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Eldagsen ohne Druck zum Spitzenreiter

Bürst-Elf gastiert bei Union Stadthagen

Fußball (jab). Der FC Eldagsen hat Fuß gefasst in der Bezirksliga 4. Sieben Punkte holten die Schwarz-Gelben aus den letzten drei Spielen, am vorigen Wochenende bogen sie einen 0:2-Rückstand gegen Gehrden in einen 4:2-Sieg um. „Wenn wir immer mit so einem Engagement aufgetreten wären, hätten wir schon vier, fünf Punkte mehr“, sagt FCE-Coach Karsten Bürst. Dann läge seine Elf in Schlagdistanz zu Union Stadthagen, das mit dem 2:1-Sieg am Mittwochabend gegen Ronnenberg die Tabellenführung übernahm und am Sonntag (15 Uhr) die Eldagsener empfängt.

Vor nicht ganz vier Wochen gastierte der FCE im Bezirkspokal schon einmal bei Union –und verlor 1:2. „Stadthagen spielt gut über Außen“, lobt Bürst, „und sie lassen den Ball gut laufen.“ Ihm ist aber auch nicht entgangen, das die Stadthägener „hinten anfällig“ sind. Im Pokalspiel schlug seine Elf nur kein Kapital daraus, machte erst in der Schlussphase richtig Druck und ließ zu viele Chancen ungenutzt.

Ein Eldagsener Sieg wäre für Bürst „keine Sensation“, mit einem Punkt wäre er aber schon zufrieden. Denn nach dem Sieg gegen Gehrden „haben wir nicht den ganz großen Druck“, sagt er.

Bürst ist sicher, dass seine junge Elf aus den letzten Spielen gelernt hat, „dass es nur über den Kampf“ geht. In Leveste begann Eldagsen stark, ließ es nach einer 2:0-Führung aber zu lax angehen und spielte noch 2:2. Gegen Gehrden wachte der FCE erst auf, als es 0:2 stand und spielte danach groß auf. „Jeder weiß jetzt, was er leisten kann“, sagt Bürst, „wer aus dem Gehrden-Spiel nichts mitnimmt, dem ist nicht zu helfen.“

Einer, der sich entwickelt hat, ist Till Engelhardt. Der 18-Jährige hatte Bürst beim Pokalspiel in Stadthagen noch zur Weißglut gebracht, weil er sich immer wieder festrannte und so Union-Konter einleitete. Bürst las ihm die Leviten – und jetzt spielt Engelhardt so, wie der Trainer es sich vorstellt: „Er lässt den Ball klatschen und spielt seine Schnelligkeit aus.“ Das soll er auch am Sonntag tun.

Neue Deister Zeitung, 24.09.2010

Eldagsen kommt zurück - nach 0:2 noch 4:2

Bürst-Elf besinnt sich nach desaströser Anfangsphase gegen Gehrden auf seine Kampfkraft

Fußball (jab). 20 Minuten Krampf, 70 Minuten Kampf – so kam der FC Eldagsen im Bezirksliga-Heimspiel gegen den SV Gehrden zu einem am Schluss verdienten 4:2 (2:2)-Erfolg. Die Gastgeber hätten sich aber auch nicht beschweren können, wenn Gehrden nach einer Viertelstunde schon 4:0 geführt hätte.

So schwach wie in der Anfangsphase hat man die Eldagsener auf eigenem Platz schon lange nicht gesehen. Sie ließen sich von Gehrden regelrecht überrollen. Besonders über Dominik Diederich auf dem linken Flügel waren die Gäste gefährlich – so gefährlich, dass Diederichs Gegenspieler Marcel Wendler schon nach 17 Minuten vom Feld musste. Da stand es bereits 0:2. In der dritten Minute hatte FCE-Keeper Patrick Bürst einen scharfen Schuss von Shemsi Maliqi noch abwehren können – während Eldagsens Verteidiger schliefen, staubte Markus Fers zum 0:1 ab. Zehn Minuten später durfte Steffen Viet eine Diederich-Flanke seelenruhig einköpfen. Dennis Albrecht (16.) und André Schäfer (20.) trafen nur Aluminium, einen Schuss von Viet klärte Sascha Hahnenberg auf der Linie – es sah nach einem Eldagsener Debakel aus.

