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FC Eldagsen von 1921 e.V. 

Mark Jeske

Schon fast die halbe Miete

Nach 100 Tagen im Amt ist es gestattet, einen Politiker an seiner bisher geleisteten Arbeit zu messen. Und im Fußball darf wohl nach einem Saisondrittel eine erste Zwischenbilanz gezogen werden. Zehn Spieltage sind in der Landesliga nun absolviert, „und mit 17 Punkten bei diesem Programm hätten wohl nur die wenigsten gerechnet“, sagt Holger Gehrmann, der Trainer des FC Eldagsen, vor der elften Partie, die den Neuling morgen um 16 Uhr zum SV Bavenstedt führt. Felix Groths Einsatz steht auf der Kippe, Mark Jeske ist gesperrt.

„Unseren Lauf wollen wir mitnehmen“, sagt Gehrmann, wohlwissend, dass die Konkurrenz den guten Start seines Teams beobachtet hat und ihre Schlüsse daraus zieht. Nach 100 Tagen – oder einem Saisondrittel – ist die Schonfrist in neuer Umgebung vorbei. „Doch mir war immer klar, dass sich eine Eigendynamik entwickeln kann, wenn man gut startet“, sagt der Coach. Die halbe Miete ist das bisher Erreichte zwar noch nicht, doch 37 Zähler haben in den vergangenen zehn Jahren stets zum Klassenerhalt in der höchsten Spielklasse des Bezirks gereicht. Noch 20 Punkte in 20 Partien – das klingt machbar. Und dann winkt die Wiederwahl – beziehungsweise eine weitere Saison in der Landesliga.

Lokalteil HAZ, 04.10.2019

Niklas Dorf, Jan Flügge & Lauri Schwitalla

Vier Finger, fünf Minuten, zwei Tore

Landesliga: FC Eldagsen gewinnt Aufsteigerduell gegen TSV Barsinghausen / Graw mit ganz spätem Siegtor / Jeske sieht Gelb-Rot

Als Schiedsrichter Amine Bouguerra die Nachspielzeit anzeigte, führte der FC Eldagsen gegen den TSV Barsinghausen mit 1:0 – befand sich nach Gelb-Rot gegen Mark Jeske (81. Minute) allerdings in Unterzahl. Vier Finger hielt der Referee in den verregneten Eldagser Himmel. Vier Minuten Aufschlag also, in denen noch einiges passieren sollte, ehe der 2:1 (0:0)-Sieg der Platzherren schließlich feststand.

Zunächst trafen die Gäste zum späten, jedoch keineswegs unverdienten Ausgleich. Ein von Tobias Kienlin getretener Freistoß aus dem rechten Halbfeld segelte durch den Sechzehnmeterraum. Der eingewechselte Robert Just war wohl als Einziger und Letzter am Ball und bugsierte ihn zum 1:1 über die Linie (90.+2). „ Nun wollten wir noch auf den Sieg gehen“, sagte Barsinghausens Trainer Dennis Herrmann. „Es war am Ende ein wildes Spiel.“

Das die Seinen schließlich doch noch wieder aus der Hand gaben, denn in der fünften Minute der von Bouguerra gewährten Zusatzzeit – das TSV-Tor hatte für einen weiteren Nachschlag gesorgt – setzte sich Eldagsens Leon Fülberg am rechten Flügel durch und brachte den Ball ein letztes Mal vor das Tor von Schlussmann Kevin Kitsch, wo Björn Graw schließlich vollendete (90.+5). Nun hatte der Unparteiische genug gesehen und pfiff nur noch zweimal: an und direkt wieder ab. „Unsere fehlende Bereitschaft zu verteidigen war heute die Achillesferse. Das war defensiv zu dünn“, sagte Herrmann. In der Situation, aus der das entscheidende Tor entstanden sei, wären seine Akteure in der Überzahl gewesen.

„Wir sind schon der glückliche Sieger heute in einem eigentlich typischen Unentschiedenspiel“, sagte FCE-Trainer Holger Gehrmann. „Die zweite Hälfte ging an uns, aber in der ersten war Barsinghausen besser.“ Ein Lauern auf des Gegners Fehler hatte Herrmann vor dem Halbzeitpfiff ausgemacht. „Und das haben beide Mannschaften geduldig durchgezogen.“

Der wieder genesene Lauri Schwitalla hatte den FC Eldagsen durch eine „Fast-Direktabnahme“ (Gehrmann) mit 1:0 in Führung geschossen (57.). Zudem zeichneten sich beide Keeper mit Glanzparaden aus. Kitsch und Marcel Bürst parierten stark gegen Rune Flohr, Schwitalla und Patrik Müller. In der Nachspielzeit waren sie machtlos.

