruven Klimke ließ sich Timo Bergold zu einem Schubser gegen den Eldagser Akteur hinreißen. Nachdem sich die erhitzten Gemüter beruhigt hatten, folgte die logische Konsequenz: Rot für den Rechtsverteidiger (90.+4).

Leine-Nachrichten, 07.10.2013

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