Doch die Gastgeber besannen sich auf ihre kämpferischen Qualitäten: Der starke Benjamin Rathe eroberte im Mittelfeld den Ball, passte auf Marius Westenfeld und der bediente André Gehrke – 1:2 (23.). Gehrden war geschockt. Nach vorne ging nicht mehr viel. In der 36. Minute setzte Gehrke nach, als sich SVG-Keeper Marc Gawer und Tim Haase nicht einig waren – 2:2. Westenfeld hatte drei Minuten später Pech, als er erst vier Gehrdener aussteigen ließ, dann aber knapp am Tor vorbei schoss. Die Führung wäre zu diesem Zeitpunkt noch schmeichelhaft gewesen.

Nach dem Seitenwechsel verdienten sich die Platzherren aber den Sieg. Fünf Minuten nach Wiederbeginn köpfte Rathe nach einer Gehrke-Flanke das 3:2. Gehrke selbst erhöhte per Foulelfmeter auf 4:2 (70.). Der Elfmeter war zwar keiner – Gawer hatte erst den Ball und dann Westenfeld getroffen –, dafür hatten die Gehrdener kurz zuvor Glück gehabt, dass Umut Kaya nach einer Attacke gegen Rathe von hinten nur Gelb gesehen hatte. Kaya vergab auch die einzige ernst zu nehmende Gäste-Chance der zweiten Hälfte: Seinen Foulelfmeter hielt Bürst (78.).

FCE-Coach Karsten Bürst: „Ab der 20. Minute haben wir Fußball gespielt“, sagte er. „Wir haben heute Berge versetzt mit unserem Willen.“

FC Eldagsen: P.Bürst – Hahnenberg, Luczak, Timmermann – Wendler (17. Lösch), Rathe (81. Gottschalk), Gehrke, Hüsam, Siuts (75. Joachim) – T.Engelhardt, M.Westenfeld.

Tore: 0:1 Fers (3.), 0:2 Viet (13.), 1:2, 2:2 Gehrke (23., 36.), 3:2 Rathe (50.), 4:2 Gehrke (70./Foulelfmeter).

Neue Deister Zeitung, 20.09.2010

Gehrke gönnt dem lädierten Knie keine Ruhe

Schmerztabletten statt Sofa: Eldagsens Torjäger lässt Mannschaft nicht im Stich / Morgen kommt Gehrden

Fußball (jab). Seit knapp vier Wochen plagt sich André Gehrke nun schon mit einer Innenbanddehnung herum. Mit Ruhe hätte er sich schon auskuriert haben können. Der Kapitän von Bezirksligist FC Eldagsen schont sich aber nicht. „Das lässt unsere Personaldecke nicht zu“, sagt Gehrke, der statt zu pausieren vor jeder Partie Schmerzmittel nimmt. So auch am morgigen Sonnabend (16 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Gehrden.

Gehrden? Da war doch was. Im Erstrundenspiel des Bezirkspokals war der SVG Anfang August schon einmal zu Gast in Eldagsen – und wurde von den Gelb-Schwarzen mit 5:0 abgefertigt. „Das Spiel müssen wir aus den Köpfen kriegen“, sagt FCE-Coach Karsten Bürst, wohl wissend, dass seine Mannschaft nach derartigen Erfolgen Gefahr läuft, es allzu lässig anzugehen. Deshalb sagt auch Gehrke: „Wir dürfen nicht glauben, dass es von alleine geht.“

Im Pokal hatten bei Gehrden mit Saemsi Maliqi und Manuel Kumbu-Konde noch zwei Stützen gefehlt. Und: „Die hatten den wesentlich besseren Saisonstart als wir“, sagt Gehrke. Der SVG ist mit zehn Zählern nach sechs Spieltagen da, wo Eldagsen hin will: im Mittelfeld. Ein Punkt reicht Bürst daher nicht. Er will drei, dann wäre seine Elf bis auf zwei Zähler an Gehrden dran.