FC Eldagsen: Bürst – Flügge, Mende, Buchmann, Awdi (75. Pérez) – Jeske – Dorf, Grodd (35. Pinkerneil), Graw, Flohr – Schwitalla (87. Fülberg).

TSV Barsinghausen: Kitsch – Wittkohl, Brockmann, Dunsing, Culha – Kienlin, Nolte (75. Körber), Mehrkens – Abram (75. Just), Müller, Herhaus (61. Triebsch).

Lokalteil HAZ, 30.09.2019

Jugendspieler für die F-Junioren gesucht

Hallo liebe Fußballfreunde! Du bist zwischen 7 und 8 Jahre alt? Hast Lust mit gleichaltrigen Mädchen und Jungen Fußball zu spielen? Dann schau doch einfach mal bei einem Probetraining unser F-Junioren vorbei! Wir trainieren jeden Dienstag um 16:30 Uhr auf dem Eldagser Sportplatz (Hindenburgallee 7, 31832 Springe). Für weitere Fragen könnt Ihr euch auch gerne an den Trainer (Jonas Grotjahn) der Mannschaft unter der Mobilnummer 0176 - 57 91 04 07 wenden. Wir freuen uns über jeden Interessenten. Bis bald!

FCE Intern, 28.09.2019

Jose Ruben Perez

Aufsteiger ganz unter sich

Eldagser empfangen TSV Barsinghausen

Aufsteiger werden vor Saisonstart traditionell gerne als erste Abstiegskandidaten genannt. Neue Liga, neue Gegner, das könnte schwer werden. Egal, in welcher Region, egal, in welcher Spielklasse; der erste Blick geht meist nach unten.

Doch die Landesliga zeigt derzeit, dass es auch anders geht. Als Zwölfter steht der TSV Godshorn zwar nur knapp über den Abstiegsrängen, hat aber schon zehn Punkte gesammelt. Der STK Eilvese führt das Klassement gar an, während FC Eldagsen auf Rang sechs und TSV Barsinghausen (Zehnter) sich im Mittelfeld eingereiht haben. Am Sonntag (15 Uhr) wird sich zeigen, welches der beiden Teams weiterhin positiv von sich reden machen kann, wenn die Mannschaften von Holger Gehrmann und Dennis Herrmann im Springer Ortsteil aufeinandertreffen.

„Eldagsen hat gerade die beste Mannschaft der Liga geschlagen“, warnt Herrmann, Barsinghausens Coach. „Vor allem zu Hause zeigen sie immer eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Doch auch auf eigenem Geläuf hat der TSV in dieser Spielzeit schon Bekanntschaft mit den Gelb-Schwarzen gemacht, schied in Runde zwei des Bezirkspokals nach Elfmeterschießen gegen den Mitaufsteiger aus. „Die können schon gut verteidigen“, sagt Herrmann. „Da eine Lücke zu finden ist schwer.“ Aufs Stichwort Lücke: Auf dem Trainingsplatz war in dieser Woche beim TSV etwas mehr los als zuvor. „Wir haben wieder mehr Manpower“, sagt Herrmann, der allerdings am Sonntag auf Stammkeeper Kai Witt und voraussichtlich Patrik Müller wird verzichten müssen.

Gehrmann erwartet „so ein Fifty-fifty-Ding. Wie eigentlich immer, wenn wir aufeinandertreffen.“ Das spräche im Grunde für eine Punkteteilung, doch der Eldagser Trainer möchte mehr. Der größere Mut oder die bessere Tagesform könnten das Pendel in die eine oder andere Richtung bewegen, glaubt er. „Und dann hoffe ich auf einen Ausschlag in unsere Richtung.“ Auf Jan Pinkerneil kann Gehrmann wohl wieder bauen, auch Pascal Geide und Leon Fülberg sind Kandidaten für einen Platz im Kader.

Doch egal, wie das Duell endet: Wenn letztlich alle Neulinge die Klasse hielten – Gehrmann und Herrmann hätten sicher nichts dagegen einzuwenden.

Lokalteil HAZ, 27.09.2019

FC Eldagsen überrascht beim RSE

Mende köpft nach Flügge-Freistoß ein

Das Wort „Sensation“ wollte Holger Gehrmann partout nicht über die Lippen kommen. Der Trainer des FC Eldagsen fand andere Attribute für den 1:0 (1:0)-Erfolg seiner Mannschaft beim Landesliga-Tabellenführer SV Ramlingen/Ehlershausen, der zuletzt sieben Spiele in Folge gewonnen hatte. „Unfassbar“ zum Beispiel. Oder „überragend“. Denn gleich alle drei Zähler vom Primus zu stehlen, damit hatten wohl selbst die kühnsten Optimisten und eingefleischtesten Eldagser nicht gerechnet.

Bei den Gästen saßen nur zwei gesunde Feldspieler auf der Bank – wer fit war und Zeit hatte, musste auch spielen. „Das war echt an der Grenze“, sagte Gehrmann, der seine bewährte 4-1-4-1-Formation auf 4-2-3-1 geändert hatte. „Um im Zentrum stabiler zu stehen und besser auf die langen Bälle der Ramlinger reagieren zu können“, erläuterte der Trainer.

Und mit Glück, Kampf, Geschick und einem überragenden Marcel Bürst gelang diese Übung auch. Der Schlussmann entschärfte gleich reihenweise Angriffe des RSE, die insbesondere in der zweiten Halbzeit auf das Gästetor zurollten. „Am Ende sind uns ein wenig die Körner ausgegangen“, sagte Gehrmann. Doch da die Ramlinger nach Aussage ihres Trainers Philipp Gasde an diesem Tag noch eine Stunde ohne zu treffen hätten weiterspielen können, wurde Sebastian Mende zum Schützen des goldenen Tores. Einen Freistoß von Jan Flügge aus halb rechter Position hatte der Innenverteidiger in der 25. Minute ins Tor geköpft. Flügges Qualitäten beim Umgang mit dem ruhenden Ball wurden sogar vom gegnerischen Coach herausgestellt. „Die haben da einen sehr guten Standardschützen gehabt“, sagte der RSE-Trainer.

Gehrmann lobte hingegen gleich sein komplettes Team. „Man hatte das Gefühl, dass jeder bei uns bereit war, um diese verdammten drei Punkte zu kämpfen“, schwärmte der Coach. Und dann sagte er es doch noch: „Das war sensationell!“

FC Eldagsen: Bürst – Flügge, Mende, Buchmann, Awdi – Graw, Grodd (88. Jeske) – Dorf, Brünig, Flohr (77. Geide) – Pérez.

Lokalteil HAZ, 23.09.2019 

Gehrmann: Verstecken uns nicht

Auf Kurs Richtung Oberliga befindet sich der SV Ramlingen/Ehlershausen, der aktuell als Tabellenführer die Landesliga dominiert. „Das Team ist ehrgeizig und gibt auch im Training immer alles. Um vor den schweren Partien in Sulingen und gegen Hemmingen-Westerfeld das Polster noch auszubauen, soll jetzt Punktspielsieg Nummer acht folgen“, sagt RSE-Co-Trainer Peter Müller vor der nächsten Aufgabe am morgigen Samstag (16 Uhr) gegen den FC Eldagsen.

Der Neuling, der zuletzt mit 2:3 gegen den STK Eilvese unterlag, hat als Tabellenachter bisher elf Punkte gesammelt. „Wir sind absolut im Soll“, sagt FC-Trainer Holger Gehrmann. Nun hofft der Coach der Senfstädter auch in Ramlingen auf etwas Zählbares. „Wir fahren zwar zu einem der Top-Favoriten der Liga, aber verstecken werden wir uns dort nicht. Wir haben selbst Qualitäten und versuchen, die schwere Aufgabe zu lösen“, sagt Gehrmann. Bis auf Lauri Schwitalla sind bei den Gästen alle Akteure an Bord.

Personell sogar die Qual der Wahl hat RSE-Trainer Philipp Gasde, denn ins Team um den mit nunmehr neun Toren besten Torschützen der Liga, Louis Engelbrecht, kehren drei langzeitverletzte Spieler zurück: Abwehrchef Timo Gieseking (Bänderriss), Innenverteidiger Christopher Weindl (Muskelfaserriss) und Jan Reuter, der nach seinem Nasenbeinbruch im Bezirksliga-Team des RSE Punktspielpraxis sammelte.