Konzentration ist also gefragt, sagt Gehrke: „Wir müssen endlich mal zwei gute Halbzeiten spielen und nicht nur eine oder anderthalb.“ Gegen Leveste habe der FCE „richtig gut“ gespielt, so der Kapitän – aber eben nur 70 Minuten lang. Angestachelt war die Mannschaft vor einer Woche auch durch ein Zitat des Levester Trainers Holger Schwabe. „Gehrke ist Eldagsen“, hatte der behauptet. „Mich kratzt das nicht besonders“, sagt Gehrke. „Aber es ist natürlich eine Abwertung für den Rest der Truppe – das hat unser Trainer dann auch genutzt, um uns zu motivieren.“ In der Beziehung liefert Gehrdens Coach Jens Möbes die nächste Steilvorlage. Auch der sagt über Eldagsen: „Außer Gehrke ist da nicht viel.“

Schwabe hatte aber immerhin insofern recht, dass Gehrke beim 2:2 in Leveste beide Eldagsener Tore erzielte. Im Pokalspiel gegen Gehrden hatte er – untypisch für ihn – noch etliche Chancen ausgelassen. „Zum Glück kam es in dem Spiel nicht so drauf an“, sagt der Torjäger, der nach einem kurzen Intermezzo als Libero jetzt wieder auf seiner gewohnten Position im offensiven Mittelfeld spielt. Letzter Mann ist mittlerweile Hendrik Luczak, Benjamin Rathe ist wieder vor die Abwehr gerückt. „Da kann er seine Offensiv-Qualitäten mehr ausspielen“, so Bürst.

Neue Deister Zeitung, 17.09.2010

FC Eldagsen verliert beim Remis zwei Punkte

2:2-Unentschieden nach 2:0-Pausenführung beim TV Jahn Leveste / Individuelle Fehler bestraft

Fußball (gö). Im Auswärtsspiel beim TV Jahn Leveste schrammte der FC Eldagsen knapp am zweiten Saisonsieg vorbei. Nachdem die Mannschaft von Trainer Bürst mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit gegangen war, reichte es nach 90 Minuten nur zum 2:2-Unentschieden. Dennoch aber zollte Bürst seinem Team ein großes Lob.

„Meine Spieler sind als Team aufgetreten und zeigten eine geschlossene Mannschaftsleistung. Leider haben wir uns durch zwei individuelle Fehler um einen sicheren Dreier gebracht“, so Bürst.In der ersten Halbzeit zeigte Eldagsen eine starke Leistung und hatte durch Tim Lösch (18.) die Chance zur Führung. Nach optischer Überlegenheit gingen die Gäste zu recht durch André Gehrke (24.) in Führung. Vorausgegangen war eine Kombination zwischen Westenfeld und Wendler, der quer zu Gehrke gespielt hatte. 120 Sekunden später konnte dieser nur durch ein Foul im Strafraum gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte er sicher zur 2:0-Führung. Dies war zugleich der Pausenstand.

Gleich nach dem Wechsel hatte Tim Lösch die Chance, die Führung auszubauen. Sein Schuss, nach vorangegangenem Zuspiel von Gehrke, ging knapp am Tor vorbei. „Das hätte die Entscheidung sein können“, so Bürst nach den 90 Minuten.Stattdessen kam Leveste durch Altinova (65.) nach Freistoß von Rose zum Anschlusstreffer. Engelhardt und Hahnenberg waren sich in der Defensive uneins.Der Ausgleich resultierte aus einem Missverständnis, ob Matthias Hüsam den Ball mit der Hand gespielt hatte oder nicht. Die FC-er zögerten in ihren Aktionen, und Habibi (80.) markierte den Ausgleich.

FC Eldagsen: P. Bürst – Hahnenberg, Engelhardt, Gehrke, Rathe, Hüsam, M Westenfeld, Timmermann, Luczak, Wendler.

Tore: 0:1 Gehrke (24), 0:2 Gehrke (26. FE), 1:2 Altinova (65.), 2:2 Habibi (80.).