Lokalteil HAZ, 20.09.2019

Björn Graw & Sebastian Mende 

„Dann bist du drin und kassierst direkt wieder einen“

FC Eldagsen verliert Heimspiel mit 2:3 gegen Mitaufsteiger STK Eilvese / Flügge trifft per Freistoß

Das Duell der Landesliga-Aufsteiger hat der STK Eilvese für sich entschieden. Durch den 3:2 (1:0)-Erfolg beim FC Eldagsen ist das Team von Trainer Thassilo Jürgens weiterhin erster Verfolger von Spitzenreiter SV Ramlingen/Ehlershausen. Beide Trainer lobten den Gegner für seine schnellen Vorstöße und das schnelle Umschaltspiel. „Aber wir haben das meist gut abgefangen“, sagte Jürgens. Sein Gegenüber Holger Gehrmann fand, dass „Eilvese individuell schon gut besetzt ist in der Offensive“.

Nach zaghaften Annäherungsversuchen beider Teams in Richtung gegnerisches Tor fiel der erste Treffer durch einen Freistoß aus halblinker Position. Eilveses Richard Leimann brachte den Ball hart vors Tor, wo dieser am Fünfmeterraum aufsprang und ohne Berührung eines weiteren Akteurs über die Linie hüpfte (35. Minute).

Mit der 1:0-Führung für den STK ging es in die Kabinen, aus denen die Eldagser gestärkt und forsch zurück aufs Feld kamen. „Das ist eigentlich untypisch für uns“, sagte Gehrmann. Doch für das nächste Tor musste wieder eine Standardsituation herhalten: Jan Flügge traf aus mehr als 20 Metern Torentfernung zum Ausgleich (52.). „Dann bist du wieder gut drin und kassierst direkt wieder einen“, sagte Gehrmann genervt. Nach einem Zuspiel von Hussein Saade zog Mohamad Saade ab. Seinen Schuss konnte Marcel Bürst im FCE-Tor nicht festhalten, was Nico Kiedrowski ausnutzte und aus kurzer Entfernung einschob (57.). Mohamad Saade erzielte eiskalt das 3:1 für die Gäste (66.). „Wie sie vorher den Ball angenommen haben, war überragend“, sagte Gehrmann. „Für einen Trainer ist das schön anzusehen, nur für uns war es nicht so prickelnd.“

Jürgens wähnte sich nun schon im Ziel. „Da dachte ich, wir hätten das Spiel sicher in der Hand“, sagte der Gästecoach. Doch es folgte eine Zitterpartie für sein Team. Nach dem 2:3-Anschluss der Eldagser durch José Ruben Pérez, der nach einer Einzelaktion aus 22 Metern traf (75.), wurde es doch noch hektisch. Doch mehr als ein paar Standards für Eldagsen sprang nicht mehr heraus.

FC Eldagsen: Bürst – Flügge, Mende, Buchmann, Groth (83. Jeske) – Pinkerneil – Dorf (77. Awdi), Brünig, Graw, Flohr – Pérez.

Lokalteil HAZ, 16.09.2019

Schwitallas Duell mit Eilveser Saade fällt aus

Der FC Eldagsen und der STK Eilvese, die am Sonntag um 15 Uhr aufeinandertreffen, haben so manche Gemeinsamkeit. Unisono stiegen die beiden Teams in der Saison 2017/2018 aus der Landesliga ab, um sich im folgenden Jahr als Meister ihrer Bezirksligastaffeln 4 und 1 direkt zurückzumelden.

Nun treffen sie also wieder aufeinander – und zwar nach jeweils verheißungsvollem Saisonstart. FCE und STK stehen als Aufsteiger auf den Rängen sieben und zwei sehr passabel da. „Das Jahr in der Bezirksliga hat uns beiden offenbar gutgetan“, sagt Eldagsens Trainer Holger Gehrmann. Unter der Woche verabschiedeten sich beide Teams indes aus dem Bezirkspokal, flogen gegen die klassentieferen Klubs TSV Bemerode und Niedersachsen Döhren aus dem Wettbewerb. „Wir waren nicht aggressiv genug“, sagt Gehrmann. „Und das war, was uns in der Serie stark gemacht hat. Da müssen wir am Sonntag ein komplett anderes Gesicht zeigen.“ In der Abstiegssaison sicherte sich in den direkten Aufeinandertreffen jeweils die Heimmannschaft die drei Punkte.

Der FCE muss ohne Torjäger Lauri Schwitalla auskommen, der sich am vergangenen Wochenende eine Zerrung zuzog. Somit fällt Schwitallas Duell mit Hussein Saade aus. Zusammen hatten die beiden in der abgelaufenen Spielzeit satte 80 Mal getroffen, wobei der Eilveser Saade mit 41 Treffern die Nase vorn hatte.

Lokalteil HAZ, 13.09.2019

Marcel Bürst

Null Punkte! Heeßel kann auch im sechsten Spiel gegen Aufsteiger Eldagsen nicht punkten

Sechs Spiele, sechs Niederlagen: Der Heeßeler SV erlebt in der Landesliga Hannover einen katastrophalen Fehlstart. Gegen den FC Eldagsen haben die Hausherren zwar viel Ballbesitz, können sich aber keine zwingenden Chancen erspielen. Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch ein HSV-Akteur schwer.

Sechstes Spiel, sechste Niederlage: Der Heeßeler SV steckt nach der 0:3 (0:2)-Heimpleite gegen den FC Eldagsen tief im Tabellenkeller der Landesliga fest. „Mit voller Kapelle hätte die Sache sicher anders ausgesehen“, sagte Trainer Thomas Joedecke, der fünf Mann aus der 2. Herren dabei hatte und Mittelstürmer Chris Haveland als Verteidiger aufbot.

Seine notgedrungen - erneut - komplett umgekrempelte Elf schlug sich achtbar, machte aber nichts aus ihren Möglichkeiten. Anders der Aufsteiger. „Es war kein wirklich starker Auftritt von uns, dafür hatten wir zu viel Leerlauf im Spiel“, räumte Gästetrainer Holger Gehrmann ein. „Aber das ist mir unterm Strich egal. Was zählt, ist der Auswärtssieg. Die Situationen, zu denen wir gekommen sind, haben wir bestens genutzt.“

Viel Ballbesitz, aber wenig Zwingendes vom HSV

Eldagsens Tom Buchmann setzte mit einem Kopfball in der zweiten Minute das erste Ausrufezeichen. Kurz darauf traf Niklas Dorf nach Vorarbeit von Lauri Schwitalla aus dem Gewühl heraus zur Führung (5.). „Man hat gemerkt, dass die Heeßeler total verunsichert sind“, sagte Gehrmann. Die Heimelf hatte mehr Ballbesitz, spielte auch ansehnlich auf, aber es sprang nur selten Zwingendes heraus. Und die drei nennenswerten Chancen, die sich ergaben, vergeigte der HSV (wieder einmal) recht kläglich. Stattdessen schloss Rune Flohr einen Tempogegenstoß über Schwitalla zum 2:0 für den FC ab (36.).

Auch in der zweiten Hälfte halfen den Gastgebern die weit größeren Spielanteile überhaupt nichts. Vielmehr musste der überragende HSV-Keeper Lars Holm ein ums andere Mal retten. Denn, fuhren die Eldagser ihre Konter, wurde es gefährlich. Nach einer Ecke war der just zuvor eingewechselte Pascal Geide im dritten Nachschuss erfolgreich (89.).

Verdacht auf Augenhöhlenbruch

Ein weiterer Heeßeler fällt aus „Wir überlassen gern dem Gegner das Feld, geben die Räume frei und spielen bei Balleroberung mit unseren schnellen Leuten nach vorn. Wenn wir mit Tempo kommen, sind wir richtig gut“, erklärte Gehrmann. Und fügte hinzu: „Jetzt haben wir schon elf Punkte gegen den Abstieg gesammelt.“ Für den punktlosen HSV indes wird die Lage immer kritischer.

Zu allem Überfluss zog sich Benjamin-Lukas Grund in einem Zweikampf mit seinem Eldagser Gegenspieler eine üble Platzwunde am Kopf zu und liegt nun mit einer Gehirnerschütterung und dem Verdacht auf Augenhöhlenbruch im Krankenhaus. Der Nächste, der ausfällt. „Wichtig ist, dass wir den Kopf oben behalten. Der Zusammenhalt im Verein stimmt. Die Jungs wollen. Die Stimmung ist auch nach wie vor gut. Hier schiebt keiner Frust“, betonte Joedecke. „Alles Lamentieren hilft ja nichts. Wir müssen das Beste daraus machen.“

Lokalteil HAZ, 09.09.2019

Rune Flohr

Gehrmann sieht Eldagser nicht in der Favoritenrolle

Mit einem solchen Verletzungspech, wie es den Heeßeler SV nun schon seit Wochen ereilt, konnte niemand rechnen. Von Entspannung in puncto Personal kann beim punktlosen Landesliga-Schlusslicht vor dem Heimspiel morgen (16 Uhr) gegen den FC Eldagsen nicht die Rede sein. „Es ist gruselig“, sagt HSV-Coach Thomas Joedecke in Anbetracht der zahlreichen Ausfälle. „Bänderrisse, Kreuzbandrisse, Sehnenrisse, alles auf einen Schlag. Die Ärzte haben uns bestätigt, dass diese Verletzungen nichts mit der Trainingsbelastung zu tun haben, vielmehr ist es einfach großes Pech.“