Neue Deister Zeitung, 13.09.2010

FC Eldagsen stirbt "den Chancentod"

Sonntag in Leveste / Westenfeld lange gesperrt

Fußball (jab). Die Erleichterung bei Bezirksligist FC Eldagsen war groß nach dem ersten Saisonsieg am vergangenen Wochenende (3:2 gegen Nienstädt). Nun sagt die Fußballweisheit, dass ein Erfolg nicht viel wert ist, wenn der nächste nicht gleich folgt. FCE-Coach Karsten Bürst ist da anderer Meinung: „Der Sieg war in jedem Fall wertvoll“, sagt er. Dennoch wäre es auch für ihn wichtig, am Sonntag (15 Uhr) beim TV Jahn Leveste „nachzulegen“. Mit einem Remis könnte er allerdings auch leben.

Bürst hat Leveste am vergangenen Wochenende in Barsinghausen beobachtet. „Die haben gute Fußballer in ihren Reihen“, sagt er. Allerdings sei die Levester Defensive nicht die beweglichste. Seine Taktik lautet daher: Wie gegen Nienstädt Druck über die Außen machen. Die schnellen Marius Westenfeld und Tim Lösch oder Till Engelhardt sollen dann in Eins-gegen-eins-Situationen ihre Schnelligkeit ausspielen. „Da könnte uns was gelingen“, so Bürst optimistisch.

Verzichten muss er auf Sebastian Westenfeld, der nach seiner Tätlichkeit gegen Nienstädt für vier Spiele gesperrt wurde. Auch der privat verhinderte Florian Siuts ist in Leveste nicht dabei. Insgesamt hat sich die Personallage aber entspannt. Heinrich Eicke ist wieder fit, auch Adrian Gottschalk, der gegen Nienstädt eingewechselt wurde, ist wieder voll belastbar. Er kann sich Hoffnungen auf einen Einsatz von Beginn an machen. Wenn er in die Abwehr rückt, könnte Benjamin Timmermann die rechte Außenbahn besetzen.

Für Bürst beginnt jetzt die richtungsweisende Phase der Saison. Nach dem schweren Auftaktprogramm kommen jetzt mit Leveste, Gehrden, Union und FC Stadthagen Gegner, mit denen sich die Eldagsener auf Augenhöhe sehen. Der Sieg gegen Nienstädt kam da gerade recht. „Das hat Auftrieb gegeben“, so Bürst.

Sein Levester Kollege Holger Schwabe hat keine Angst vorm FCE: „Eldagsen ist zu Hause eine Macht, fühlt sich auswärts jedoch nicht so wohl“, sagt er. „Wir müssen André Gehrke ausschalten, denn Gehrke ist Eldagsen.“

Neue Deister Zeitung, 10.09.2010

FC Eldagsen stirbt "den Chancentod"

3:2 – FCE feiert ersten Saisonsieg

Fußball (jab). Es war nicht nur ein Stein, es war ein ganzer Geröllhaufen, der Karsten Bürst am Sonnabend vom Herzen fiel. Nach dem ersten Saisonsieg seines FC Eldagsen, der sich zum 3:2 (3:0) gegen den SV Nienstädt zitterte, riss der Coach die Arme hoch und herzte jeden einzelnen seiner Spieler. „Endlich kann ich mal wieder ruhig schlafen“, so Bürst erleichtert. „Man hat gesehen, dass jeder alles gegeben hat – auch für mich.“

Das Umfeld in Eldagsen gilt bei Misserfolgen als nicht besonders geduldig. Auch gegen Nienstädt gab es kritische Stimmen von Außen, denn spielerisch ließen die Platzherren noch einiges vermissen. Bürst weiß das, die Punkte sind ihm vorerst aber wichtiger, als spielerischer Glanz. „Wir müssen im Moment über den Kampf reinfinden“, sagt er.