Die Gäste aus Eldagsen reisen indes in voller personeller Besetzung und mit dem Rückenwind des jüngsten 3:0-Sieges über den TSV Krä­hen­win­kel/Kal­ten­wei­de an. „Wir fahren mit breiter Brust nach Heeßel“, sagt Trainer Holger Gehrmann, schiebt aber flugs hinterher: „Der HSV steht mit dem Rücken zur Wand, das macht es auch ein Stück weit gefährlich. Wir müssen aufpassen und sollten gewarnt sein.“ Man sei schlecht beraten, den Blick nur auf die Tabelle zu richten und von einem Selbstläufer auszugehen. „Für uns als Aufsteiger ist jede Aufgabe schwer, wir sehen uns gegen den gestandenen Landesligisten nicht in der Favoritenrolle“, betont Gehrmann, der ein „Fifty-fifty-Spiel“ erwartet.

Lokalteil HAZ, 06.09.2019

FC Eldagsen - TSV Krähenwinkel-Kaltenweide

Krähen gehen Eldagsen auf den Leim: Gehrmann findet richtige Marschroute gegen Preuß

Der Matchplan von Holger Gehrmann ging auf: Gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide wollte der FC Eldagsen dem Gegner das Feld überlassen - und im richtigen Moment zuschlagen. Die spielbestimmenden Krähen sind beim 0:3 "brutal in Schönheit gestorben".

„Unser Ziel war es, denen das Feld zu überlassen und im richtigen Moment reinzupiken“ - so hat Eldagsens Trainer Holger Gehrmann die Marschroute seines FC im Landesligaspiel gegen den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide beschrieben. Und diese Taktik ist beim 3:0 (1:0)-Erfolg voll aufgegangen; die feldüberlegenen und spielbestimmenden Krähen gingen dem Aufsteiger voll in die Falle. Oder wie es Gästecoach Pascal Preuß ausdrückte: „Wir sind heute brutal in Schönheit gestorben.“

Zwar hatte der TSV früh durch Lorenzo Pombo Abondano die größte Gelegenheit der ersten Halbzeit, doch Marcel Bürst im Eldagser Tor parierte im Duell Mann gegen Mann grandios. „Er hat uns am Leben gehalten“, sagte Gehrmann. Dass die Krähenwinkeler nach 45 Minuten mit hängenden Köpfen in der Kabine saßen, war auf den Führungstreffer des FCE zurückzuführen: Lauri Schwitalla traf auf Zuspiel von Niklas Dorf, nachdem Krähenkapitän Alexander Dosch den Ball verloren hatte (43. Minute). „Ich habe sie dann in der Halbzeit wieder ein bisschen wach gemacht“, berichtete Preuß vielsagend.

Krähen dezimieren sich in Schlussphase selbst

Abondano ließ sich als Erster wecken, verzog aber vier Meter vor dem Tor (46.). „Wir haben uns dann besser ins Spiel reingefressen“, sagte Gehrmann. Was Rune Flohr mit einem kapitalen Fernschuss an die Latte noch verpasste (61.), erledigte Schwitalla schließlich – und traf zum 2:0, nachdem er sich gegen mehrere Gästespieler durchgesetzt hatte (65.). „Das Tor darf so niemals fallen“, sagte Preuß, doch Gehrmann entgegnete: „Wenn Lauri im Sechzehner ist, ist er nur schwer aufzuhalten.“

Als Lucas Brünig den Gegenangriff im Anschluss an eine Krähenecke zum Endstand abschloss (89.), waren die Gäste nach Gelb-Rot gegen Patrick Schuder (81.) nur noch zu zehnt. Direkt nach dem finalen Treffer musste sein Kollege Marlon Pickert aus gleichem Grund vom Feld. „Das war ein ganz müder Auftritt“, sagte Preuß. „Das ist auch eine Mentalitätsfrage, doch in dieser Hinsicht waren wir Eldagsen unterlegen.“ Sein Gegenüber fand den Sieg „vielleicht um ein Tor zu hoch. Aber wir haben als Mannschaft funktioniert und sind fleißig geblieben. Nur so können wir die Liga halten.“

Lokalteil HAZ, 03.09.2019

Holger Gehrmann

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