Dabei gab es durchaus gute spielerische Momente im insgesamt schwachen ersten Durchgang. So waren die drei Tore mit klugen Pässen in die Tiefe blitzsauber herausgespielt. Beim ersten Treffer hatte Benjamin Rathe noch Glück. Er hatte SVN-Keeper Björn Schütte schon umkurvt, seinen anschließenden Schuss lenkte Nienstädts Tim Schwarze ins eigene Netz (17.). Die beiden weiteren Treffer kurz vor der Pause erzielten Sebastian Westenfeld (43.) und André Gehrke (45.) jeweils mit Lupfern über Schütte hinweg. Es waren die einzigen Eldagsener Chancen vor dem Seitenwechsel – Nienstädt hatte nicht eine.

Bürst hatte die Mannschaft umgestellt. Routinier Tim Barten, der sich eigentlich in die Zweite verabschiedet hatte, machte auf der linken Seite enorm Druck, Florian Siuts über rechts. Siuts verdrehte sich allerdings nach nicht einmal einer halben Stunde das Knie. Für ihn sprang Marcel Wendler ein und machte ebenfalls ein gutes Spiel.

Dennoch mussten die Platzherren zittern. Zehn Minuten nach der Pause nutzt Guiliano Maione einen Abwehrfehler zum 1:3. Drei Minuten später sah Sebastian Westenfeld nach einer Tätlichkeit gegen Soeren Peters Rot. Bürst reagierte sofort, beorderte Hendrik Luczak als dritten „Sechser“ vor die Abwehr und Spielmacher Gehrke dafür auf die Libero-Position. Auch in Unterzahl hielt Eldagsen das Spiel offen, hatte sogar Chancen. Aber es wurde eng. Denn als Maione zwei Minuten vor Schluss aus kürzester Distanz den angelegten Arm von Gehrke traf, entschied Schiedsrichter Fabian Krueger (Barsinghausen) auf Handelfmeter – und Suleymann Kahraman ließ Marcel Bürst, der seinen verletzten Bruder Patrick im FCE-Tor vertrat, keine Chance.

Die Gäste machten in den Schlussminuten noch einmal Druck, doch als Jan Carganico aus 16 Metern über das Tor schoss, war Eldagsens erster Sieg perfekt.

FC Eldagsen: M.Bürst – Hahnenberg (83. Gottschalk), Luczak, Timmermann – Siuts (26. Wendler), Rathe, Gehrke, Hüsam, Barten – S. Westenfeld, M.Westenfeld (72. Lösch).

Tore: 1:0 Eigentor Schwarze (17.), 2:0 S. Westenfeld (43.), 3:0 Gehrke (45.), 3:1 Maione (56.), 3:2 Kahraman (88./ Handelfmeter).

Rote Karte: S.Westenfeld (59./Tätlichkeit).

Neue Deister Zeitung, 06.09.2010

FC Eldagsen stirbt "den Chancentod"

Gegen Nienstädt muss mal wieder was Zählbares her

Fußball (jab). Vor knapp elf Monaten übernahm Karsten Bürst das Traineramt bei Bezirksligist FC Eldagsen. Nach neun Punkten aus neun Spielen und vier Niederlagen in Serie hatte die Mannschaft die Absetzung seines Vorgängers Andreas Arndt gefordert. Unter Bürst sind die Eldagsener dabei, einen ähnlich schwachen Saisonstart hinzulegen, nach vier Spielen steht nur ein Punkt zu Buche. Noch muss sich Bürst aber keine Sorgen machen: „Die Mannschaft steht voll hinter Karsten“, sagt Stürmer Sebastian Westenfeld. Bei einem gemeinsamen Essen mit der Mannschaft habe auch der Vorstand dem Coach den Rücken gestärkt. Dennoch hofft Bürst, dass im Heimspiel am Sonnabend (16 Uhr) gegen den SV Nienstädt etwas Zählbares herausspringt – das wäre nicht nur für seine Position wichtig, sondern auch fürs Selbstbewusstsein der Mannschaft.

„Wenn wir am Sonnabend auch verlieren, ist der Fehlstart perfekt“, sagt Westenfeld. Das Auftaktprogramm hatte es für die Eldagsener zwar in sich, auch Nienstädt zählt in der Liga zu den Favoriten. „In Tündern und Barsinghausen kann man verlieren“, sagt Westenfeld. Was ihn aber ärgert: „Wir waren meistens nicht schlechter. Aber wir sterben den Chancentod. Es ist eine Katastrophe.“ Er selbst gehört zu denjenigen Eldagsenern, die immerhin im Pokal getroffen haben, beim 1:2 unter der Woche bei Union Stadthagen machte er den Ehrentreffer des FCE. „Und wenn ich schon treffe, will das schon was heißen“, sagt er lachend – zu den eiskalten Vollstreckern zählt auch er normalerweise nicht.

Gut möglich, dass ihn Bürst gegen Nienstädt wieder aus der Spitze auf die Außenbahn beordert, um dort Druck zu machen. Den hat der Trainer zuletzt vermisst. „Unser Flügelspiel müssen wir verbessern, wir kommen zu viel durch die Mitte“, sagt Bürst. Was Westenfeld auffällt: „Ich habe das Gefühl, dass manche nicht richtig fighten.“

So sieht es auch der Trainer: „Irgendwann machen wir wieder unsere Tore. Aber das Glück muss man sich von der ersten Minute an erarbeiten“, sagt Bürst. Wobei die vielen vergebenen Torchancen nicht nur Pech seien. „Das ist auch eine Konzentrationssache“, sagt er.

Bürst ist froh, dass Adrian Gottschalk voraussichtlich ins Team zurückkehrt. „Er ist ein Eisenfuß“, sagt der Coach. Und: „Er macht auf dem Platz den Mund auf.“ Auch Florian Siuts, der in Stadthagen geschont wurde, steht gegen Nienstädt wohl wieder in der Startelf.

Neue Deister Zeitung, 03.09.2010

Ladehemmung jetzt auch im Bezirkspokal

FC Eldagsen überzeugt bei Union Stadthagen nur in der Schlussphase und verliert mit 1:2

Fußball (jab). Jetzt hat der FC Eldagsen auch im Bezirkspokal das Toreschießen verlernt. Der Bezirksligist scheiterte gestern Abend in seiner Drittrundenbegegnung bei Staffelkonkurrent Union Stadthagen mit 1:2 (0:1) – und versiebte in der Schlussphase, wie schon im Punktspiel am Wochenende in Barsinghausen, reihenweise bester Chancen. „Es geht mir langsam auf den Sack“, fluchte Trainer Karsten Bürst.

Bürst sah eine „katastrophale erste Halbzeit“ von seiner Mannschaft, „als wären wir gar nicht auf dem Platz gewesen“. Große Chancen hatten die Platzherren allerdings auch nicht. Bis kurz vor der Pause. Da zog Kastriot Hasani ab aufs kurze Ecke –und traf. Der Ball schien nicht unhaltbar, „aber Hasani hätte auch nicht zum Schuss kommen dürfen“, so Bürst.

Das galt auch für Imam Al-Bardawil, der zwanzig Minuten nach dem Wiederanpfiff in der eigenen Hälfte einen Sololauf startete, den er mit dem 2:0 abschloss. „Der muss vor dem Strafraum liegen“, so Bürst genervt, „mit halber Kraft kannst du kein Spiel gewinnen.“

Erst in den letzten zwanzig Minuten zeigten die Eldagsener, was sie können. Eine Angriffswelle nach der anderen rollte jetzt aufs Union-Tor zu, doch nur Sebastian Westenfeld traf nach Vorarbeit von Till Engelhardt (81.). In der Schlussminute gelang Benjamin Rathe zwar der vermeintliche Ausgleich, der Schiedsrichter hatte aber ein Handspiel des FCE-Liberos gesehen und erkannte den Treffer nicht an. Kurz zuvor hatte Marius Westenfeld eine Riesenchance zum 2:2 ausgelassen.

FC Eldagsen: P.Bürst – Timmermann, Rathe, Hahnenberg – S.Westenfeld, Luczak (46. Hüsam), M. Westenfeld, Eicke (70. Wendler), M.Engelhardt – Lösch (46. Gehrke), T. Engelhardt.

Tore: 1:0 Hasani (45.), 2:0 Al-Bardawil (65.), 2:1 S.Westenfeld (81.).

Neue Deister Zeitung, 01.09.2010

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